Stadtkapelle Wertingen: Der Nachwuchs meldet sich beim Frühlingskonzert zurück

Das Vororchester und die Bläserklasse musizierten beim Frühlingskonzert gemeinsam unter der Leitung von Karolina Wörle und freuten sich über den tosenden Applaus des Publikums. Die geforderte Zugabe wurde natürlich gerne gewährt.
 
Das Vororchester unter der Leitung von Karolina Wörle eröffnete das Frühlingskonzert und freute sich über ein volles Haus.


110 junge Musiker*innen der Stadtkapelle und Musikschule stehen auf der Bühne

Am Wochenende war es soweit: das Vor- und das Jugendorchester der Stadtkapelle Wertingen durfte sein erstes Konzert nach zwei Jahren spielen. Dass die Vorfreude und die Spannung im Vorfeld groß waren, konnte das Publikum hören. Den jungen Talenten war eine ungeheure Spielfreude und Motivation anzumerken, schließlich war es für viele das erste große Konzert. Der Kassierer der Stadtkapelle Wertingen, Christian Gärtner, war sichtlich beeindruckt von der überwältigenden Anzahl an Zuhörer und Fans der beiden Orchester.
Begrüßt wurde das Publikum vom Vororchester unter der Leitung von Karolina Wörle mit dem passenden Musikstück „Bienvenue, welcome, willkommen“. Nach der Ballade „Never forget your friends“ von Markus Götz durften sich die Trompeter Helmut Duschek, Lukas Egger, Benjamin Gärtner, Maximilian Koch, Leon Lettner, Max Wagner in „Dos Muchachos“ von Dick Ravenal von ihrer besten Seite präsentieren.

Erster Auftritt für die Bläserklasse

Zur Feier des Tages hat sich das Vororchester Gäste eingeladen. 41 junge Musikschüler*innen der Bläserklasse durften bei dem Musikstück „Der erste Auftritt“ von Jaap Kastelein drei Rocksongs zusammen mit dem Vororchester spielen. Seit vielen Jahren gibt es zwischen der Musikschule und der Grundschule Wertingen in Kooperation Bläserklassen. In den letzten beiden Jahren hatten diese jungen Talente nur wenig Gemeinschaftsproben und auch keine Gelegenheit aufzutreten. Umso aufregender war es nun, den ersten Auftritt vor 400 Zuhörern zu absolvieren. Das Hinfiebern und fleißige Üben haben sich gelohnt. Eingebettet von den routinierten Spielern des Vororchesters entstand ein beeindruckendes Klangerlebnis. Schon bei den Schülerkonzerten im Juli dürfen die Musiker*innen wieder dabei sein und vor ihren Klassenkameraden auftreten.

Geheimagenten unterwegs

Nach „Melodymaker“ von Martin Klaschka stand Filmmusik auf dem Programm. Mit Hut und Sonnenbrille ausgestattet, wurden in „Superspy“ die Aufträge von Geheimagenten und in „Skyfall“ speziell die von James Bond in differenzierter Artikulation und Dynamik spannend ausgestaltet. Mit dem Superhit „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“ bekam das Publikum schon mal einen Vorgeschmack auf „Wertingens Music Story“. Im Juli wird sich das Vororchester unter anderem mit diesem Hit in Füssen und Wertingen an dem Großprojekt beteiligen. Der Regisseur Tamás Mester aus Regensburg, der für das Projekt engagiert wurde, hat es sich nicht nehmen lassen, beim Konzert dabei zu sein.
Das 31-köpfige Vororchester mit einem Durchschnittsalter von 10 Jahren hat sich in Bestform präsentiert. Die Musiker*innen haben klanglich ausgewogen und dynamisch differenziert musiziert. Dies wurde auch durch viel Applaus honoriert. „Star Wars“ sollte das letzte Stück des Nachwuchsorchesters sein, aber die vielen Fans in der voll besetzten Halle forderten begeistert eine Zugabe. Zu „We will rock you“ durften noch einmal alle Kinder Bläserklasse auf die Bühne kommen und zusammen mit dem Vororchester stampfend und klatschend die Bühne rocken. Die Dirigentin Karolina Wörle zeigte sich glücklich über die vielen strahlenden Gesichter und das begeisterte Feedback der jungen Talente.

Jugendorchester unter neuer Leitung

Nach der Pause betrat das Jugendorchester mit seinem neuen Dirigenten die Bühne. Seit September 2021 dirigiert Germán Moreno Lopez das zweite Nachwuchsorchester der Stadtkapelle, aus welchem sich die Musiker der Bläserphilharmonie rekrutieren. Das Programm der zweiten Konzerthälfte spiegelte seine Erwartungshaltung an die Musiker*innen wieder. Sein Faible für klassische Musik und Musik, die nicht unbedingt dem Mainstream der sinfonischen Blasmusik entspricht, kam mit Werken, wie „Peer Gynt Suite“ von Edward Grieg oder der Overtüre zur spanischen Oper „La Layenda del beso“ zum Ausdruck. Die 45 Musiker*innen waren gefordert, sich immer wieder kammermusikalisch oder solistisch abwechselnd mit großem Orchesterklang zu beweisen. Vor allem bei der Filmmusik zu „Schindlers Liste“ gelangen Sofia Steger an der Querflöte und Paul Kaußler am Altsaxofon mit ihren Solos bewegende Momente. Schon in der Anmoderation zu Hans Zimmers „Pirates of the Carribean“ wurde deutlich, dass die Filmmusik zu den Lieblingsgenres der Musiker*innen gehört. Die temperamentvolle Interpretation und hörbare Spielfreude löste genauso Begeisterung beim Publikum aus, wie der berühmte „Libertango“ von Astor Piazzolla. Nach „Soul Bossanova“ als Zugabe ging es nahtlos in die wohlverdiente Konzertparty über.
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