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Musikschule Wertingen: Wunderbare Volksmusik

Der „Vierklang“ mit (v.l.) Manfred-Andreas Lipp, Hans-Josef Schlicker (verdeckt), Stefanie Saule und Heike Mayr-Hof eröffnete das Neujahrskonzert in der Musikschule Wertingen.
 
MIRA mit (v. l.) Anneliese Gärtner, Margarete Zahn, Ilse und Rudi Ahnert musizieren seit ca. 1 Jahr zusammen und erfreuten die Zuhörer mit Titeln wie "Thernberger Hochzeitsstück", "Mühlenviertel Arie", "Stenskvätten" und "Minett".
Jahresauftakt: Wertingen und das Zusamtal erweisen sich als Hort vielfältigen Musizierens. Die Musikschule Wertingen hatte eingeladen.

Da fehlte nur noch das Alpenglüh´n im Hintergrund! – Kaum zu glauben, dass Wertingen nicht mitten in einem Hochgebirgstal liegt, umgeben von zackigen Dreitausendern. Und kaum zu glauben, dass die Musikschule keine Almhütte ist. Denn in punkto Volksmusik können es die Wertinger mit jedem Gebirgsort aufnehmen. Beim Neujahrskonzert in der „guten Stube“, im Saal der Musikschule, zeigte sich die ganze Vielfalt des Musizierens in und um Wertingen. Da gibt es nicht nur Blasorchester, Jazzbands, Gitarrenfestivals und Kammermusikensembles, sondern auch wunderbare Volksmusikanten. Und denen verschaffte Musikschulleiter
Manfred-Andreas- Lipp erstmals eine große Bühne.
Mit seiner Idee, die Volksmusikgruppen der Zusamstadt in einem Konzert zu vereinen, unter dem Motto „Mit Volksmusik ins neue Jahr“, landete er einen Volltreffer.
In Dirndl und Lederhose wie auf der Alm
Der Saal der Musikschule war voll besetzt und die Besucher deckten sich auch reichlich mit von den Musikschuldamen angebotenen Brötchen, Zwiebelkuchen und Getränken ein. Und so war es gemütlich wie auf der Alm und die schönen Dirndl, Lederhosen und Janker der Musizierenden taten ein Übriges, die Stimmung zu heben. Der Chef selbst, Manfred-Andreas Lipp, eröffnete mit der Gruppe „Vierklang“ den Abend. Keine geringere als Stefanie Saule, die Leiterin des Akkordeonorchesters Zusamtal, begleitete Lipp (Klarinette) und Heike Mayr- Hof (Klarinette) auf dem Akkordeon, der junge Hans-Josef Schlicker spielte auf der Harfe und erwies sich über den Abend verteilt als volksmusikalisches Multitalent. „Ois Guade“ – auf schwäbisch „Alles Guade“ – wünschte der Vierklang zum Auftakt des Jahres. Das Schöne an dem Abend war zu erleben, wie man aus allen Musizierenden in Wertingen wunderbare Ensembles bilden kann. So entspringt die Saitenmusik „MIRA“ dem Wertinger „Liederkranz“. Dessen Vorsitzende, Stadträtin Gabriele Killensberger meinte als Zuhörerin scherzhaft: „Wir können jetzt bald ein eigenes Liederkranz- Orchester aufmachen“. MIRA musiziert zusammen seit einem Jahr, mit dabei sind Margarete Zahn (Harfe) – ebenfalls ein Multitalent, das Ehepaar Ilse und Rudi Ahnert (Hackbrett/Harfe) und Anneliese Gärtner (Akkordeon).
Auch die Musikschule bringt vielseitige Begabungen hervor, wie es sich bei den Sängerinnen Anna- Lena Mader und Juliane Stauch zeigte. Den beiden jungen Damen macht neben der Popmusik auch das Volkslied Spaß, wie zu hören war. Einfühlsam wurden sie von Andrea Kratzer auf der Harfe begleitet. Immer wieder war die Harfenlehrerin der Musikschule an diesem Abend gefragt – im Saitenmusikensemble mit Finny Tilp und Hans-Josef Schlicker oder bei der Begleitung der jungen Geiger Adela Laurien und Matthias Büsing, die zusammen mit Nadine Bohmann (Bass) eine nicht alltägliche Kombination boten. Dass die Geige auch volksmusikalisch ein gefragtes Instrument ist, wurde beim Vortrag von Krystyna
Hüttner, Geigenlehrerin an der Musikschule und Kathrin Wörle (Flöte) deutlich. Auch in der Musikschule bei Andrea Kratzer gelernt haben die drei Nachwuchs-Harfenistinnen Anna Mundi, Jule Panitz und Anna- Sophie Rapp, die mit drei wunderschönen Stücken einen besonderen Akzent setzten. Zwei nunmehr schon bekannte Gruppen dürfen bei einem Volksmusikkonzert in Wertingen natürlich
nicht fehlen – die „Wertinger Zupfnudla“ mit Finny Tilp und Margarete Zahn (beide Harfe) und Ingrid Lipp (Hackbrett). Und natürlich auch nicht das „trio laetitia“, das Gesangstrio mit Anneliese Gärtner, Irmgard Stallauer und Margarete Zahn. Es forderte zum Schluss die Gäste auf, doch noch ein wenig dazubleiben: „I gang net hoim bis hellelet und bis mei Muatr schellelet“...
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