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Kunst ist relativ und Gelassenheit kann man lernen!

Kunst von Miró!
Am Marktplatz wollte kürzlich Ruth Baumann aus Berlin "beschenkt werden wollen". So heißt ihr Kunstprojekt, dass sie während ihres Kunst-Stipendiums in Wertingen machte. Dafür sammelte sie Haare. Ein Kunstwerk aus Menschenhaar? Für einige befremdlich. "Was soll das? Igitt! Und das soll Kunst sein?" So die Reaktionen. Immer wieder fühlt sich da der tolerante Mensch bemüßigt, den Kritiker zu ermahnen: "Kunst ist doch relativ und jedem das Seine sei die Devise." Doch der wiederum argumentiert: "Der wahre Künstler beherrscht erst einmal sein Handwerk, nur dann kann er Künstler sein." Viele so genannte Künstler der Neuzeit würden das aber gar nicht können: Das Handwerkliche. Nun, bedingt richtig. Viele große Künstler beweisen in ihrem Lebenswerk, dass sie durchaus in den Anfängen das Handwerkliche perfekt beherrschten und wurden dann im Laufe der Jahre abstrakter. Doch wer das Handwerk beherrscht, ist noch lange kein Künstler. Wer aber definiert, was Kunst ist? Die Verkaufszahlen, die Veröffentlichungen in den Medien, die Kunstkritiker oder der Geschmack und die Akzeptanz der Betrachter? Irgendwie doch alle und keiner. Am besten, man bleibt gelassen. Und das kann Mann und Frau perfekt bei den Spaniern lernen. In der Kultstadt Barcelona wird vorbildlich gelebt, was uns allen gut täte: Ruhig bleiben, nicht drängeln, Rücksicht nehmen, einfach leben und den anderen sein lassen. Sicher nicht immer machbar, aber auf jeden Fall erstrebenswert.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Regionalmagazin wertinger | Erschienen am 19.08.2011
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