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„Glaube gründet auf Beziehung“ - Neujahrsempfang der Wertinger Martinspfarrei

Einen kurzweiligen Informations- und Gesprächsabend erlebten Pfarrer Rupert Ostermayer (links) und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Anton Stegmair (rechts) zusammen mit Gästen aus dem Bereich Erziehung und Bildung beim Neujahrsempfangs der Pfarrei St. Martin. Sie dankten Cornelius Brandelik (2. von links) und Martina Baur (3. von links), die interessante Impulse in das Treffen einbrachten.
Zum sechsten Mal luden der Pfarrgmeinderat und die Kirchenverwaltung der Wertinger Pfarrgemeinde St. Martin am vergangenen Samstagabend zu einem Neujahrsempfang ins Pfarrheim ein. In diesem Jahr richtete die Einladung sich an Menschen, die im Bereich der Erziehung und Bildung tätig sind. Mit dem Empfang beabsichtigten die Gremiumsvertreter des Pfarrgemeinderates, mit verschiedenen Gruppen und Organisationen am Ort ins Gespräch zu kommen.
Etwa 60 Lehrer der verschiedenen Wertinger Schulen, Erzieherinnen von den Kindertagesstätten und Mitglieder von Elternbeiräten konnten Pfarrer Rupert Ostermayer und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Anton Stegmair begrüßen. Mit Klängen der Volksmusik umrahmten die 5 Frauen der Binswanger Saitenmusik den Begegnungsabend. In seinem Grußwort erinnerte Pfarrer Ostermayer an seine eigene Schülerzeit in Wertingen. Heute sei er als Pfarrer an den Ort seiner Jugend zurück gekehrt und sei uns selbst in der Bildungsarbeit sowohl in der Pfarrei, wie auch in der Schule tätig. Christliche Bildung, die einen ganzheitlichen Ansatz habe, sei ihm ein wichtiges Anliegen in den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft. In einer Präsentation mit Text und Fotos stellte Anton Stegmair das vielfältige Pfarreileben in Wertingen vor. Die Anwesenden konnten so erfahren, dass die Pfarreiverantwortlichen immer bemüht seien, aktuelle Themen aufzugreifen, um als Christen das Leben am Ort mit zu gestalten. Zwei kurze Impulse zum Thema Christsein und Erziehung und Bildung führten in eine Gesprächsrunde ein. Zunächst ließ Cornelius Brandelik, Konrektor an der Realschule, an seinen Erfahrungen als Schüler in Wertingen und dann als Lehrer an verschiedenen Schulen teilhaben. Sehr prägend waren für ihn die Morgengebete oder Lieder aus dem Kirchengesangsbuch und die Schulgottesdienste. Durch eine gelebte Ökumene seien heute die Gottesdienste immer von Schülern und Lehrkräften beiden Konfessionen vorbereitet und gefeiert, womit sehr gute Erfahrungen gemacht werden. Martina Baur aus Lauterbach erläuterte ihr Berufsleben als Religionslehrerin. Ihren Beruf verstehe sie seit den 27 Jahren, die sie ihn bisher ausübe, als wichtigen Beitrag einer ganzheitlichen Erziehung. Wichtig sei ihr dabei der Begriff Beziehung. "Seit letztem Jahr bin ich organisatorisch bedingt an 4 verschiedenen Schulen tätig. Da bleibt mir leider keine Zeit mehr für schulpastorale Angebote, die gerade diese Beziehungsarbeit auch über den Unterricht hinaus fördern könnten", so Martina Baur. "Meine Schüler erfuhren in den Morgengebeten oder in den Vorbereitungsgruppen für Gottesdienste unmittelbar, dass der Glaube grundlegend auf der Beziehung zu Gott und untereinander aufbaut". Das sei ihr heute kaum mehr möglich. Anton Stegmair öffnete nach diesen Impulsen das Gespräch für die Gäste des Neujahrsempfanges. Verschiedene Erfahrungen und auch Anfragen wurden geäußert, die das Verhältnis von Bildung, Erziehungsaufgaben und Kirche ansprachen. Pfarrer Ostermayer erläuterte dazu die Position der Gemeinde und der Kirche. Deutlich wurde dabei vor allem auch, dass die Kirche heute besonders gefordert sei, mit neuen Formen der Bildungsarbeit gerade auf die jungen Menschen zuzugehen, da für die ältere Generation Selbstverständliches im Glaubensleben der Kinder nicht mehr vorausgesetzt werden könne.
Bei einem Imbiss, der von den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates vorbereitet und gereicht wurde, nutzten die Anwesenden die Möglichkeit des intensiveren Austauschs in kleinen Runden.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Regionalmagazin wertinger | Erschienen am 16.02.2013
myheimat-Regionalmagazin wertinger | Erschienen am 08.01.2014
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