Anzeige

Großeinsatz im alten Wirtshaus

Großes Aufgebot an Rettungskräften bei einer Gemeinschafsübung in Rieblingen. Fast 70 Helferinnen und Helfer waren in und um die ehemalige Dorfwirtschaft im Einsatz. (Foto: Christine Heider)

Feuerwehr-Gemeinschaftsübung mit vier Stadtteilwehren in Rieblingen

„Wir sind zusammen groß, wir sind zusammen eins“ – diese Zeile aus einem aktuellen Musik-Hit trifft auch auf die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren zu. So wie die Fantastischen Vier gemeinsam mit Clueso den Zusammenhalt besingen, arbeiteten auch die vier Stadteilfeuerwehren aus Bliensbach, Gottmannshofen, Prettelshofen und Rieblingen gemeinsam mit dem First-Responder-Team fantastisch zusammen.

Bei einer groß angelegten Gemeinschaftsübung in der Ortsmitte von Rieblingen waren fast 70 Einsatzkräfte mit großem Eifer bei der Sache.

Das Datum der Übung war zwar vorab bekannt, jedoch nicht die genaue Uhrzeit. Darum erfolgte die Alarmierung per Sirene und Funkmeldeempfänger. Daraufhin eilten die Feuerwehrleute erst einmal zu ihren Gerätehäusern, um dort zu erfahren, was denn los sei: Im ehemaligen Wirtshaus Binswanger an der Bliensbacher Straße sei ein Feuer ausgebrochen, drei Personen würden vermisst.

Lagebedingt traf das Löschfahrzeug der ortsansässigen Wehr als erstes am Einsatzort ein. Vom Feuerwehrhaus zur Einsatzstelle sind es nur ein paar hundert Meter. Während die erste Wasserversorgung hergestellt wurde, rüsteten sich schon zwei Trupps mit Atemschutzgeräten aus, um in dem durch Nebelmaschinen verrauchten Gebäude mit der Personensuche und Brandbekämpfung zu beginnen. Da auch die Fenster zugehängt waren, herrschte im Gebäude praktisch Nullsicht. Die vermissten Personen (lebensgroße und schwere Übungspuppen) wurden von den Suchtrupps der Feuerwehren Gottmannshofen und Rieblingen im Erd- und Obergeschoss trotz erheblich eingeschränkter Sicht rasch gefunden und ins Freie gebracht. Auch ein spontan simulierter Unfall eines Atemschutzträgers brachte die Retter nicht aus der Ruhe. Gemeinsam mit einem weiteren Trupp wurde der „Verletzte“ mit einem Tragetuch aus dem ersten Stock heruntergetragen.

Doch nicht nur im Gebäude waren Feuerwehrleute zugange. Von außen wurden durch die Feuerwehren aus Bliensbach und Prettelshofen zwei sogenannte Riegelstellungen aufgebaut, um ein Übergreifen des Brandes auf das angrenzende Gebäude zu verhindern. Hierzu wurde neben dem Hydrantennetz auch die Wasserreserve des Rieblinger Feuerwehrhauses angezapft.

Im Anschluss fand Wertingens zweiter Bürgermeister Johann Bröll lobende Worte für die große Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute. Es freue ihn zu sehen, dass man in der Stadt Wertingen mit der Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplanes auf dem richtigen Weg sei. Die gute Zusammenarbeit der Stadtteilwehren bestätige dies eindrucksvoll. Auch Kreisbrandmeister Max Müller war von der tollen Leistung der Einsatzkräfte bei dieser Übung sehr angetan.

Artikel vom 27. Juni 2018
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.