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Generalversammlung 2018 der Feuerwehr Rieblingen

Joachim Neumeier und Christian Thoma (rechts) danken Wendelin Helmer und Karl Müller für jahrzehntelangen aktiven Feuerwehrdienst.

Satzungsänderung auf den Weg gebracht - Ein bewegtes Rieblinger Jahr im Rückblick, dabei aber die Zukunft im Blick behalten

Das Jahr 2017 hatte für die Freiwillige Feuerwehr Rieblingen sehr bewegende Momente. Das schönste Ereignis war sicherlich die Ankunft des neuen Einsatzfahrzeuges Ende Januar. Dafür traf der plötzliche Tod eines Kameraden kurz vor dem geplanten Fest zur Fahrzeugweihe im Juli alle wie einen Keulenschlag. An diese beiden Extremsituationen erinnerten sowohl Vorstand Joachim Neumeier wie auch Kommandant Christian Thoma in ihren Berichten bei der Mitgliederversammlung im Rieblinger Bürgerhaus.

Die Zahl der Einsätze im vergangenen Jahr belief sich auf zehn. Kurioserweise waren die ersten Einsätze mit dem neuen Feuerwehrfahrzeug Ende April doch tatsächlich zwei unter Schneelast auf die Staats- bzw. Kreisstraße gestürzte Bäume. Wenige Tage später wurde bei Frühlingswetter der Maibaum aufgestellt. Im weiteren Verlauf des Jahres rückten die Rieblinger Feuerwehrleute überwiegend zu Technischen Hilfeleistungen im Zusamenhang mit Verkehrsunfällen aus – wobei diese glücklicherweise allesamt nicht sehr schwer waren. Sicherheitswachen beim Bittgang der Pfarrgemeinde nach Neuschenau und beim Moped-Treffen in Prettelshofen sowie ein vollgelaufener Keller im Ort vervollständigten das breite Einsatzspektrum der freiwilligen Helfer.

Diese Helfer konnten sich über zwei Zugänge zur aktiven Mannschaft freuen, mit denen sich der Anteil der Helferinnen verdoppelt hat. Würden sich noch mehr Jugendliche für das Engagement in der Feuerwehr finden, wäre das Glück komplett. Zur Erinnerung: Ab 12 Jahren können Kinder in der Jugendgruppe mitmachen und sind herzlich willkommen.

Mit der Beteiligung an den insgesamt 33 Übungsabenden zeigte sich der erste Kommandant sehr zufrieden. Nicht zuletzt daraus resultiert der hohe Schulungsstand der Rieblinger Wehr, der auch von Wertingens zweitem Bürgermeister Johann Bröll ausdrücklich gelobt wurde. Zur guten technischen Ausrüstung der Feuerwehr, wofür sich der Kommandant bei der Stadt bedankt hatte, konnte Bröll auf die bisher konsequente Umsetzung des im Stadtrat beschlossenen Feuerwehrbedarfsplanes zurückblicken. Dies sei auch vor dem Hintergrund wichtig, die Feuerwehr für ihre bestehenden und potenzielle zukünftige Mitglieder attraktiv zu machen, so Bröll. Um die Feuerwehr, aber auch andere örtliche Vereine den kürzlich nach Rieblingen und Prettelshofen zugezogenen Neubürgern zu präsentieren, findet am 11. März ein Infonachmittag statt.

Indes fand die Ausbildung nicht nur im normalen Übungsbetrieb statt, fünf Männer und eine Frau begannen die Feuerwehr-Grundausbildung bzw. schlossen deren Basismodul mit einer Zwischenprüfung bereits ab. Auch hier zeigt sich die ständige Lern- und Veränderungsbereitschaft der Floriansjünger – und dies in der Freizeit als Dienst an der Gemeinschaft. Dass all dies auch Spaß macht, soll dabei nicht verheimlicht werden.

Auf der Versammlung wurde aber nicht nur zurückgeblickt. Auch der Blick in die Zukunft des Vereins stand auf der Tagesordnung. Um die Lücke zu füllen, die der langjährige und äußerst engagierte Vorstand Joachim Neumeier mit seinem altersbedingten Rückzug im Jahr 2020 hinterlassen wird, brachte man schon jetzt eine Änderung der Vereinssatzung auf den Weg. Darin soll eine etwas veränderte Zusammensetzung des Vereinsvorstandes festgelegt werden, um einerseits die Ämter attraktiver zu machen und die Aufgaben dafür auf mehrere Schultern verteilen zu können. Der Vorschlag wurde von der Versammlung positiv aufgenommen, so dass im nächsten Jahr über die Satzungsänderung abgestimmt werden kann, um übernächstes Jahr die Vorstandswahlen entsprechend durchführen zu können. Außerdem wurde die Idee des Feuerwehrvorstandes mit viel Zuspruch bedacht, einen öffentlich zugänglichen automatischen externen Defibrillator (AED) zu beschaffen. Angebote für den von jedermann bedienbaren „Defi“ wurden bereits eingeholt. Damit wolle man ein Gerät für die Bewohner Rieblingens bereitstellen, welches bei akuten Herzerkrankungen Leben retten könne, so Vorstand Joachim Neumeier.

Im Rahmen der Versammlung bedankten sich erster Kommandant Thoma und Vorstand Neumeier bei Karl Müller und Wendelin Helmer, die bis zur Altersgrenze von 63 Jahren dem aktiven Feuerwehrdienst treu geblieben waren.

Artikel vom März 2018
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