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Bessere Ausstattung bei überschaubaren Kosten

Die Hirschbacher Ausstattung: neu und alt nebeneinander.
 
Nicht nur Feuerwehrtechnik stand auf dem Programm.
Feuerwehr: Geschickte Planung ermöglicht verbesserten Brandschutz in Hirschbach und Rieblingen

Einen großen Schritt für die Freiwillige Feuerwehr Hirschbach nannte Zweiter Bürgermeister Johann Bröll den Umstand, dass die dortige Wehr nun mit einem eigenen Fahrzeug ausgestattet wird. Hirschbach übernimmt das bisherige Rieblinger Feuerwehrauto – dort wurde kürzlich ein neues Einsatzfahrzeug in Empfang genommen.

Zwei Stadtteilfeuerwehren bekommen ein neues Einsatzfahrzeug? Dies klingt angesichts des kürzlich vom Landratsamt verordneten Sparkurses der Stadt Wertingen paradox. Jedoch konnten durch eine gute Idee von Bürgermeister Willy Lehmeier und der Bereitschaft der betroffenen Feuerwehren ein weiterer Teil des Feuerwehrbedarfsplanes von 2012 umgesetzt werden. Die hierfür nötigen Entscheidungen wurden aufgrund der langen Vorlaufzeiten im Übrigen schon vor vielen Monaten getroffen.

Zur Fahrzeugübergabe waren nun neben Stadtrat Rudolf Vogler und der Führungsspitze der Hirschbacher Feuerwehr auch eine Abordnung der Wehr aus Rieblingen vor Ort. Die Feuerwehrkommandanten Peter Kratzer (Hirschbach) und Christian Thoma (Rieblingen) bedankten sich bei den Vertretern der Stadt Wertingen für die Unterstützung, baten aber auch darum, am Thema Feuerwehr-Ausstattung dranzubleiben. Es gebe hierbei in anderen Stadtteilen noch immer Nachholbedarf.

Der Bedarfsplan, erstellt vom unabhängigen Sachverständigen Robert Kroha (Firma Luelf & Rinke) sieht vor, dass die in den Stadtteilen noch verbreiteten Tragkraftspritzenanhänger (TSA) durch Fahrzeuge, im Idealfall mit Wassertank ausgestattet, ersetzt werden sollen. Im südlichsten Wertinger Ortsteil Rieblingen war man seit dem Jahr 2010 mit einem sogenannten Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) ausgerüstet. Bedingt durch den Umstand, dass in Rieblingen seitdem auch eine funktionierende Atemschutz-Mannschaft besteht, wurde im Rahmen des Feuerwehrbedarfsplanes empfohlen, diese Feuerwehr zügig mit einem wasserführenden Fahrzeug auszustatten. Was sollte dann aber mit dem nur wenige Jahre alten Fahrzeug der Wehr geschehen?

Bevor nun also ein neues Feuerwehrauto für Rieblingen ausgeschrieben wurde, vermittelte Bürgermeister Lehmeier sowohl sach-, als auch kostenorientiert und schlug vor, dass die Freiwillige Wehr in Hirschbach das „alte“ Fahrzeug aus Rieblingen übernehmen könne. Da lösungsorientiertes Arbeiten bei den Feuerwehren eine hohe Priorität hat, waren sich der damalige Hirschbacher Kommandant Reinhard Hillenbrand, Bürgermeister Lehmeier und Christian Thoma schnell einig, dass diese Lösung im allseitigen Interesse sei. Die Feuerwehren erhalten eine bessere Ausrüstung und die Allgemeinheit wird nicht mit übermäßigen Kosten belastet – was auch darin begründet ist, dass keine Umbaumaßnahmen an den beiden betroffenen Feuerwehrhäusern nötig waren.
Vor der Ausschreibung für das neue Feuerwehrfahrzeug musste viel recherchiert werden. Schließlich soll das Geld sinnvoll genutzt werden. Darum besichtigten die Kommandanten und Gruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Rieblingen vergleichbare Fahrzeuge in den Landkreisen Dillingen, Günzburg, Neu-Ulm und Dachau. Die in der deutschlandweit erfolgten öffentlichen Ausschreibung geforderten Ausstattungs-Merkmale konnte der renommierte Aufbau-Hersteller Rosenbauer anbieten. So ging das Fahrgestell zuerst bei MAN-Nutzfahrzeuge in München in Bau und wurde später im österreichischen Neidling zum „Mittleren Löschfahrzeug“ (MLF) aufgebaut.

Am Tag der Übergabe wurde das Hirschbacher Fahrzeug schließlich gemeinsam beladen und neben einer Brotzeit gab es auch erste Einweisungen in die neuen Gerätschaften. Bevor die neuen Fahrzeuge bei der Integrierten Leitstelle in den Alarmplan aufgenommen wurden, machten sich die Mannschaften bei zahlreichen Zusatzübungen und Unterweisungen mit ihren neuen Einsatzgeräten vertraut. Um Kosten zu sparen übernahmen die Feuerwehren zahlreiche Teile der bestehenden Ausrüstung aus den alten Fahrzeugen. Warum solle man die in gutem Zustand befindlichen Gerätschaften neu kaufen, so die einhellige Meinung.
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