Angehende Feuerwehrleute weiterhin Feuer und Flamme

Gruppenbild mit Damen, Feuerwehrautos und Bürgermeister: Willy Lehmeier (links) mit Ausbildern, Lehrgangsteilnehmern und Vertretern der Kreisbrandinspektion nach der erfolgreichen Zwischenprüfung in Hirschbach.

Feuerwehr | Durchweg erfolgreiche Zwischenprüfung bei der Truppausbildung


Mit guten Ergebnissen endete für 19 junge zukünftige Feuerwehrfrauen und Männer die Zwischenprüfung der Modularen Truppausbildung (MTA) im Oktober. Der erste Teil des Lehrganges wurde im April mit einer Einsatzübung in Hohenreichen abgeschlossen (wir berichteten). Nach den Ausbildungsabenden im Herbst, die in Hohenreichen, Rieblingen und Hirschbach abgehalten wurden, fand die Prüfung im letztgenannten Ort statt. Im Hirschbacher Feuerwehrhaus stand dabei zuerst eine umfangreiche Theorieprüfung auf dem Programm. Von 50 Fragen (aus einem Fragenkatalog von über 200 Fragen) musste mindestens die Hälfte richtig beantwortet werden. Hierbei hatten die Prüflinge keinerlei Probleme, diese Hürde zu nehmen.

Im Anschluss mussten die sieben Frauen und zwölf Männer ihre neu erworbenen Kenntnisse aus dem Lehrgang in der Praxis an vier Stationen unter Beweis stellen. Es galt, ein Digitalfunkgerät fachgerecht zu bedienen (u.a. Einhaltung der Funkdisziplin, Gruppenwechsel). Im Bereich Erste Hilfe wurde das Verhalten beim Auffinden einer bewusstlosen Person abgeprüft. Die fachgerechte Handhabung von Knoten und Stichen war eine weitere Aufgabe. Und schließlich mussten die Nachwuchsfeuerwehrleute noch einen Oberflurhydranten gemäß den Vorschriften in und außer Betrieb nehmen.

Auch im praktischen Teil gab es ausschließlich gute Ergebnisse. Was nicht überraschend war, denn allein im Herbst hatten die Lehrgangsteilnehmer an fünf Übungstagen rund 26 Stunden Unterricht absolviert dazu kam noch der Prüfungs-Samstag. Dabei darf nicht vergessen werden, dass alle Beteiligten (auch die Ausbilder) dies in ihrer Freizeit und ehrenamtlich bewältigen. Diesen Punkt hob auch Kreisbrandinspektor Uwe Neidlinger in seiner Ansprache nach der Prüfung hervor: in der Bevölkerung herrsche oftmals die Meinung, dass die Feuerwehr immer sofort verfügbar sei. Natürlich ist sie das nach Möglichkeit auch, aber dass dies zum größten Teil von Freiwilligen geleistet wird, werde leider oft übersehen. Umso mehr freue er sich über die Teilnehmerzahl und die guten Ergebnisse und er hoffe, dass auch alle der Feuerwehr treu bleiben.

Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich bei der Zwischenprüfung vorbeizukommen. Auch er drückte seine Freude aus, dass sich weiterhin junge Leute in ihrer Freizeit für die Feuerwehr engagierten – Profi-Helfer würden immer gebraucht und den Bürgerinnen und Bürgern gebe es ein Gefühl der Sicherheit. Angesichts der guten Frauenquote des Kurses könne er sich vorstellen bzw. wünsche er sich, dass es zukünftig auch die eine oder andere Gruppenführerin oder gar Kommandantin bei einer der Ortsfeuerwehren gebe.

Schließlich gab es auch noch ein Lob von Seiten der Ausbilder, die sich über einen gut verlaufenen Lehrgang und die gute Arbeitsatmosphäre dabei freuten. Der weitere Verlauf der MTA findet nun wieder in den Feuerwehren selbst statt. Die Feuerwehranwärter der Wehren Hirschbach, Hohenreichen, Rieblingen und Frauenstetten müssen bis zur Abschlussprüfung 2019 an mindestens 24 definierten Übungen teilnehmen. Das Engagement ist also weiterhin gefordert!

Artikel vom 22. Oktober 2017
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