Anzeige

Kreisdelegiertenversammlung - Abwärtstrend im Jugendbereich soll durch Patenschaften gestoppt werden

Carsten Mauritz (links) überbrachte Peter Nolte die Grüße des Rates und der Verwaltung der Stadt Ronnenberg.
 
Hans-Theo Rappmund wurde in den Ehrenrat berufen.
Vertreter aus den 17 stimmberechtigten Vereinen des 1637 Mitglieder zählenden Kreisschützenverbandes (KSV) Deister-Leine trafen sich jetzt zu ihrer 58. Delegiertenversammlung im Ronnenberger Gemeinschaftshaus. Anlässlich dieser Veranstaltung konnte der stellvertretende Kreisvorsitzende Peter Nolte neben den zahlreichen Schützenschwestern und Schützenbrüdern auch den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Ronnenberg, Carsten Mauritz, sowie den Vorsitzenden des Regionssportbundes, Joachim Brandt, begrüßen. Darüber hinaus waren die Vorsitzenden beziehungsweise Vertreter benachbarter Kreisverbände und einige Ehrenmitglieder der Einladung des KSV gefolgt.

In seinem launigen Grußwort unternahm Carsten Mauritz dann einen kleinen Ausflug in die Geschichte und schlug einen Bogen von den wehrhaften Schützen des Mittelalters, die ihre Heimatverbundenheit und das Brauchtum verteidigten, bis in die Gegenwart und lobte den verantwortungsvollen Umgang der Schützen mit ihren Sportgeräten. „Die Schützen hatten und haben es nicht leicht. Sie werden schnell ins falsche Licht gerückt, und ihre eigentlichen Ziele geraten ins Hintertreffen“, so Mauritz abschließend.

In seinem Jahresrückblick dankte Nolte unter anderem seinen Vorstandskollegen, die überwiegend erst seit relativ kurzer Zeit im Amt sind, für deren Einsatz. „Hinter uns liegt ein erfolgreiches Jahr, in dem viele Aufgaben auf viele Schultern verteilt und abgearbeitet worden sind“, so der stellvertretende Vorsitzende. Positiv bewertete er die sportlichen Aktivitäten innerhalb des KSV. „Die Beteiligung an den Meisterschaften war gut, aber sie könnte noch besser werden“, betonte Nolte. Grund zur Sorge würden hingegen verschiedene seitens des KSV angebotene Wettbewerbe bereiten, bei denen die Beteiligung weit hinter den Erwartungen zurückgelegen habe.

Anschließend erinnerte der stellvertretende Vorsitzende vor mehr als 100 Delegierten und Gästen noch einmal an den Info-Tag „Von Schützen für Schützen“, bei dem der KSV erstmals seine Türen für alle interessierten Schützen oder solche, die es vielleicht werden möchten, geöffnet hatte. Zu guter Letzt wies er nachdrücklich darauf hin, dass sowohl bei den Schießwettbewerben als auch bei jedem Trainingsschießen eine fachlich qualifizierte Standaufsicht zwingend erforderlich sei, und die gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich der Aufbewahrung von Waffen unbedingt beachtet werden müssten.

Unter dem Tagesordnungspunkt Wahlen wurden dann folgende Ämter neu besetzt: Harry Heinrich (Schießsportleiter für drei Jahre; war zuvor kommissarisch im Amt) und Rainer Steingrube (Brauchtumspfleger, ebenfalls für drei Jahre). Außerdem wählten die Delegierten Hans-Theo Rappmund für den verstorbenen Dieter Bonacker in den Ehrenrat. Auch ein Kassenprüfer konnte mit Heinz-Werner Hinrichs ohne Probleme gefunden werden. Er löst Dirk Schnelle ab, der aus beruflichen Gründen nicht wieder antrat. Das Amt des stellvertretenden Schatzmeisters/Schriftführers konnte nicht besetzt werden.

Die weiteren Tagesordnungspunkte wie die Genehmigung des Haushaltsvoranschlages sowie die Festsetzung des Beitrages für 2012 und die Vergabe der Delegiertenversammlung 2012 (Barsinghausen 01 in Ronnenberg) konnten zügig und problemlos abgewickelt werden. Außerdem gab der stellvertretende Kreisvorsitzende noch bekannt, dass in diesem Jahr kein Kreisschützenfest stattfinden wird. Stattdessen soll es eine würdige Ersatzveranstaltung in Barsinghausen geben, bei der die Kreismajestäten proklamiert werden. Im nächsten Jahr wird das Kreisschützenfest dann in Nordgoltern gefeiert.

Am Ende der Versammlung, nämlich unter dem Punkt „Verschiedenes“, wurde es dann noch einmal interessant. Heinz-Werner Hinrichs von der Schützengesellschaft Bredenbeck machte den Vorschlag, Patenschaften für jugendliche Schützen zu übernehmen. „Vielleicht können wir auf diese Weise den Abwärtstrend bei den Jugendlichen stoppen“, sagte Hinrichs und erhielt große Zustimmung seitens der Delegierten. Dem Vorschlag ließ er dann auch gleich Taten folgen und übernahm die Patenschaften für zwei Jugendliche des Schützenclubs „Horrido“ Hohenbostel. Zwei Jahre lang wird er ihren Mitgliedsbeitrag bezahlen und ihnen darüber hinaus mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der stellvertretende Vorsitzende des KSV, Peter Nolte, sowie der neu gewählte Brauchtumspfleger Rainer Steingrube folgten seinem Beispiel. Beide erklärten spontan, jeweils einen Nachwuchsschützen im gleichen Umfang unterstützen zu wollen.
0
1 Kommentar
359
Jürgen Fitz aus Ronnenberg | 19.03.2011 | 20:22  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.