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Verein Vorbei auf Zeitreise nach Xanten

Der "Hafen-Tempel" in der Nähe der Mole
Mitglieder des bredenbecker Denkmalschutz-Vereins „Vorbei“ reisten am Wochenende ins nordrhein-westfälische Xanten. Das Ziel war der Archäologische Park Xanten (www.apx.de).

Der nördliche Einflussbereich des römischen Reiches wurde im Jahr 12 v. Chr. von den Legionen bis zum heutigen Xanten ausgedehnt. Im ersten Jahrhundert nach Christus wuchs der Standort zu einem der größten Stützpunkte des römischen Imperiums heran. Die Blütezeit begann mit der Verleihung der Stadtrechte, zu Beginn des zweiten Jahrhunderts. Unter dem Namen Colonia Ulpia Traiana zählte der Ort zu den 150 einflussreichsten Städten des römischen Reiches. Die Region wurde mehr als 300 Jahre durch die römische Kultur geprägt, bis der Zusammenbruch des Weltreiches zur Aufgabe der Stadt im vierten Jahrhundert führte.

Auf dem Gelände der ehemaligen römischen Siedlung werden seit Jahren Ausgrabungen durchgeführt und Bauwerke rekonstruiert. Zu den imposantesten Bauten zählen die Arena und der sogenannte „Hafen-Tempel“, der zwar nur teilweise aufgebaut wurde, aber allein durch seine Größe beeindruckt.

Besucher werden ausführlich über die Expansion des römischen Weltreiches und das Leben der damaligen Stadtbewohner informiert.

Das fortschrittliche Bauwesen aus dieser Zeit verblüfft noch heute: Die Toiletten hatten Wasserspülung und es gab öffentliche Bäder, zu deren Versorgung kilometerlange Wasser und Abwasserkanäle angelegt wurden. Auch in den größeren Häusern herrschte ein angenehmes Klima durch beheizte Fußböden und Wände.

Für den Bau des xantener Doms (Baubeginn im Jahr 1263) wurden noch Steine verwendet, die einst die Römer für den Bau der Colonia Ulpia Traiana importiert hatten.
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Andreas G. aus Wennigsen | 08.10.2008 | 10:07  
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