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Tag des offenen Denkmals im Kloster Wennigsen

Wann? 09.09.2012 12:00 Uhr

Wo? Kloster, Klosteramthof 3, 30974 Wennigsen (Deister) DEauf Karte anzeigen
Wennigsen (Deister): Kloster | Am Sonntag, dem 09. September 2012, stehen die Pforten des Klosters Wennigsen für alle Kulturinteressierten von sakraler Kunst, kirchlicher Baugeschichte und Turmsanierung zum Thema Holz offen. Am Tag des offenen Denkmals gibt es Gelegenheit, alles von innen kennenzulernen. Es erwarten Sie Führungen durch Kirche und Kloster sowie stündlichen Turmführungen.

Kloster Wennigsen damals und heute

Das Kloster Wennigsen wurde etwa um 1220 gegründet. Bis zur Reformation galt das Kloster als Marien-Wallfahrtsort und wurde von Augustiner-Chorfrauen belebt. Seit 1542 ist es ein evangelisches Damenstift und gehört zu den fünf Calenberger Klöstern. Heute ist im Kloster ein „Haus für Stille und Begegnung“ mit evangelischem Profil. Als Gast ist jeder herzlich willkommen, um in den historischen Räumen zur Ruhe zu kommen, Meditationskurse und Seminare zu besuchen.

Kloster- und Kirchenführungen

Die Kirchenführerin Frau Kanz führt durch Kloster und Kirche sowie durch ihre Geschichte. Die Klosterkirche in der heutigen Gestalt ist das Ergebnis zahlreicher Umbauten und Erweiterungen der letzten 800 Jahre, ein Konglomerat verschiedener Stilelemente: romanische Tor- und Fensterbögen, sowie gotische Spitzbögen und Gewölbe. Es gibt mehrere Plastiken aus dem Mittelalter zu besichtigen, darunter auch eine thronende Gottesmutter aus dem 12. Jahrhundert mit einem kostbaren Seidenbrokatmantel aus dem 16. Jahrhundert, ein seltenes Tympanon aus dem 9. Jahrhundert und vieles mehr.

Die Führung dauert ca. 40 Minuten. Sie findet in der Zeit zwischen 12 h und 18 h 2-3 mal statt.

Kirchturmsanierung

Risse in der Fassade waren der Anlass zu verschiedene Untersuchungen - u. a. mittels eines neuartigen Radarmessverfahrens -, die diverse Baumängel aufdeckten: Das zweischalige Mauerwerk wies große Hohlflächen auf, der Glockenstuhl übertrug seine starken Schwingungen auf das Mauerwerk und von der Turmspitze war nicht nur die Schieferdeckung schadhaft, sondern auch die tragende Holzkonstruktion. Während die Sanierung der Turmspitze eher unter der Rubrik „Routine“ einzuordnen war, entfachte die Fixierung des Glockenstuhles durchaus kontroverse Diskussionen. Besonders aufwändig war das Verfüllen der Hohlräume sowie der Einbettungen von Zugstangen und Nadelankern im Mauerwerk mit speziell eingestelltem, sulfatbeständigem Mörtel, der im Labor entwickelt wurde. Die Mauerwerksschalen wurden durch sogenannte Nadelanker aus Edelstahl verbunden. Zwei besonders gefährdete Ebenen des Turmschaftes ober- und unterhalb des Glockenstuhles wurden ringförmig vor den Innenseiten der Außenmauern mittels Zugstangen mit plattenförmigen Ankern auf den Fassaden gesichert. Darüber hinaus wurde das äußere Quadermauerwerk gereinigt, neu verfugt und so dem gepflegten Bild der vor einigen Jahren gereinigten Fassade des südlichen Seitenschiffes angeglichen.

Turmführungen

In der Zeit von 12 h bis 18 h kann der Turm stündlich (jeweils zur vollen Stunde) besichtigt werden.

Treffpunkt für die Führungen ist am Kirchturm.
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