DRK-Therapiezentrum Mardorf - Ortsverein Lemmie spendet 800 Euro

Spendenübergabe: Monika Badstieber, Margit Blondke sowie Marion Hochfeld und Helga Szot (von links) vor einer so genannten Trockendusche.
Der Ortsverein Lemmie des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist sehr aktiv. Ein Teil des Erlöses aus verschiedenen Veranstaltungen des letzten Jahres kam jetzt dem DRK-Therapiezentrum Mardorf zugute. Sozialpädagogin Margit Blondke, die die Einrichtung seit zwölf Jahren leitet, freute sich über 800 Euro, die ihr von der DRK-Ortsvereinsvorsitzenden Monika Badstieber persönlich überreicht wurden.

Das DRK-Therapiezentrum Mardorf ist ein kleines überschaubares Haus mit 50 Plätzen und familiärer Atmosphäre. Es ist spezialisiert auf die Behandlung von Rückenbeschwerden sowie auf körperliche, geistige und mehrfache Behinderung. Seit dem Jahr 2000 ist das Therapiezentrum Mitglied im Forschungsverbund Familiengesundheit (ehemals Forschungsverbund Prävention und Rehabilitation für Mütter und Kinder) der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Das ebene Gelände, rollstuhlgerechte Räumlichkeiten und freundliche Zimmer bieten große Flexibilität. Ein behindertes Kind zu haben, betrifft natürlich nicht nur die Mütter, vielmehr sind auch viele Väter intensiv in die Betreuung und Pflege ihres behinderten Kindes eingebunden. „Durchschnittlich haben wir 20 Erwachsene und 30 Kinder zu Gast, wobei die Väter mit fünf bis 13 Prozent ‚zu Buche schlagen‘ und vornehmlich in ‚Familienkonstellation‘ dabei sind“, so Margit Blondke.

„An erster Stelle stehen bei uns die Mütter oder Väter, die körperlich und seelisch gestärkt werden sollen, um ihrer erzieherischen Arbeit wieder nachgehen zu können“, betonte die erfahrene Sozialpädagogin. Das meiste Geld fließe allerdings in die Betreuung der behinderten Kinder, fügte sie ergänzend hinzu. Zu den Behandlungsschwerpunkten zählen hier Krankheiten des Nervensystems, Lähmungen, Muskelkrankheiten, Fehlbildungen, Deformitäten, Chromosomenanomalien sowie Intelligenzminderung und Entwicklungsstörungen. Bei Kindern ohne Behinderung werden Haltungsschwächen therapiert, während sich die Mütter und Väter wegen Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens sowie Erschöpfungszuständen oder auch psychosomatischer Beschwerden behandeln lassen können. Die Betreuung der Kinder erfolgt in drei Gruppen mit durchschnittlich zehn Mädchen und Jungen, die von drei Betreuern pflegerisch umsorgt werden. Alle Termine finden im Hause statt.

Das Team der qualifizierten Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen: Facharzt für Allgemein- und Sportmedizin, Chiropraktik und Naturheilverfahren, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Krankenschwestern und Pflegekräfte (Medizinischer Bereich), Medizinischer Bademeister und Masseur, Physiotherapeutinnen, Badehilfen (Physiotherapeutischer Bereich), Sozialpädagogin, Psychologische Psychotherapeutin, Heilerziehungspflegerinnen, Erzieherinnen (Sozialtherapie und psychologischer Dienst), Hauswirtschaftsleiterin, Gesundheitsberaterin, Wirtschafterinnen, Küchen- und Reinigungshilfen sowie Hausmeister (Hauswirtschaft). Insgesamt kümmern sich 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um das Wohl ihrer Patienten beziehungsweise Gäste. Diese kommen übrigens nicht nur aus Niedersachsen sondern auch aus zahlreichen anderen Bundesländern. „Vielen unserer Gäste hat es hier so gut gefallen, dass sie als so genannte ‚Wiederholer‘ mehrmals bei uns waren“, betonte Margit Blondke nicht ohne Stolz.

Nach einem Rundgang durch die Einrichtung verabschiedeten sich Monika Badstieber (Vorsitzende), Helga Szot (stellv. Vorsitzende) sowie Manfred und Marion Hochfeld (Internet/Pressearbeit) von der Leiterin des DRK-Therapiezentrums Mardorf und waren sich einig darüber, die Spende in die richtigen Hände gegeben zu haben.
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