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Ausflug zum Stoffmuseum (09.02.2018)

Wennigsen (Deister): Kneipp-Treffpunkt | 18 Teilnehmer des Kneippverein Wennigsen/Gehrden e.V. unternahmen am 09. Februar unter der Leitung von Brigitte Ziegler einen Ausflug, um das Museum für Textile Kunst in Hannover zu besuchen. Auf dem Weg dorthin durften die Kneippianer noch einen ausgedehnten Spaziergang durch den Lönspark bei strahlendem Sonnenschein genießen. Namensgeber ist der mit Hannover eng verbundene Heidedichter Hermann Löns.

In vergangenen Jahrhunderten war der Park lediglich ein feuchtes Niedermoorgebiet ohne Nutzung. Doch ab dem 17. Jahrhundert wurde hier Ton abgebaut, so dass aus der Grube später der Annateich entstand. Die Anlage der 86ha großen Parkfläche im Stadtteil Kleefeld geschah in den dreißiger Jahren und blieb bis heute in seiner ursprünglichen Form weitestgehend erhalten. 48 Vogel- sowie 18 Fledermausarten haben hier ihre Heimat gefunden. Allerdings gestaltet sich die Zunahme der Graugänse zum Problem, da sie zunehmend die Wasservögel verdrängen. Mitten in der Großstadt Hannover stellt der Lönspark zudem eine grüne Verbindung mit der Eilenriede und dem Tiergarten her.

Nach diesem Bewegungsprogramm erreichte die Gruppe das Museum, das auf einer 400 qm Ausstellungsfläche mit vier Meter hohen Wänden eine einzigartige Stoffsammlung von traditionellen und phantasievollen Handarbeiten aus aller Welt präsentiert. Traumhafte Raumteiler wurden hier anhand von Collagen hochwertiger Couture- Stoffe verarbeitet. Während der Führung gab es sogar einen golddurchzogenen Hochzeitsari aus Indien zu bestaunen; ebenso aufwändige Abendkleider aus den Modemetropolen von New York oder Paris aus den 20iger Jahren, aber auch Haute Couture der 50er Jahre aus Hannover. Handgestickte Seiden aus China, Longis aus Burma der 20er Jahre und reinseidene, golddurchzogene Ikats aus Thailand und vieles mehr beeindruckte die Kneippfreunde.

Im Anschluss an die eindrucksvolle Besichtigung gab es für die Ausflügler noch die Gelegenheit, im Wintergarten des Museums bei Kaffee und Kuchen zu entspannen, bevor es mit Öffis wieder heimwärts ging. (Fotos von Beate Schwabe)
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