Anzeige

Auf der Spur des Winters - Wanderung zum Steinkrug

Wennigsen (Deister): Deister | Bei leicht frostigem Wetter machten sich Wanderfreunde der Wochenend-Wandergruppe des Kneipp-Vereins Barsinghausen auf den Weg zum Steinkrug bei Bredenbeck. Pünktlich zum Startbeginn 9.00 Uhr ab Bahnhof Egestorf hatten sich über dreißig Teilnehmer eingefunden.

Zunächst ging es durch die Wennigser Mark Richtung Waldkater. Da die Wege noch leicht gefroren und gut begehbar waren, entschied man sich, den Waldweg Richtung Argestorf zu nehmen.

Dabei erweckten wunderschöne Eis-Kreationen an Hecken und den querenden Bachläufen die Aufmerksamkeit der Wanderfreunde.

Bald war der Waldrand in Höhe Argestorf erreicht. Die mit etwas Schnee bedeckte Feldflur war von einem nebeligen Dunst überzogen und bot ein fast mystisch wirkendes Bild.

Nun ging es am Waldrand entlang Richtung Bredenbeck, wobei eine plötzlich auftauchende schlechte Wegstrecke überwunden werden mußte. Die zahlreichen Niederschläge der letzten Zeit hatten dazu geführt, daß Wassermassen den Weg überfluteten und zu Eis gefroren waren. Ferner war der Weg von ausufernden Buchen überwachsen. Zum Glück gelang es allen Teilnehmern, dieses Teilstück unfallfrei zu passieren.

Ein besonderes Merkmal, der dreikantige Stein, war bald erreicht. Laut geschichtlicher Überlieferung handelt es sich hierbei seit 1822 um einen wichtigen Eckpunkt zwischen der Kniggeschen Forst und dem Bredenbecker Bauernland. Dabei geht es um Weiderechte. Seinerzeit ließen die Bredenbecker Bauern ihr Vieh auch im Wald der Kniggeschen Forst weiden, da sie nicht genügend Land zur Verfügung hatten. Um die dadurch entstandenen Schäden zu vermeiden, wurde vereinbart, daß die Bauernschaft künftig auf die Waldhude (-weide) verzichtet und im Gegenzug dafür 135 Morgen Land zur alleinigen Bewirtschaftung erhält.

Entlang dem Ruheforst Deister war die Gaststätte Steinkrug bald erreicht.
Trotz der unerwartet hohen Teilnehmerzahl fanden alle Wanderfreunde einen Platz und konnten sich bei einer guten Mahlzeit stärken. Man hatte keine Mühen gescheut, alle Teilnehmer trotz gleichzeitig stattfindender Gesellschaften zufriedenzustellen.

Nach einem abschließenden Kaffee/Cappuccino bzw. Espresso brachen die Wanderfreunde auf, um mit dem Bus die Heimreise anzutreten.

Von Wanderführer Heinrich Möbius
1
1
1
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.