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Späteinsteigerin auf dem Meisterweg

Christine Höcklin besteht Prüfung zum ersten Braungurt (Foto: Archiv WBC e.V.)
Wedemark: WBC e.V. |

Prüfung zum 3. Kyu bestanden

Als Christine Höcklin (43) vor acht Jahren im WBC e.V. mit dem Karate-Do anfing, gehörte sie zu den Späteinsteigern. Bis zum 3. Kyu, dem ersten Braungurt, ist sie den Karate-Weg nun engagiert gegangen. „Zuerst hatte ich ein wenig Angst um meine Hände, da ich passionierte Geigenspielerin bin“, so Höcklin. Aber diese Angst zerstreute sich mit dem Training. Sicher gab es mal den einen oder anderen Muskelkater, aber das Positive am Karate überwog. Nicht umsonst ist sie acht Jahre zwei bis drei Mal die Woche am Abend zum Training gefahren, oft sogar mit dem Rad. Auch viele Lehrgänge beim Bundestrainer Eftimios Karamitsos hat sie besucht. Besonders fasziniert sie am Karate das beharrliche Arbeiten an der eigenen Technik. Es gibt immer wieder neue Kleinigkeiten am eigenen Bewegungsbild zu entdecken und zu verändern. So entwickelt der Trainierende mit der Zeit eine ausgefeiltere, reifere Technik. Für die im ersten Beruf gelernte Physiotherapeutin ein spannendes Feld. Unterstützt wurde sie dabei von den Trainern im WBC. „Doch umsetzen muss man die vielen Anweisungen dann schon selber“, sagt sie. Gerade im Erwachsenenbereich ist es häufig schwierig, ältere Neueinsteiger auf Dauer zu begeistern. Das Üben erfordert schon eine gewisse Hingabe. Aber man bekommt auch viel dafür: Die körperliche Fitness, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit steigen merklich. Neuere wissenschaftliche Studien der Universität Regensburg haben die Vorteile für ältere Übende herausgestellt. Karate kann bis ins hohe Alter begonnen werden, positive Effekte auf verschiedenen Ebenen lassen sich nachweisen. Häufig entwickelt sich durch das andere Körpergefühl auch das Selbstbewusstsein nochmal mit. Dies ist zwar besonders bei Kindern und Jugendlichen ein wichtiger Aspekt, aber auch Erwachsene profitieren davon. Nicht zuletzt gibt es Sicherheit für Notwehrsituationen, die eine oder andere Technik auch anwenden zu können. Dies Auszustrahlen ist dabei schon die halbe Miete, denn Täter suchen bekanntlich Opfer und keine Person, die Stärke ausstrahlt.
Vom Schwarzgurt, dem Meistergrad, trennen sie nun noch drei Prüfungen und rein formal anderthalb Jahre Training. Es liegt also noch ein bisschen Weg vor ihr, doch genau das ist ja das Spannende am Karate-Do: Der Weg ist das Ziel und den wird Christine Höcklin sicher meistern.
Interessierte Spät- oder Wiedereinsteigende sind beim Mittwochabend-Training im WBC e.V. herzlich willkommen. Infos gibt es in der Geschäftsstelle unter 05130/ 76 66 oder unter www.karate-wedemark.de.
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