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Senioren-Union Wedemark erfolgreicher Vortrag

Herr Lothar Hentschke trägt vor
Vortrag bei der Senioren Union Wedemark
„Die Dominikanische Republik abseits touristischer Wege“

Ein vollbesetzter Vortragssaal erfreute den Referenten, Herrn Lothar Hentschke ganz besonders. Mit Dias, zum Teil noch von Exkursionen während seiner Berufstätigkeit in der Dominikanischen Republik, entführte er das Publikum in das dortige Gebirge „Cordillera Central“, das über 3000 Meter hoch ist und mit seltenen Gesteinsforma-tionen, sowie Urwald, Wasserfällen, reißenden Flüssen und seltenen Orchideen eine Vielfalt darstellt, die kaum jemand in diesem Land vermutete. Gut 30 % der Landes-fläche sind Naturschutzgebiete und eigentlich für Besucher nicht zugänglich.
Die Bevölkerung stammt von ehemals europäischen Einwanderern etwa aus dem 17. und 18. Jahrhundert ab und sind vor allem spanischer Herkunft oder Nachkommen der afrikanischen Sklaven. Die Landessprache ist spanisch, zum Teil auch vermischt mit anglo-amerikanischen Ausdrücken. Die meisten Dominikaner sind römisch-katholisch zu etwa 75 Prozent, 4 Prozent sind Protestanten, der Rest setzt sich aus kleineren christlichen Kirchen zusammen bzw. ist ohne Religionszugehörigkeit.
Soziale Gegensätze sind eklatant. Es gibt, bedingt zum großen Teil durch Korruption, viele sehr reiche Menschen. Aber natürlich sehr, sehr viele Menschen, die nicht das Nötigste zum Leben haben. Es gibt dort keine Krankenversorgung wie in Deutsch-land, keine Altersversorgung oder sonstige soziale Leistungen. Haben die Familien kein Geld, können Kranke und Alte eben nicht versorgt werden, sie werden vollkommen sich selbst überlassen und vegetieren dann in Wellblechhütten fernab der nächsten Ortschaft, ohne Trinkwasserversorgung oder Kanalisation.
Neben der Unterstützung der eigenen Familie engagiert sich Familie Hentschke mit bescheidenen Mitteln, um diese armen Menschen wenigstens zu Weihnachten mit den allernötigsten Lebensmitteln zu versorgen.
Der Vortrag, sehr interessant, die Schönheiten des Landes zu sehen, aber nach-denklich stimmend ob der großen Armut, die dort auch herrscht.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Nordhannoversche Zeitung | Erschienen am 04.11.2011
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