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Georg Heinrich Busse – ein Bennemühlener Weltbürger

Caroline Herschel, radiert von Georg Heinrich Busse, 1847 (Foto: wikimedia, gemeinfrei (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Caroline_Herschel_2.jpg?uselang=de=))
Wedemark: Heimatmuseum |

Vor 150 Jahren, am 26. Februar 1868, verstarb der Landschaftsmaler und Kupferstecher Georg Heinrich Busse in Hannover im Alter von 58 Jahren. 

Geboren wurde Busse am 17. Juli 1810 in Bennemühlen, als jüngster Sohn des Amtszimmermeisters Johann Heinrich Christian Busse und der Anna Dorothea, geborene Bornhöfer. Busses Zeichentalent wurde vom Bissendorfer Pastor Meyer entdeckt, der ihn förderte und dem Maler Burchard Giesewell in Hannover vorstellte. Ab 1829 studierte Busse mit Hilfe eines welfischen Stipendiums in Dresden bei Prof. Stölzel. Von 1835 bis 1844 lebte Georg Busse in Rom, wo er viele Förderer fand. Besonders August Kestner hat sich seiner angenommen: „Busse […] macht sich so trefflich, gewinnt Ruhm und persönliches Ansehen für seine höchstwürdige Person und hat einen noch zarteren Charakter …“, so schrieb es Kestner 1839 in einem Brief. 1844 kehrte Busse über Griechenland nach Hannover zurück, wurde dort Hof- und Bibliothekskupferstecher an der Königlichen Bibliothek und gründete 1859 seine Familie in Hannover.

Um auf diesen Wedemärker Künstler aufmerksam zu machen, hat der Verein zur Förderung des Richard-Brandt-Heimatmuseums Wedemark e. V. 2017 als erstes Projekt ein Gemälde Busses erworben und dem Museum geschenkt.
Auch 2018 soll diesem Künstler Raum gegeben werden, bspw. soll die Busse-Ecke im Museum umgestaltet und um einen digitalen Bilderrahmen ergänzt werden, so dass noch mehr Exponate Busses gezeigt werden können. Parallel zum Gemäldekauf im letzten Jahr hat das Museumsteam zu Busse recherchiert und viele verstreute Informationen gesammelt. Daraus entstand eine umfangreiche Darstellung der Werke von Georg Heinrich Busse. Bisher konnten über 120 Aquarelle, Ölgemälde, Radierungen, Bleistift- und Kohlezeichnungen zusammengetragen werden. Auch die Familiengeschichte Busses wurde aufgeschrieben.

Der Verein zur Förderung des Richard-Brandt-Heimatmuseums Wedemark e.V. plant aus den gesammelten Informationen ein Werkverzeichnis zu erstellen und als Buch zu veröffentlichen. Wenn Sie auch etwas über Georg Heinrich Busse und seine Familie berichten können, sprechen Sie uns gerne an. Gerne können Sie sich auch bei Dr. Petra Mensing unter der Telefonnummer 0152/56106730 oder mensingp(at)web.de melden.

Das Richard-Brandt-Heimatmuseum Wedemark ist jeden Sonntag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Sie finden das Museum im Ortsteil Bissendorf in der Gottfried-August-Bürger-Straße 3. Die Mitglieder des Museumsteams freuen sich auf Ihren Besuch!
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2 Kommentare
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Katja W. aus Langenhagen | 29.01.2018 | 21:38  
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Petra Mensing aus Wedemark | 04.02.2018 | 13:14  
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