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Auszeichnung für die Hauptschule Wathlingen: „ Eine der besten Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“

Die Ausbildungspaten der Hauptschule Wathlingen unter der Leitung des Ingenieurs Jürgen Köhler (3. von links) wollen den Patenschülern durch ihre Unterstützung zu Lehrstellen verhelfen.
Wathlingen: Oberschule |

Eine hochkarätig besetzte Jury von Fachleuten aus Schule und Wirtschaft hat die Hauptschule Wathlingen zu einer Art „Oskar“- Verleihung nominiert, bei der die beste Schule Niedersachsens, die zur Ausbildungsreife führt, gekürt werden soll. Mit dabei sind neun weitere Schulen Niedersachsens. Der neue Kultusminister Bernd Althusmann wird die Ehrung vornehmen.

Seit einigen Jahren fordert die Wirtschaft immer eindringlicher von den Schulen, die Jugendlichen besser auf die Anforderungen des Berufslebens vorzubereiten. Die Lehrstellenbewerber seien nicht reif für die Ausbildung, der Begriff Ausbildungsreife prägte die Diskussion. Die Bundesagentur für Arbeit, der Arbeitgeberverband und die Deutsche - Bank – Stiftung taten sich mit der gemeinnützigen Hertiestiftung zusammen und schrieben deshalb für alle Schulen den hoch dotierten Wettbewerb „Starke Schule – Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“ aus.

Nach Durchsicht der anspruchsvollen Anforderungen des Wettbewerbes stellten die Lehrkräfte der Hauptschule Wathlingen fest, dass ihre Schule dem Anforderungsprofil in besonderer Weise entspricht. Die Darstellung vielfältigen Maßnahmen zur Berufsorientierung erweckten Hoffnung, bei der Preisverleihung vorn dabei zu sein.

In wohl kaum einer anderen Schule als der Hauptschule Wathlingen haben in den letzten drei Jahren alle Schülerinnen und Schüler der 8. bzw. 9. Klasse an einer einwöchigen „aktiven Berufswahlvorbereitung“ teilgenommen. In dem so genannten Assessment Center filtern 2 externe Fachleute berufliche Interessen und Fähigkeiten der Jugendlichen heraus. Sie erläuterten nach einer programmunterstützten Analyse jedem einzelnen Teilnehmer nebst Eltern, welche Berufe realistischer Weise angestrebt werden sollten. Alle Achtklässler haben zudem seit 2007 ein einwöchiges Berufsschulpraktikum an einer Celler Berufsschule absolviert.

Weitere Maßnahmen zur Berufsfindung wie zwei mehrwöchige Betriebspraktika und freiwillige Ferienpraktika sind auch in vielen anderen weiterführenden Schulen inzwischen Standard.

Warum genau die Hauptschule Wathlingen zu den Preisträgern zählt, ist bisher nicht bekannt. In dem Einladungsschreiben zur Preisverleihung jedenfalls heißt es: „Ihre Schule hat die Länderjury überzeugt. Und so freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihre Schule zu den besten Schulen gehört!“
Neben der Ehrung winken für die Preisträger Fördermittel für berufsorientierende Projekte. Für Schulleiter Fritz Sudmeier – stetig auf der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten - war das ein wichtiger Grund, an dem Wettbewerb teilzunehmen. „Schade, dass unsere neu eingerichtete Ausbildungsbrücke erst nach Bewerbungsschluss eröffnet wurde. Die Ausbildungspaten um Organisator Jürgen Köhler wollen und werden ausgesuchte Schülerinnen und Schüler durch ihre Unterstützung in Lehrstellen bringen!“
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