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Die "Glasarche" hat vor der "Arche Nebra" geankert !

Die gläserne Arche, die bis Ende Februar 2017 am Hotel und Restaurant „Waldschlösschen Wangen“ vor Anker liegt !
 
Die gläserne Arche, die bis Ende Februar 2017 am Hotel und Restaurant „Waldschlösschen Wangen“ vor Anker liegt !
Wangen: Manni57 | Die gläserne Arche, die bis Ende Februar am Hotel und Restaurant „Waldschlösschen Wangen“ vor Anker geht, gibt den direkten Blick auf die Arche Nebra frei und stimmt Gäste auf den Besuch der Dauerausstellung und des Planetariums ein. Wer einmal vor Ort ist, sollte die Gelegenheit nutzen und sowohl die vielfältige Natur des Ziegelrodaer Forst erkunden als auch weiteren Stationen der „Himmelswege“ – dem Sonnenobservatorium Goseck und der Dolmengöttin in Langeneichstädt – einen Besuch abstatten.

2017 jährt sich die Eröffnung der Arche Nebra bereits zum zehnten Mal. Anlässlich des Jubiläums zeigt das Besucherzentrum die Sonderschau „Aus der Tiefe geboren – Die Himmelsscheibe von Nebra“ – eine spannende Geschichte rund um bronzezeitlichen Bergbau, Kupferhandel und die „Fürsten der Bronzezeit“ (7.4.–5.11.2017). Zahlreiche Veranstaltungen ergänzen die Schau.

Die Idee !


In der bayerischen Gemeinde Haidmühle, der ersten Modellregion am Grünen Band Europa, wurde im Jahr 2006 die Idee geboren, eine gläserne Arche auf mehrjährige Expedition durch die Landschaft Sachsen-Anhalts zu schicken. Inspiriert von der Arche der Glaskünstler Ronald Fischer und Hubert Stern, die drei Jahre lang durch das Wäldermeer der bayerisch-böhmischen Grenzregion reiste, reifte beim 2. Vorsitzenden des Landschaftspflegevereins Mittleres Elstertal, Rainer Helms, der Entschluss, ein ähnliches Projekt für Mitteldeutschland zu initiieren.

Glasarche 3 – Ein Boot aus Glas erwacht zum Leben !

Getragen von der Idee, dass Kunst und Natur sich wunderbar verbinden lassen und begeistert von der intermedialen Reise der ersten Glasarche durch die Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava plante der Landschaftspflegeverein rund 10 Jahre lang eine Route entlang besonders schützenswerter Plätze und Gebiete im Drei-Länder-Delta Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Nicht zuletzt deshalb trägt das Projekt die Ziffer drei prominent im Titel: Die Glasarche ist die Dritte ihrer Art und reist 3 Jahre lang durch drei Länder.

Die Arche als Herz des Projektes wurde von November 2015 bis April 2016 von der begabten Hand Ronald Fischers in Zusammenarbeit mit den Künstlern des Ateliers „Männerhaut“ Stefan Stangl, Jo Joachimsthaler und Alexander Wallner geformt und zum Leben erweckt.

Dank der Unterstützung der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt und dem Engagement zahlreicher Förderer bricht die Glasarche ab Juni 2016 zu einer dreijährigen Expedition durch die grüne Mitte Deutschlands auf.

Gläserne Hommage an Natur und Leben !

Die erste Glasarche, der 2003 im Bayerischen Zwiesel Leben eingehaucht wurde, hatte damals schwer geladen. So sollte sie die Kunde vom Schutzauftrag der Menschen für die Natur verbreiten – und das über die Landesgrenzen hinweg bis nach Böhmen. Mit dem Credo, dass Natur und deren Schutz keine Grenzen kennt und wir bei der Bewahrung der Arten den gemeinsamen Diskurs suchen müssen, ging die Arche an zahlreichen Stationen vor Anker.

Und auch die Ladung der dritten Arche wiegt nicht minder schwer. So soll auf der 1095-tägigen Expedition von der Zeitzer Moritzburg über den Brocken, entlang insgesamt 20 sorgsam ausgewählter Stationen, den Menschen die Zerbrechlichkeit der Natur bewusst gemacht werden. Genau deshalb haben sich die Initiatoren des Projektes entschieden, die Arche – ähnlich ihrer beiden Vorgänger, die damals unter anderem auch als Mahnmal für die sterbende Glashütteindustrie im Süden der Republik fungierten – ganz aus Glas fertigen zu lassen.

Memento aus Eiche !

Arrangiert wird das gläserne Kunstobjekt in einer rund fünf Meter großen Holzhand, ersonnen und gestaltet von den Künstlern Christian Schmidt und Sergyi Dyschlevyy. In leicht geneigter Position visualisiert das Glas-Holz-Ensemble zum einen, dass die Bewahrung der Natur- und Kulturlandschaft in Menschenhand liegt. Gleichsam assoziiert die Komposition eine fließende Bewegung, in der die Glasarche der hölzernen Hand scheinbar entgleitet, die Verantwortung sozusagen auf den konkreten Betrachter übergeht.

Initiatoren und Unterstützern des Projektes ist es dabei wichtig, dass die Betrachter die Arche im Umfeld des jeweiligen Ausstellungspunktes mit naturschutzfachlichem Schwerpunkten als Gesamtheit wahrnehmen. So soll das Gesamtkunstwerk einerseits Ruhepol und Entschleunigung sein, andererseits aber bewusst zur Auseinandersetzung mit der Umgebung anregen. Warum ist es notwendig, am jeweiligen Standort einen Schutzraum zu kreieren? Welche Besonderheiten in Kultur und Natur sind besonders bewahrenswert? Die Glasarche als Mittelpunkt der jeweiligen Station ist dabei Weg und Ziel zugleich. So erhoffen sich die Ideengeber und Ausgestalter, dass Besucher das Kunstobjekt als Ausflugsziel nutzen, um die Umgebung (völlig neu) zu entdecken.


Fernsehbericht zur Glasarche 3 vor dem Naumburger Dom auf BLK regional

http://www.glasarche-3.de/news/details/news/fernse...
http://www.glasarche-3.de/standorte/nebra-burgenla...
http://www.glasarche-3.de/die-arche/idee/
http://www.glasarche-3.de/standorte/naumburg-burge...
http://www.glasarche-3.de/standorte/zeitz-burgenla...
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11 Kommentare
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Bernd Sperlich aus Hannover-Bothfeld | 16.02.2017 | 09:02  
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Roland Horn aus Dessau | 16.02.2017 | 09:21  
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Romi Romberg aus Berlin | 16.02.2017 | 11:11  
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Ulrich Schuppe aus Breidenbach | 16.02.2017 | 11:38  
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Lothar Wobst aus Wolfen | 16.02.2017 | 14:31  
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Werner Szramka aus Lehrte | 16.02.2017 | 15:13  
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Katja W. aus Langenhagen | 17.02.2017 | 13:00  
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Christine Hoppmann aus Rositz | 10.03.2017 | 11:49  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 11.03.2017 | 07:25  
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