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Rentenräuber Seehofer und die Haltet-den-Dieb-Methode

"CSU-Chef Seehofer hat die Rentenkürzung durch die Rente erst ab 67
offenbar wider besseren Wissens mitbeschlossen. Dass er in dem Moment,
da die Erhöhung des Renteneintrittsalters wirksam wird, die
Voraussetzungen dafür als nicht gegeben ansieht, zeigt die ganze
politische Verkommenheit dieser Koalition der Rentenräuber und ihrer
Vorgängerin", erklärt der Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Klaus
Ernst."

Jetzt versucht sich Seehofer nach der Haltet-den-Dieb-Methode aus der
Verantwortung zu stehlen. Das bayerische Wappentier ist der Löwe und
nicht der flüchtende Hase. Ministerpräsident Seehofer hat das offenbar
falsch verstanden. Er brüllt immer erst dann, wenn er sich lange genug
in der Furche weggeduckt hat." Klaus Ernst weiter:

"Noch im Dezember hat die CSU mit allen anderen Fraktionen den Antrag
der LINKEN abgelehnt, die Einführung der Rente ab 67 zu stoppen. Die
Zahlen liegen seit Monaten auf dem Tisch. Von den 64jährigen, also
jenen, die 2012 einen Monat später Rente bekommen werden, sind derzeit
nicht einmal zehn Prozent in einer versicherungspflichtigen
Vollzeitbeschäftigung. Für über 90 Prozent der Betroffenen wird also
in diesem Jahr die Rente schlicht um einen Monat gekürzt, was zudem
für viele mit lebenslangem Rentenabschlag verbunden ist. Das ist die
Realität, vor der die übergroße Rentenkürzungskoalition die Augen
verschließt.
Wenn Horst Seehofer seine Worte Ernst meinen würde, müsste er als
bayerischer Ministerpräsident umgehend eine Bundesratsinitiative
zumindest für die Aussetzung der Rente ab 67 starten. Auch die
statistischen Tricks können es nicht verbergen, dass die Älteren auf
dem Arbeitsmarkt Bittsteller sind, für die meist höchstens prekäre
Beschäftigung bleibt, wenn überhaupt. Umso mehr für jene, die nach
jahrzehntelanger körperlich oder psychisch belastender Berufstätigkeit
gar nicht bis 67 arbeiten können. Seehofer und Co. lassen die
Betroffenen im Regen stehen, weil es ihnen einzig und allein um die
Kürzung der Rentenzahldauer und -beträge geht. Für 0,5
Beitragssatzpunkte, die im Jahr 2030 bei der Beibehaltung der Rente ab
65 möglicherweise mehr zu zahlen wären, vergrößert man das Risiko
der Altersarmut und nimmt Menschen nach jahrzehntelanger Arbeit und
ebenso langen Zahlungen in die Rentenkasse ein Stück ihrer Würde."
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