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Ausflugstipp Walsrode: Kleine Reise in die Vergangenheit im Heidemuseum Rischmannshof

Treppenspeicher, Häuslingshaus und Backhaus (von rechts nach links) (©Katja Woidtke)
 
Feuerstelle im Flett (©Katja Woidtke)
Walsrode: Heidemuseum Rischmannshof |

Eines der ältesten Freilichtmuseen Deutschlands lädt in Walsrode zu einer kleinen Reise in die Vergangenheit ein. Im Heidemuseum Rischmannshof sind neben Backhaus, Bienenzaun und Treppenspeicher ein Bauerngarten, Ziehbrunnen und Wagenremise zu besichtigen. Das Zweiständer-Niedersachsenhaus aus dem Jahr 1798 stand ursprünglich in Hartem bei Fallingbostel und ist in der unteren Etage in drei Bereiche eingeteilt. Im Flett ist die große Feuerstelle zu besichtigen. Wer genauer hinschaut, sieht, woher das Sprichwort "Einen Zahn zulegen" kommt. Wenn das Essen schneller heiß werden sollte, wurde ein Zahn zugelegt, der Topf über der Feuerstelle an den Zähnen tiefer gehängt.


Gleich nebenan sind in der Diele mit den Stallungen verschiedene Haushaltsgeräte und Werkzeuge aus Urgroßmutters Zeiten ausgestellt. Wussten Sie schon wie Flachs zu Leinen verarbeitet wurde? In der Diele wird es ihnen auf Schautafeln gezeigt. Beeindruckend ist das ausgestellte Glättebrett mit dem Glättestock, das wie eine Mangel zum Plätten des Leinens benutzt wurde. Was für eine Erleichterung doch unsere modernen Haushaltsgeräte sind. In den Dönzen (Wohnstuben) können Sie einen Blick auf das Mobiliar aus Bauernhäusern der Lüneburger Heide werfen.

Im ersten Stock des Niedersachsenhauses ist eine Ausstellung über den Walsroder Schnitzer Hans Brüggemann zu sehen, der den berühmten Bordesholmer Flügelaltar geschaffen hat. Neben dem Münzschatz von Ettenbostel sind in der Schausammlung über Walsrode und die Region u.a. typische Trachten aus der Heide, ein Baldachinbett aus dem Jahr 1798 und Formmodeln für Teigwaren wie Lebkuchen und Spekulatius ausgestellt. Wer die Lüneburger Heide besucht, trifft früher oder später auf Spuren des berühmten Heidedichters und Schriftstellers Hermann Löns. Im Heidemuseum ist ein Zimmer mir originalen Möbeln und Gebrauchsgegenständen des Dichters eingerichtet worden.

Vor dem Zweiständerhaus wurde ein typischer Bauerngarten mit niedrigen Buchsbaumhecken angelegt. Ein alter Ziehbrunnen hat hier ebenso seinen Platz gefunden. Interessante Informationen rund um die Imkerei gibt es für die Besucher im Treppenspeicher. Im Speicher aus dem Jahre 1669, der aus Oberndorfmark stammt, ist ein kleines Bienenmuseum eingerichtet worden. Passend dazu findet sich hinter dem Häuslingshaus ein alter Bienenzaun mit Bienenkörben.

In der Fachwerkscheune können Sie gleich in mehreren Werkstätten einiges über das alte Handwerk lernen. Die Werkzeuge eines Schmieds, Stellmachers, Schuhmachers und Drechslers sind hier ausgestellt und lassen uns ein wenig in die Vergangenheit reisen.

Während der Sommersaison ist jeden Donnerstag von 11.00 bis 17.00 Uhr "Backtag" im Heidemuseum. Dann weht der Duft frisch im Steinbackofen gebackenen Brotes und Kuchens aus dem Backhaus von 1752 über das Gelände des Freilichtmuseums. In der gemütlichen Atmosphäre unter den alten Bäumen und zwischen den historischen Gebäuden können Sie Kaffee und Kuchen oder Schmalzbrot gleich vor Ort genießen oder sich die Leckereien mit nach Hause nehmen.

Wir waren von dem schönen, kleinen Museumshof und dem freundlichen Personal begeistert und werden bei unserem nächsten Besuch in Walsrode sicher wieder dort an einem Backtag einkehren.

Erwachsene zahlen 2,50€, Kinder von 6-17 Jahren 1,-€ Eintritt. Eine Familienkarte kostet lediglich 5,-€, und Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt.

Quellen:

Broschüre Heidemuseum Rischmannshof
Wikipedia
Homepage des Freilichtmuseums
Homepage der Stadt Walsrode
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6 Kommentare
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Carmen L. aus Pattensen | 22.07.2011 | 19:33  
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Katja W. aus Langenhagen | 22.07.2011 | 20:15  
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Gaby Floer aus Garbsen | 22.07.2011 | 20:49  
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Shima Mahi aus Langenhagen | 22.07.2011 | 22:21  
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Carmen L. aus Pattensen | 23.07.2011 | 17:57  
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Aniane Emde aus Kassel | 28.07.2011 | 10:06  
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