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Alles Sturmschäden!?

Auf der Suche nach einem "ominösen" Ort im Nachbarkreis war ich mit Molly in einem Quellgebiet in der Nähe des Nachbarorts Büdesheim unterwegs. Näheres zu diesem Ort vielleicht später, denn auch im zweiten Anlauf habe ich ihn immer noch nicht genau gefunden.
Auf unserer Runde durch dieses mir bisher unbekannte Gebiet, fielen mir viele Bäume auf, die offenbar erst durch den Sturm der letzten Tage umgefallen waren. Auf den ersten Blick war der Sturm Ursache für all die umgefallenen Bäume und erst auf den zweiten, wird allerdings klar, dass das Unwetter nicht allein daran schuld war.

Wie ich zu Beginn schon geschrieben habe, waren wir in einem größeren Quellengebiet unterwegs und der Boden war morastig und feucht. Staunässe ist ein Boden, den die Fichte (laut Wikipedia) nicht gut verträgt, was somit auch ein Grund für die vielen umgestürzten Bäume war, denn das Wurzelwerk der Fichte als Flachwurzler hat nicht den Halt, den sie als Gebirgsbewohner eigentlich braucht. Die Forstwirtschaft in den Mittelgebirgen setzt auf schnelles Holzwachstum und hat so in den vergangenen Jahrzehnten Fichtenwälder als Monokultur angebaut, was allerdings auch seit geraumer Zeit immer wieder bemängelt wird.
Schon vor 2000 wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Böden in den Fichtenwäldern zunehmend "versauern" und die Nadeln sich nur schwer zersetzen. Eine Zeit lang wurde versucht die Versauerung der Waldböden mit Kalkung per Hubschrauber zu eliminieren. Trotzdem hat man offensichtlich aus den Fehlern der Vergangenheit nicht gelernt, denn auch in der Eifel finden sich große Gebiete die ausschließlich mit Fichten bepflanzt sind und wie man auf dem letzten Bild sehen kann, wird bei der Aufforstung ebenfalls wieder ausschließlich Fichte eingesetzt.

Von daher sind die Bäume zwar vom Sturm umgestürzt worden, der grundlegende Fehler liegt jedoch auch in diesem Fall wieder einmal im menschlichen Denken und Handeln und der damit verbundenen Profitgier. Nirgends habe ich ich auch nur einen umgestürzten Laubbaum gesehen, sondern ausschließlich Nadelbäume/Fichten. Zwar haben auch die Laubbäume unter dem Sturm gelitten und Äste verloren, aber meist als Pfahlwurzler sind sie standhaft und damit stehen geblieben.
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24 Kommentare
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Heidi K. aus Schongau | 13.03.2019 | 23:06  
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Henry Stenske aus Emmerich | 13.03.2019 | 23:07  
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Renate Schuparra aus Duisburg | 13.03.2019 | 23:16  
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Peter Müller aus Wallersheim | 13.03.2019 | 23:23  
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Henry Stenske aus Emmerich | 13.03.2019 | 23:35  
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Francis Bee aus Hannover-Südstadt | 14.03.2019 | 03:37  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 14.03.2019 | 03:53  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 14.03.2019 | 08:04  
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Frank Werner aus Wernigerode | 14.03.2019 | 09:37  
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Peter Müller aus Wallersheim | 14.03.2019 | 09:40  
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Günther Gramer aus Duisburg | 14.03.2019 | 09:47  
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Romi Romberg aus Berlin | 14.03.2019 | 10:00  
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Peter Müller aus Wallersheim | 14.03.2019 | 12:27  
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Ralf Springer aus Aschersleben | 14.03.2019 | 13:50  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 14.03.2019 | 14:56  
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Eugen Hermes aus Bochum | 14.03.2019 | 15:04  
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Peter Müller aus Wallersheim | 14.03.2019 | 17:01  
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Romi Romberg aus Berlin | 14.03.2019 | 17:48  
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Eugen Hermes aus Bochum | 14.03.2019 | 18:04  
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Peter Müller aus Wallersheim | 14.03.2019 | 19:52  
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Karin Franzisky aus Bad Arolsen | 15.03.2019 | 00:20  
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Peter Müller aus Wallersheim | 15.03.2019 | 15:35  
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Annegret Freiberger aus Menden | 16.03.2019 | 11:00  
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Peter Müller aus Wallersheim | 16.03.2019 | 13:45  
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