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Die besondere kleine Kuh

Das letzte Bild der kleinen Kuh bei der alten Herde.
Vor einigen Wochen hatte ich zwei Beiträge (erster Beitrag und zweiter Beitrag) über ein „besonderes Kälbchen“ geschrieben. Vielleicht interessiert es den einen oder anderen, was aus diesem Tier geworden ist. Die Weidefläche der Herde, in der ich es zuletzt gesehen hatte ist groß, zum Teil mit dichterem Baumbestand und so hatte ich die Vermutung, dass es sich nur außer Sichtweite befand. Schon vorher war mir einige Male aufgefallen, dass es oft für sich allein war, aber zuletzt habe ich immer wieder vergeblich nach ihm Ausschau gehalten.

Als ich die junge Kuh allerdings das letzte Mal gesehen hatte, war sie unter dem Weidezaun durch und heraus, was ihr aufgrund ihrer Größe problemlos möglich war und stand grasend und allein in einer Wiese am Rand des Steinbruchgeländes. Es hat angeblich mehrere Tage gedauert, sie wieder einzufangen, wobei unter anderem auch ein Maisfeld in Mitleidenschaft gezogen wurde. Wie ich weiter im Gespräch mit dem Biobauern erfahren habe, akzeptieren diese weitgehend frei lebenden Rinder mit der Hand aufgezogene Artgenossen oftmals nicht und so war es wohl auch in diesem Fall. Einige Male hatte ich das Tier, das ja kein Kalb mehr ist und aufgrund seines Alters in der Bauernsprache „Fresser“ genannt wird, zwar bei den Kälbern der Herde gesehen, aber dieser Umstand hat wohl darüber hinweg getäuscht, dass die Herde es nicht akzeptiert hatte. So ist die Kuh jetzt wieder bei dem Bauern, in dessen Herde ich sie das erste Mal gesehen hatte.

Schon einige Male wollte ich der heranwachsenden Kuh auf der neuen Weide einen Besuch abstatten und nachschauen; da die Weide aber im direkten Einzugsgebiet der Steinbrüche liegt, hatte ich es immer wieder verschoben: Wegen des LKW-Verkehrs, der Regenfälle und dann wegen der noch andauernden Hitze. Am Sonntag Mittag war der Himmel jedoch weitgehend bedeckt und so bin ich mit Molly losgelaufen, um nach der Kuh zu schauen. Unterwegs löste die Wolkendecke dann aber sehr schnell auf und da der Boden dort sehr hell und festgefahren ist, wurde es dann auch entsprechend schnell heiß … dazu staubig. Einige Aufnahmen sind daher auch der Umgebung gewidmet.

Bei der Herde angekommen befand sich die junge Kuh bei der Herde und hatte sich in ihrem Äußeren und auch ihrer Größe kaum sichtbar verändert. Allerdings befand sie sich dort in Gesellschaft einer anderen jungen Kuh, die schon ein eigenes Kälbchen hat. Wie man auf einem Bild sehen kann, bemühte sich die kleine Kuh um sozialen Kontakt und leckte das Fell der anderen Kuh, die dies auch zuließ.
Was wohl aus der kleinen Kuh wird, die sich in den ganzen Wochen verändert hat und nicht sichtbar größer wird? Selbst die Kälber vom Winter/Frühjahr sind deutlich größer und sehen kräftiger aus. Wird es am Jahresende im Schlachthof enden, wie die meisten anderen?
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9 Kommentare
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Ralf Springer aus Aschersleben | 31.07.2018 | 19:47  
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Peter Müller aus Wallersheim | 31.07.2018 | 21:19  
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Ralf Springer aus Aschersleben | 31.07.2018 | 21:53  
34.303
Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 01.08.2018 | 16:38  
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Peter Müller aus Wallersheim | 01.08.2018 | 21:49  
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Peter Müller aus Wallersheim | 01.08.2018 | 21:51  
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Romi Romberg aus Berlin | 02.08.2018 | 21:42  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 03.08.2018 | 11:03  
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Francis Bee aus Hannover-Südstadt | 11.08.2018 | 21:34  
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