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Von den Zwergenlöchern ins Himmelreich (2/2)

Im Himmelreich an den Itelklippen
Walkenried: Itelteich | Walkenried am 31.10.2017
Nun noch der zweite Teil

Karstwanderweg ins Himmelreich zum kleinen Hexentanzplatz

Eine etwas längere Runde hatte ich mit meiner Frau vom Kloster durch das südlich gelegene Wiedatal schon einmal im April 2008 gemacht.
Diesmal machte ich es mir mit (m)einem Sohn nach unserer Vormittagswanderung etwas einfacher und fuhr vom Kloster ostwärts über einen Feldweg bis zur Bahnschranke (siehe Foto 2).
Im Uhrzeigersinn ging es dann durch einen schönen herbstlichen Buchenwald hinauf ins Himmelreich.
Auch auf dieser Tour wurde eindringlich vor Steilabsturz gewarnt und vor Totholz (aus ökologischen Gründen werden tote Bäume nicht gefällt).
Von einem kurzen Abzweig zur Thiele-Köte hatte man schon einen schönen Ausblick auf den Südharz.
Allmählich näherten wir uns entlang mächtiger alter Buchen dem auf einem Bergrücken gelegenen Himmelreich.
Genau darunter befindet sich der größte Natur-Hohlraum Deutschlands, die Himmelreichhöhle. Sie ist leider unzugänglich), da genau durch sie der 300 m lange Walkenrieder Tunnel führt.

Ein kurzer Abzweig führt zum kleinen Hexentanzplatz (Stempelstelle 167 der Harzer Wandernadel). Er ist nicht so bekannt, wie der in Thale, bietet aber einen reizvollen Blick auf das östlich gelegene Ellrich.

Dahin könnte man auch weiter wandern. Doch wir gehen zurück zu den Itelklippen. Hier blicken wir auf den Itelteich und die Bahnlinie, die direkt durch den Berg führt.
Auf einen Abstecher zur einer herrlichen monumentalen Eiche (ihren Namen habe ich leider vergessen) im Süden verzichten wir dieses mal.
Stattdessen führt uns der Weg über die majestätischen von knorrigen alten Bäumen gesäumten Itelklippen wieder hinab ins Wiedatal. Von hier wäre es nur ein Katzensprung zu Bahnübergang und Auto, doch wir entschließen uns noch für eine Umrundung des NSG Itelteich. Er ist der größte von 50 Teichen – einstmals sollen es an die 365 Teiche gewesen sein – die im Mittelalter von Zisterziensermönchen des Klosters Walkenried angelegt wurden. Westlich geht er in eine undurchdringliche Sumpflandschaft über. Diese stellt ein wertvolles Biotop sowie Schutz- und Rückzugsgebiet für zahlreiche seltene Vogelarten dar, doch davon bekamen wir wenig zu sehen.
Gespeist wird der Teich von verschiedenen Karstquellen und ein Teil seines Wassers stammt auch aus der westlich verlaufenden Wieda. Das Wasser unterquerte früher über eine Schwinde unterirdisch das Gipsmassiv Himmelreich, um auf der anderen Seite wieder aus einem Felsspalt, dem „Gänseloch“ an den Pontelteichen ans Tageslicht zu gelangen (jetzt gibt es durch den Stollen Entwässerungskanäle).
NSG Itelteich

In der Nähe des Tunnels retteten wir im April 2008 einen Feuersalamander von den Gleisen, da bestand im Oktober keine Gefahr mehr.

Entlang der Gleise führte uns ein Trampelpfad nach zwei Stunden zurück zu Bahnübergang und Auto
Ich erlaube mir ein zum Vergleich paar Fotos vom Frühjahr 2008 mit einzuflechten.
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2 Kommentare
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Katalin Thorndahl aus Hamm | 30.11.2017 | 21:14  
4.795
Romi Romberg aus Berlin | 02.12.2017 | 19:12  
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