Anzeige

Gips-Karst-Rundwanderweg von den Walkenrieder Teichen zu den Sachsensteinklippen und den Ruinen der Sachsenburg

Der Höllteich - ein Walkenrieder Klosterteich
  Walkenried: Walkenrieder Klosterteiche | Laut ROTHER-WANDERFÜHRER; 3. Ausgabe von 1997 soll es eine der lieblichsten und idyllischen Harzwanderwege sein. Grund genug für mich sie nach 16 Monaten in etwas ab-gewandelter Form (Bild 3) zu wiederholen.
Dieser Rundweg durch eine abwechslungsreiche Zechsteinlandschaft am Harz-Südrand tangiert mehrere Schutzgebiete wie
  • Naturpark Geopark Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen
  • Naturschutzgebiet Gipskarstlandschaft Bad Sachsa und Walkenried
  • Naturschutzgebiet Priorteich/ Sachsenstein
  • Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Gipskarstgebiet bei Bad Sachsa

Zum Vergleich meine damalige Tour:„Von den Zwergenlöchern…“

Insgeheim hatte ich erhofft, wieder Haareis und Kammeis anzutreffen. Alte urwaldähnliche Eichenwälder (gleichfalls früher als Hutewald genutzt) mit Totholz gibt es hier reichlich, doch leider nicht den nötigen Nachtfrost.

Start war bei strahlendem Sonnenschein  nachmittags vor einer Woche Bahnhof Walkenried.  Zwischen dem Andreasteich und dem Röseteich geht es ein kurzes Stück auf der Landstraße zum Höllteich. Doch der Blick auf die noch eisbedeckten kulturhistorischen Walkenrieder Klosterteiche war schon reizvoll.
Schon bald führt rechts ein Pfad durch einem urwaldartig unberührten Laubwald hin-auf zu dem Höllstein Klippenweg. Ständig muss man die Augen offen halten, um nicht über Wurzeln oder einzelne weißen Steine und Felsen zu stolpern, die den Weg säumen. Sicherheitshalber sollte man sich auch den trügerischen Klippen höchst vorsichtig nähern.
Häufig fällt dabei der Blick auf weitere zahlreiche verträumte Teiche, die die Zisterzienser ehemals als Fischteiche anlegten, wie z. B. Andreasteich, Brunsteich und Sackteich.
Am Oberen Höllteich passieren wir die sogenannte „Sachsen-Eiche“, ein imposantes Natur-denkmal. Kaum zu glauben, dass dieser Baum schon über 800 Jahre alt ist!

Der zum Forstweg gewordene Pfad führt uns nun an einer Kuhweide die ich diesmal nicht zu Gesicht bekam. Hier am Waldrand ein reizvolles Plätzchen für eine Rast. Über die Weide schweift der Blick bis zur gegenüber liegenden Eisenbahnstrecke der Südharzbahn (zwischen Northeim und Nordhausen).
Hier könnte man die Tour über die Spatenbornwiese zurück nach Walkenried gewaltig abkürzen. Bald führte der Forstweg wieder im Wald hinauf zur Karl-Helbing-Hütte.

Hier mussten wir uns entscheiden. Zusätzlich zur vorgeschlagenen Runde unternahmen wir noch je einen Abstecher zum Sachsensteinbruch mit Rasthütte und zu den Sachsensteinklippen. Von beiden hatte man einen sehr schönen Blick ins Harzer Vorland über den Ortsteil Neuhof bzw. nach Bad Sachsa.
Vor allem aber begeisterten uns die in der Nachmittagssonne schneeweiß leuchtenden Felsen.

Das Gestein in dieser Gegend deshalb so weiß ist, weil es durch den Einfluss von Wasser aufquillt und sich in Gips verwandelt (Ca[SO4]·2H2O).

Von der K.-H.-Hütte führt ein Waldpfad hinab ins Tal. Nach wenigen Metern tauchen links die ersten drei Zwergenlöcher auf, die größte davon Zwergenkirche genannt. Diese kleinen Höhlen, in denen einst Zwerge gewohnt haben sollen, sind ebenfalls durch das Aufquellen des Gesteins entstanden.
(Nicht nur) Kinder können wohl kaum widerstehen, einmal hineinzukriechen.
Auch später im Tal kamen wir noch an mehreren reizvollen Zwergenlöchern vorbei.
Über die Gleise der Südharzbahn war bald für Wanderer eine Überquerung angelegt. Von hier führte parallel zur Bahnstrecke ein Forstweg nach links zu den Überresten der Ruine Sachsenburg.
Das genaue Baujahr der Sachsenburg durch König Heinrich IV. ist nicht überliefert. Lange kann die Burg aber nicht bestanden haben, höchstens um die 10 Jahre, denn im Jahr 1074, wurde sie bereits geschleift.
Vom Burgberg hat man einen grandiosen Blick auf die etwa 1000 m lange und beinahe bis zu ca. 30 Meter senkrecht aufragende Steilwand der Sachsensteinklippen. Doch leider hatte sich mittlerweile die Sonne hinter Wolken versteckt.
Vorbei an erneuten Fischteichen ging es durch das Naturwaldreservat Priorteich mit urigen Bacheschen, Buchen und Eichen weiter bis zum romantischen Priorteich. Im Sommer hätte man hier ein erfrischendes Bad nehmen können.Am Affenteich verließen wir endgültig diesen Märchenwald.
Die letzten Meter zurück zum Bahnhof, den wir nach 2,5 Stunden wieder erreichten, führten durch die ruhige Siedlungsstraße Sachsaer Weg.
3
3
1
2
1
1
4
1
1
1
1
2
1
4
1 5
1
3
5
1
4
3
2
1
1
2
2
3
4
2
2
13
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Lesen Sie auch die Bildkommentare zum Beitrag
5 Kommentare
72.178
Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 27.02.2019 | 09:44  
72.178
Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 27.02.2019 | 09:44  
3.417
Renate Schuparra aus Duisburg | 27.02.2019 | 10:37  
15.570
Hans-Werner Blume aus Garbsen | 27.02.2019 | 14:16  
57.876
Werner Szramka aus Lehrte | 27.02.2019 | 17:07  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.