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Flashovertraining der Feuerwehr Vechelde-Wahle

  Feuerwehr Vechelde-Wahle in der Heißausbildung – Nullsicht, hohe Temperaturen und Rauchgasdurchzündungen zeigen den Atemschutzgeräteträger Grenzen auf.

Am Samstag, den 06.10.2012, nahmen zehn Atemschutzgeräteträger des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle an einer Heißausbildung auf dem Gelände der Südwache der Berufsfeuerwehr Braunschweig teil. Finanziert wurde dieses so genannte Flashovertraining vom Förderverein der Feuerwehr Vechelde-Wahle e.V..

Für die zehn Kameraden und dem Organisator Martin Hanne begann der Tag bereits um 9:00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück im Feuerwehrhaus Vechelde-Wahle. Anschließend wurden das TLF 16/25 und der RW 1 mit der persönlichen Schutzausrüstung, Getränken und Essen beladen und um 10:00 Uhr in Richtung Braunschweig aufgebrochen.

Der Veranstalter der Heißausbildung – die Firma Dräger aus Lübeck – führte das Training auf der Südwache der Berufsfeuerwehr Braunschweig durch.

Um 10:30 Uhr wurden die Teilnehmer von den beiden Ausbildern Kai Falke und Nico Leiser, beides Beamte der Berufsfeuerwehr Braunschweig, im Lehrsaal der Südwache begrüßt. Nachdem wenige Formalitäten geklärt waren, wurde mit einer theoretischen Unterrichtseinheit begonnen. Den Atemschutzgeräteträgern wurde u.a. theoretisches Wissen über Rauchgasdurchzündungen, persönlicher Schutzausrüstung und Einsatzgrundsätze vermittelt.

Gegen 13:00 Uhr wurde den Teilnehmern der holzbefeuerte Flashovercontainer von den Ausbildern gezeigt und Brennmaterial im Brandraum befestigt. Im Anschluss daran wurde in zwei praktischen Einheiten der Seitenkriechgang mit Flashoverreflex und Temperaturcheck und die Türöffnungsprozedur geübt. Hier zeigte sich, dass der Ausbildungsstand der Teilnehmer sehr gut ist. Deshalb konnte schnell zum Flashover-Container gewechselt werden.

Alle Teilnehmer und die beiden Ausbilder legten nun die Atemschutzgeräte an. Nach der Entzündung des Stützfeuers im Brandraum begaben sich die Teilnehmer in den Beobachtungsraum. Hier wurde von den Ausbildern sehr deutlich der Brandverlauf und die Rauchschichtung erklärt. Im weiteren Verlauf konnten alle Teilnehmer im Beobachtungsraum eindrucksvoll miterleben wie sich die Orientierung unter Nullsicht verschlechtert, wie sich die heißen Brandgase aufschichten (Deckentemperatur ca. 1.000 ° C) , wie Rauchgasdurchzündungen verlaufen und wo die Grenzen der Schutzkleidung liegen.

Nach diesem ersten Durchgang mussten sich die Kameraden bei Wasser, Apfelschorle und Hotdogs erholen. Nach einer Stunde wurde der Brandraum neu mit Holz bestückt und die Atemschutzgeräte wurden wieder angelegt. Nachdem das Feuer den Container wieder auf „Temperatur“ gebracht hat wurde der zweite Durchgang gestartet.

Bei diesem zweiten Durchgang wurde truppweise in den Container vorgegangen. Ziel war es praktisch die Türöffnungsprozedur, das Vorgehen im Brandraum, den Temperaturcheck, die Rauchgaskühlung, den Flashoverreflex und das Blocken von Rauchgasdurchzündungen zu erlernen. Ein Ausbilder war hierbei immer im Container und der zweite vor dem Container. Die Trupps wechselten die Positionen untereinander und es wurde mehrmals vorgegangen.

Nach diesen anstrengenden Durchgängen, bei denen auch der Durchschlag von Wasserdampf durch die Schutzkleidung deutlich wurde, waren alle Atemschutzgeräteträger „koch gar“ und duschreif.

Nach Aufräumarbeiten und einem wohlverdienten Duschdurchgang fand die Abschlussbesprechung im Lehrsaal der Südwache statt. Zu kritisieren hatten die Teilnehmer nichts, sie waren begeistert von diesem Trainingstag.

Ziel des Fördervereins ist es nun, jedem der 32 Atemschutzgeräteträger des Feuerwehrschwerpunktes Vechelde-Wahle ein solches Training zu ermöglichen.


(geschrieben von) Martin Hanne
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