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Aus der Bürgerversammlung - Vachendorf 2012

    Vachendorf: Gasthaus zur Post |

Am 09.11.12 war die Bürgerversammlung im Saal des 100jährigen Gasthauses zur Post sehr gut besucht. In dem etwas kühlen Saal fanden zunächst nicht mal alle Platz. So mussten zusätzlich Tische und Stühle hochgetragen werden. Auch die Geistlichkeit hatte sich die Ehre gegeben. Pater Augustin setzte sich mitten unters Volk, nachdem am Tisch der Räte kein Platz reserviert war.

Der Vortrag des 1. Bürgermeisters war von der Verwaltung sehr gut vorbereitet worden und durch Bilder an der Leinwand untermalt. Man konnte sogar ein Video anschauen, das die Sprengung des Pfeilers an der Autobahnbrücke zeigte. Das Gemeindeoberhaupt verlas die Zahlen des Finanzhaushalts und gab den derzeitigen Stand der Rücklagen (465000 EUR) bekannt. Stolz gab er bekannt, dass bei der Sanierung der Schule die tatsächlichen Baukosten 13 % unter den geplanten Kosten blieben, die mit 1.320.000 EUR veranschlagt worden waren. Aus dieser Planungssumme berechnen sich auch die Planungskosten, die 13.200 EUR betragen haben. Für die Baumaßnahme schießt der Bayer. Staat etwa 66 % zu. Beim Bau der Kinderkrippe (500 000 EUR) gibt der Staat 360 000 EUR Zuschüsse. Ansonsten nannte Rainer Schroll noch die Ausgabesummen für die notwendigen Reparaturen (Brücken, Kanal, Schwimmbadpumpe etc.).

Nur Insider wissen, dass all diese Sachen nicht aus eigener Initiative gekommen sind, sondern gemacht werden mussten. Im Falle der Schule hat sogar die Regierung die Gemeinde angerufen und einen Zuschuss angeboten, falls die Sanierung in Angriff genommen würde.

Kurz ging der Bürgermeister auf den Bahnlärm ein. Natürlich kein Wort davon, dass die örtliche CSU den Kontakt zur Bahn hergestellt und die ersten Zusagen bekommen hat. Im Dezember werden nun Geleise ausgewechselt und später noch abgeschliffen, sagte der Bürgermeister.

Er stellte auch in Aussicht, dass nächstes Jahr die lang überfällige Thematik Türlberg-Wasser in Angriff genommen werde. Die dortigen Bewohner sitzen bei jedem stärkeren Regen angstvoll am Fenster. Schnelle und kostengünstige Erstmaßnahmen, wie sie aus unserer Fraktion vorgeschlagen wurden, kamen bisher leider nicht zu Stande.

Die eingebaute Hackschnitzelheizung, die zukünftig auch die katholische Integrations-Kindertagesstätte mit versorgen soll, hat nach den Berechnungen, die der Bürgermeister vorgestellt hat, deutlich weniger Energiekosten verursacht, als die vorherige Stromheizung. Weitere Maßnahmen in Sachen Energiegestaltung hat er aber offensichtlich nicht im Sinn, jedenfalls nicht auf dem Papier und gehört hat man auch noch nichts.

Aktuell haben wir 1852 Einwohner in Vachendorf. Bis Anfang November gestern gab es in Vachendorf heuer 12 Geburten. In der Grundschule haben wir derzeit 90 Schüler in den ersten 4 Klassen. An der Mittelschule in Siegsdorf sind aus Vachendorf 16 Schüler, davon 5 im sogenannten M-Zug (Mittlere Reife). Im Gemeindeblatt vom selben Tag schreibt die örtliche SPD, zu den Vorzügen der Gesamtschule gehöre die Möglichkeit die Mittlere Reife zu erwerben. Da fragt man sich wirklich, ob sie eigentlich wissen, wovon sie schreiben.

In der schulischen Nach-/Mittagsbetreuung sind derzeit 27 Kinder. 12 nutzen das Mittagsessen-Angebot.

Applaus gab es natürlich für die lobenden Worte an unsere Freiwillige Feuerwehr mit 304 Mitgliedern und ca. 50 Aktiven. Dieser Applaus für die Feuerwehr ist durchaus verdient. Die Leute zeigen tolle Leistungen. Die Jugendarbeit ist hervorragend und die Motivation unglaublich. Vorstand und Kommandant sitzen für die UW im Gemeinderat. Im Jahr 2008 sind UW und CSU/Einigkeit noch mit einer Listenverbindung angetreten. Seit aus unserer Fraktion Kritik am Kauf eines Geräts Kritik kam, fröstelt das Verhältnis leider.

Auch die Jugendarbeit der Vereine insgesamt wurde lobend hervorgehoben. Der 1. Vorsitzende des SC Vachendorf, Willi Weinl und auch Pater Augustin bedankten sich am Ende beim 1. Bürgermeister und dem Gemeinderat. Auch unser 2. Bürgermeister, Herbert Bischoff, war voller Lob.

In der anschließenden Diskussion wurde gefragt, was mit dem Radweg in Richtung Erlstätt weitergeht. Ein junger Familienvater würde gerne mit seinen Kindern das Radfahren üben, aber halt nicht auf die Straße ausweichen müssen. Ein weiterer erkundigte sich, ob in Vachendorf jetzt etwa Windräder aufgestellt werden würden. Gefragt wurde auch, warum die Umgehungsstraße in Siegsdorf eine Markierung habe und bei uns nicht. Dies wäre dem Autofahrer schon eine Hilfe. Aus der Zuhörerschaft wurde auch gefragt, ob es nicht möglich sei am Ortseingang von Axdorf kommend eine Geschwindigkeitsanzeige aufzustellen, damit den hereinrasenden Autofahrern ihre hohe Geschwindigkeit aufgezeigt würde. Auch wurde gefragt, was die Namensänderung des Kindergartens in Intergrationskindertagesstätte zu bedeuten habe. Auch wurde angefragt, ob am Festplatz im Winter nicht ein Streifen für die Schüler freigeräumt werden könne (eine Frage, die vor 2 Jahren schon aus der eigenen Fraktion SPD/UUB gekommen war, aber bis heute nicht behandelt wurde).

Zum Radweg meinte der 1. Bürgermeister, dass man hier dran sei, aber sich bislang nichts ergeben habe. Ob eine Messanlage an der Staatsstraße aufgestellt werden dürfe, wisse er nicht und müsse er prüfen lassen. Die Frage der Fahrbahnmarkierung nahm er zur Kennntis. Auch das Problem Festplatz nahm er mit. Auf die Frage nach den Windkraftanlagen, erklärte der 1. Bürgermeister, dass dies in Vachendorf aus verschiedenen Gründen bei Großwindanlagen nicht zulässig sei. Auf Nachfrage zu den Windrädern der Envento GmbH Bergen räumte er ein, dass die 10 M hohen Vertikalanlagen aufgestellt werden dürften. Dies sollte aber mit dem jeweiligen Nachbarn abgesprochen werden. Insgesamt erkannte man, dass er dieser Technik ablehnend gegenüber stand. Frau Bauer erläuterte die Bedeutung des Wortes "Integrationskindergarten". Die Leiterin der Einrichtung hob hervor, wie wichtig es gerade für ein Dorf wie Vachendorf sei, dass ALLE mitgenommen werden, wenn es irgend geht.

Wir von der Vachendorfer CSU bleiben dran. Wir werden wieder dafür sorgen, dass die Wünsche der Bürger innerhalb 3 Monaten behandelt werden. Wenn notwendig, werden wir entsprechend daran erinnern.
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