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Das Projekt „Post-Rock“ ist gestorben

Mit diesem Plakat wurde eingeladen
 
Das Gasthaus zur Post ist über 100 Jahre alt
Vachendorf: Gasthaus zur Post |

„Post-Rock II“

Das Projekt „Post-Rock“ ist gestorben

„Leider wird es Post-Rock in Zukunft in Vachendorf nicht mehr geben“, erklärte Walter Ponath nach einem tollen Konzert dem gestrigen Publikum im Saal des Gasthauses zur Post in Vachendorf. Damit gibt der CSU Ortsvorsitzende das Projekt wegen zu wenig Besuchern auf. Fügte aber unter Applaus dazu: „Wer nicht da war, der hat wirklich was verpasst.“

MG DOKL aus Vachendorf und MUNICH TAKE 4 aus München hatten dem Publikum Musik vom Feinsten geliefert. Schon nach den ersten Klängen ging in Vachendorf die Post ab. Und schon bald war die Tanzfläche im Saal voll. Sogar die CSU-Bezirkstagskandidatin Annemarie Funke drehte mit ihrem Mann übers Parkett.

Die Vachendorfer CSU hatte Post-Rock im letzten Jahr ins Leben gerufen, weil nach mehr als 2 Jahren endlich wieder ein Wirt auf dem 100jährigen Gebäude „Gasthaus zur Post“ war. „Ein Dorf ohne Wirt ist wie ein Dorf ohne Kirche“ sagte Pater Augustin am 05.11.2010 bei einer Bürgerversammlung in Vachendorf. Seit April 2012 führt jetzt die Familie Grafetstetter das Gasthaus. Im Juli startete deshalb auch schon Post-Rock I mit den REVELS aus Bergen und MT4 aus München mit etwa 100 Gästen. Aufgrund der positiven Rückmeldungen und wegen der starken Begeisterung des Publikums beschloss der Vorstand die Rockkonzerte fortzusetzen.

Am Samstag, 11.05.13, um 20.00 Uhr war es dann so weit. Ein Termin, an dem kein Fußballspiel angesagt war und kein anderer Verein im Dorf eine Veranstaltung eingetragen hatte. Um 20.30 Uhr begannen die „MG DOKL“ (Micha, Georg, Done, Klaus) aus Vachendorf. Mit Liedern wie „Schweigen ist feige“, „Wish you were here“ oder „Sweet child o`mine“ heizte die Gruppe den Konzertbesuchern so richtig ein. Die Leute waren begeistert. Einer der Höhepunkte war sicher die Version von „Where the streets have no names“. Ohne Zugaben kamen die vier Musiker nicht von der Bühne.

Nach einer kurzen Umbaupause ging das Konzert dann mit Munich Take 4 weiter. Eric Clapton, die Rolling Stones, Santana, Jethro Tull, CCR aber auch BAP, Wolfgang Ambros, Marius Müller Westernhagen, Werner Beinhart und viele andere ließen den Postsaal beben. Auch hier ging ohne Zugaben nichts.

Es tat der Stimmung absolut keinen Abbruch, dass der Saal nicht richtig voll war. Im Gegenteil. Es tat sich ein gewisses Wohnzimmerflair breit und schließlich ging so richtig die Post ab. Sogar ein rockiges Geburtstgasständchen wurde einem 45jährigen gespielt. Die Konzertbesucher nutzten die Tanzfläche eifrig und einige waren am nächsten Tag sicherlich nicht nur von Heiserkeit, sondern vielleicht auch von einem Muskelkater betroffen.

„Wir wollten den Überschuss aus den Einnahmen des Konzerts an stille Ehrenämter spenden, aber daraus wird nun zum zweiten Mal nichts. Wirklich schade, dass offenbar so viele verhindert waren.“ Enttäuscht meinte Ponath „Es tut mir leid um das Wirtshaus und die Spitzen-Bands. Wir haben wirklich hervorragende Musik präsentiert. Nun muss man wohl nach den Ursachen für den mäßigen Besuch forschen.“ Die Verluste beim Post-Rock sind einfach zu hoch, um eine Fortsetzung planen zu können. Dabei hatten sich bereits mehrere Bands bereit erklärt, in Vachendorf bei weiteren Post-Rock-Konzerten zu spielen.

Weitere Bilder und auch Videos können Sie auf Facebook finden:

https://www.facebook.com/pages/Post-Rock-im-Gastha...



PON
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