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SVL muss mit Mini-Kader zum Spitzenteam nach Grimma

Zuspielerin Veronika Kettenbach wird sich auch am kommenden Sonntag in Grimma strecken müssen
Am 19.Spieltag der 2.Volleyball-Bundesliga ist der SV Lohhof am kommenden Sonntag um 16.00 Uhr beim Tabellenzweiten VV Grimma zu Gast. Mit einem zusammengeschrumpften Kader möchten die Lohhoferinnen dennoch den Favoriten ärgern.

Eigentlich hoffte man auf Seiten des SV Lohhof, dass man nach der dreiwöchigen Spielpause wieder mehr Alternativen hat und das Verletzungspech der letzten Wochen langsam weniger wird. Doch wie so oft kommt es anders als man denkt.

Mit Stephanie Utz kehrte zwar die Kapitänin ins Mannschaftstraining zurück, aber dafür gibt es zwei neue Gesichter im SVL-Verletztenlager. Maja Hammerschmidt laboriert weiter an einer Knochenmarksprellung im Sprunggelenk und in der letzten Woche erwischte es auch Yanina Weiland, die gerade erst wieder richtig in Form kam, mit einem Außenbandriss. Dazu kommt, dass man an diesem Wochenende auch gleich noch mit Christin Hölzel auf eine dritte Außenangreiferin verzichten muss, da sie beruflich verhindert ist. Damit schrumpft der Lohhofer Kader auf ein Minimum von sieben Spielerinnen, wobei unter diesen aber zwei Zuspielerinnen sind. Als weitere Alternative wird die Reise nach Grimma daher Diagonalspielerin Jelena Zulj aus der zweiten Mannschaft antreten.

Der VV Grimma gehört seit Jahren zu den Top-Teams der 2.Bundesliga. Fast über die gesamte Spielzeit führten die Sächsinnen in dieser Saison die Tabelle an und stehen nun mit nur drei Niederlagen punktgleich mit dem Spitzenreiter aus Erfurt auf dem zweiten Platz. Im Team vom argentinischen Trainer Jorge Ricardo Munari, der vor der Saison aus Vilsbiburg kam, finden sich einige bekannte Namen. Neben langjährigen Spielerinnen wie Kristin Stöckmann oder Sandra Peter stehen auch mit den Eckelmann-Zwillingen zwei sehr talentierte Spielerinnen, die vor allem Beach-Bereich schon einige Titel sammeln konnten, im Kader. Dazu konnte man kurz vor Ende der Transferfrist Ende Januar mit Anika Boin und Kristin Schröder noch zwei Neuverpflichtungen vom Olympiastützpunkt Dresden tätigen, die dem Kader weitere Breite geben.

Ohne großen Druck will SVL-Trainer Benedikt Frank, der seinen Vertrag kürzlich verlängert hat, sein Team am Sonntag sehen: "Grimma steht nicht ohne Grund auf dem zweiten Tabellenplatz und ist der klare Favorit. Wir wollen trotz unseres Mini-Kaders ein gutes Spiel liefern und vielleicht schaffen wir es dann auch Grimma ein wenig zu ärgern."

Nach den zuletzt vier Niederlagen in Folge wird es also auch an diesem Wochenende schwer mit einem Erfolgserlebnis. Beruhigend ist zumindest, dass der Klassenerhalt schon seit ein paar Wochen in trockenen Tüchern ist und sich so zumindest das Verletzungspech nicht tragischer auswirkt.
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