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SVL mit besserem Ende in hochemotionalen Bayernderby

Großer Jubel bei Lisa Hackauf, die bei ihrem Start-Sechs-Debüt eine gute Leistung zeigte und damit zum Sieg im bayerischen Derby beitrug
Nach 124 äußerst spannenden Spielminuten stand der 3-2 (25-19, 26-28, 25-27, 25-23, 16-14) Erfolg des SV Lohhof über den FTSV Straubing fest. Die 250 Zuschauer im Carl-Orff-Gymnasium erlebten ein hochklassiges Zweitligaspiel, in dem am Ende die Lohhofer Volleyballerinnen das glücklichere Ende für sich hatten und damit Platz sechs in der Tabelle festigen.

Schon vor dem bayerischen Derby in der 2.Volleyball-Bundesliga zwischen dem SV Lohhof und dem FTSV Straubing war klar, dass es ein brisantes Duell werden sollte. Es spielte schließlich der Sechste gegen den Siebten der Tabelle und man lag vor der Partie punktgleich und nur einen Satz auseinander. Dazu haben bayerische Derbys oft auch ihren eigenen emotionalen Charakter und auch der Fakt, dass mit Valeria Fedosova und Natascha Niemczyk sowie Trainer Matthias Eichinger Ex-Lohhofer im Straubinger Kader bzw. auf dem Trainerstuhl aktiv sind, trug sicher auch dazu bei.

Der SV Lohhof, der auf Grund von Verletzungen auf Yanina Weiland und Carolin Herrmann verzichten musste, erwischte den besseren Start in die Begegnung. Bis zur Mitte des ersten Satzes hatte man sich einen deutlichen Vorsprung erspielt und diesen gab man auch bis zur 25-19 Führung nicht mehr ab. Ab dem zweiten Durchgang sollte es aber nun ein an Spannung kaum mehr zu überbietendes bayerisches Derby werden. Kein Team konnte sich absetzen und so ging es Kopf an Kopf in die Endphase. Hier hatte der SVL mit 24-23 den ersten Satzball, den aber Kapitänin Stephanie Utz auf Grund einer "Übergriff"-Entscheidung abgepfiffen bekommen hat. Die Chance nutzen die Gäste aus Niederbayern und sicherten sich in der Verlängerung mit 28-26 den Ausgleich. Überhaupt trug der Schiedsrichter mit umstrittenen Entscheidungen auf beiden Seiten nicht dazu bei, dass sich die Emotionen auf dem Spielfeld beruhigten. Unbeeindruckt vom Satzverlust spielte der SVL weiter und hatte dann auch beim 24-22 die Chance wieder in Führung zu gehen. Doch drei Punktball-Chancen sollten nicht reichen und diese Möglichkeit nutzten die Straubinger sofort und sicherten sich Durchgang Nummer drei mit 27-25. Beide Mannschaften kämpften weiter um jeden Fall und zeigten tolle Abwehraktionen im vierten Satz. Auch dieser sollte mit dem Minimal-Abstand von zwei Punkten entschieden werden. Dieses Mal hatte jedoch der SVL das bessere Ende für sich und rettete sich mit einem 25-23 in den fünften Satz. Hier erwischten die Gäste den besseren Start und gingen mit 7-3 in Führung. Der Lohhofer Kampfgeist war aber in diesem Tag noch nicht gebrochen und Punkt für Punkt konnte der Abstand reduziert und der Ausgleich wiederhergestellt werden. Den ersten Matchball konnten aber die Straubinger für sich verbuchen, den der SVL aber abwehren konnte und gleich seine ersten Chance zum hochumjubelten 16-14 Erfolg nutzte.

Nach dem heißten Tanz freuten sich die Lohhofer Spielerinnen auf den verdienten Siegestanz, den sie sich nach der überaus spannenden Begegnung auch verdient hatten. Zwar mit ein wenig Verspätung bedankten sich die SVL-Mädels mit ihrem Siegsritual bei den begeisterten Zuschauern. In den Interviews mit den beiden Trainern wurden nach dem Spiel die Libera Daniela Friedrich auf Straubinger Seite und die im dritten Satz für den SVL eingewechelte Maja Hammerschmidt zum MVP gewählt.

Ein wenig mitgenommen von der mitreisenden Partie, aber auch überaus glücklich, zeigte sich SVL-Trainer Benedikt Frank: "Es hat richtig Spass gemacht meinem Team zuzuschauen. Es haben sich alle immer geholfen und wir sind als ganz starkes Team aufgetreten. Das Derby war ein tolles Spiel, in dem wir sicherlich am Ende die glücklichere Mannschaft waren, aber nicht unverdient gewonnen haben."

Durch den Fünf-Satz-Erfolg hat der SV Lohhof den sechsten Platz in der Tabelle der 2.Bundesliga weiter gefestigt. Zeit zum Durchschnaufen bleibt aber nicht, denn schon am kommenden Samstag wartet mit dem Gastspiel in Nürnberg das nächste bayerische Derby.
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