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SV Lohhof: 398, 3:1, 3.

    398 Zuschauer sahen am gestrigen Sonntag den 3:1 Erfolg im Bayernderby gegen NawaRo Straubing, was dem SVL den 3. Tabellenplatz bescherte. Ein sehr emotionales Spiel, was durch die Konstellation zustande kam, dass sich die Spielerinnen durch die Netzkante hindurch sehr gut kannten: Denn 4 Straubingerinnen hatten einst in Lohhof Volleyball gespielt und mussten heute mit ansehen, wie die Lohhoferinnen zu Hause weiterhin ungeschlagen blieben.

„Es war unglaublich heute hier zu spielen. So eine Stimmung habe ich in Lohhof noch nie erlebt“, lautete sogar das Statement der Spielertrainerin NawaRo Straubings, Inga Vollbrecht nach dem Spiel. Und auch für die Lohhofer Spielerinnen war es sicherlich atemberaubend, als ca. 400 Zuschauer und Fans aufstanden und so lange klatschten, bis der erste Punkt auf dem Punktekonto der Heimmannschaft verzeichnet wurde.

Da Maja Hammerschmidt und Sabrina Karnbaum erneut nur von der Tribüne aus zuschauen konnten, umfasste der Kader nur 9 Spielerinnen – und das auch nur, weil Theresa Schieder aus der 2. Mannschaft aushalf. Und das war noch nicht alles: Die drei Spielerinnen Veronika Kettenbach (Oberschenkelzerrung), Lisa Kefelerloher (Rücken) und Stephanie Utz (Wadenzerrung) gingen angeschlagen ins Spiel. Was die Mannschaft um Trainer Benedikt Frank allerdings auch in diesem Spiel wieder auszeichnete, war eine unglaubliche Moral und der unaufhaltsame Wille, dieses Spiel zu gewinnen.

Besonders im ersten Satz wurde dem SVL nichts geschenkt. Es waren lange Spielzüge, die die Zuschauer zu sehen bekamen. Doch oft auch mit dem schlechteren Ende für die Heimmannschaft – die vielen Breakchancen wurden nicht konsequent genutzt. Es war eine knappe Angelegenheit in der Sporthalle des Carl-Orff-Gymnasiums, auch wenn es sich nicht so eng angefühlt hat. „Als ich beim 21:21 auf den Spielstand schaute, konnte ich es gar nicht glauben. Die Zuschauer haben so viel Lärm gemacht und die Mannschaft so sehr angefeuert, dass ich dachte, wir seien deutlich vorne“, so Managerin Richarda Zorn, die sich während des Spiels um die Sponsoren kümmerte. Und so kam es dann auch dazu, dass Straubing beim Stande von 24:23 den ersten Satzball hatte. Eine glückliche Schiedsrichter Entscheidung brachte dem SVL den Ausgleich und jetzt standen die Zuschauer im wahrsten Sinne des Wortes wie der siebte Mann (Frau) hinter der Mannschaft. Beflügelte durch diese Unterstützung punktete am Ende nicht zum ersten Mal in diesem Durchgang Susanne Pfeiffer, die an diesem Tage im Außenangriff startete und somit den ersten Satz mit 28:26 zumachte.

Doch dann war es im zweiten Durchgang der Gast aus Straubing, der die Zügel in die Hand nahm. Wahrscheinlich hatte die Fehlentscheidung aus Satz eins die Mannschaft um Inga Vollbrecht erzürnt. Auch, wenn es in Satz 2, der mit 25:14 an die Gäste ging, einige Fehlentscheidungen zu Lasten der Lohhoferinnen gab, ist das keine Entschuldigung dafür, dass dieser Satz so deutlich verloren ging. „Wir kamen in diesem Satz irgendwie nicht richtig ins Spiel und Straubing hat uns sehr stark unter Druck gesetzt und somit verdient gewonnen“, so Trainer Benedikt Frank. Leider brachte auch der Zuspielwechsel zwischen Veronika Kettenbach und Lisa Keferloher nicht die gewünschte Wirkung, so dass Trainer Benedikt Frank etwas ändern musste.

Zwischen den Sätzen fand für die Zuschauer ein Gewinnspiel des Neusponsors Monaco Sports statt. Ein großes Dankeschön von Seiten des SVL an den Sponsor, der dazu einige Preise zur Verfügung gestellt hatte. Veronika Kettenbach übernahm in Satz 3 wieder das Zepter im Zuspiel und am heutigen Tag waren es besonders Christina Kock und Mannschaftskapitänin Stephanie Utz, die die Devise vorgaben. Und genau das sei es, „was die Mannschaft in dieser Saison ausmache“. Spielerisch waren an diesem Tage einige Defizite bei den Kombinationen auf der Position zwei zu sehen – es klappte nicht so erfolgreich wie am vorherigen Wochenende. Doch das auszugleichen und die anderen Elemente einzusetzen, die an diesem Tag eine echte Waffe darstellten, zeichnet die Mannschaft aus. „Dieser Teamgeist, der auch heute in der Mannschaft steckte, ist wahnsinnig. Tine und Caro sind nicht so gut durchgekommen, wie gegen Chemnitz oder Dresden. Aber dafür waren es im ersten Satz „Kleine“ und anschließend vor allem Chrissi und Utzi, die für die Punkte sorgten. Und das durch Vroni im Zuspiel geleitet und entsprechend eingesetzt ist absolut spitze. Ich bin unglaublich stolz“, so die lobenden Worte des Trainers nach dem Spiel. Deswegen – immer mit einem gehörigen Anteil der Zuschauer, die durch die Fußballer des SVL und die Handballer aus Oberschleißheim angespornt wurden – ging auch der 3. Satz vollkommen verdient mir 25:21 an die Heimmannschaft.

In Durchgang vier war konnten durch Zuspielerin Veronika Kettenbach erneut alle Spielerinnen wahllos eingesetzt und wurde durch eine stabile Annahme – geleitet von Marion Mirtl – unterstützt. Allerdings war es keine deutliche Sache für die Spielerinnen des SVL und beim Stand von 22:22 merkten die Zuschauer, dass sie jetzt gefordert waren. Sie stimmten abwechselnd „Lohhof ist der tollste Club der Welt“ oder ein Echo „Lohhof, Lohhof“ zwischen den Hallenteilen an. Es war bezeichnend für das Spiel, dass es mit 25:23 und einem Eigenfehler NawaRo Straubings beendet wurde.

Nach dem Trainer Interview und der Wahl der „wertvollsten Spielerin“ (Lohhof: Stephanie Utz) folgte der Siegestanz der Lohhofer Damen und konnten sich gebührend durch die nicht müde werdenden Zuschauer feiern lassen. „Es hat heute allen sehr viel Spaß gemacht, vor dieser Kulisse zu spielen. Wir hoffen natürlich, dass nun immer so viele Zuschauer zu unseren Spielen kommen. Es ist wirklich wahr, dass man durch die Anfeuerungsrufe nochmal ein bisschen mehr aus sich herausholt und den Fans durch eine noch bessere Leistung natürlich auch etwas zurückgeben möchte. Deswegen kann ich an dieser Stelle im Namen der Mannschaft nur „DANKE für diese tolle Stimmung“ sagen“, äußerte sich die glückliche Susanne Pfeiffer nach dem Spiel. Nach einem gemeinsamen „HUMBA täterä“ trafen sich Sponsoren, Spielerinnen und Funktionäre im VIP Bereich und konnten sich bei einem tollen Essen des Cateringpartners Athene in Unterschleißheim über den Sieg freuen.

Die Spielerinnen und Trainer dürfen sich am heutigen Montag eine Trainingspause gönnen und im Laufe der Woche werden auch Maja Hammerschmidt und Sabrina Karnbaum wieder ins Geschehen mit eingreifen. Ob sie am Samstag, den 17.11. beim Auswärtsspiel gegen das Allgäu Team Sonthofen wieder spielfähig sind, wird der Verlauf der Woche entscheiden. Am Mittwoch, den 14.11. freut sich die Mannschaft aber erst einmal auf den Besuch des Championsleaguespiels Generali Hachings, zu dem Manager Josef Köck das komplette Team eingeladen hat.
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