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Lohhof reist angeschlagen zum Talenteschuppen

Carolin Herrmann (im Angriff) will zusammen mit ihrer Mannschaft an die gute Leistung der Vorwoche anknüpfen
Die Volleyballerinnen des SV Lohhof sind am kommenden Sonntag um 14.00 Uhr zu Gast beim VC Olympia Dresden. Am 17.Spieltag der 2.Bundesliga will sich der SVL die 1-3 Hinspielniederlage gegen das Stützpunktteam des Deutschen Volleyball Verbandes revanchieren.

Ein wenig Zeit zum Verarbeiten der letzten beiden Spieltag haben die Spielerinnen des SV Lohhof sicher gebraucht. Denn sowohl bei der Auswärtspartie in Stuttgart als auch im Heimspiel gegen Sonthofen bäumte man sich nach einem 0-2 Rückstand noch einmal auf, zwang den Gegner in den fünften Satz, aber musste sich dann im Tiebreak äußerst knapp mit 13-15 bzw. 15-17 geschlagen geben. Doch auf Lohhofer Seite versucht man vor allem die positiven Dinge wie die sehr gute Leistung gegen das Team aus dem Allgäu zu ziehen und optimistisch auf den weiteren Saisonverlauf zu blicken.

Doch ein wenig trübt die Personalsituation die momentane Lage. Nachdem Lisa Hackauf nicht mehr zur Verfügung steht und Yanina Weiland nach ihrer Verletzung bisher auch nur für die hinteren Positionen zur Verfügung stand, haben sich nun zwei weitere Probleme ergeben. Maja Hammerschmidt kämpft mit einem dicken Ellenbogen und Kapitänin Stephanie Utz hat Hämatome im Sprunggelenk und meidet jegliche Sprungbelastung. "Bei uns steht es noch in den Sternen wie aufgestellt wird", so SVL-Trainer Benedikt Frank.

Mit dem VC Olympia Dresden wartet ein Stützpunktteam des Deutschen Volleyball Verbandes als Gegner auf den SV Lohhof. Im Team der Sächsinnen tummeln sich zahlreiche Jugend-Nationalspielerinnen, die teilweise schon Erstliga- und Champions League-Luft beim Dresdner SC schnuppern durften. In der letzten Zeit hat sich jedoch bei den Dresdnerinnen einiges getan. Trainer Jens Tietböhl kehrte auf seine ehemalige Position als Bundestrainer zurück und seinen Job hat nun Barbara Makowska übernommen. Dazu wechselten Ende Januar mit Anika Boin und Kristin Schröder zwei Spielerinnen kurzfristig zum Zweitliga-Tabellenführer nach Grimma. Nach vier Niederlagen in Folge hat sich der Tabellenfünfte der 2.Bundesliga jedoch wieder gefangen und konnte gegen die beiden Schlusslichter Villingen und Nürnberg jeweils 3-1 Siege feiern. Nach der erfolgreichen Partie blieb aber nicht viel Zeit durchzuschnaufen für die jungen Talente, denn es ging direkt in das jährliche Wintertrainingslager nach Tschechien.

Wie fast immer blickt SVL-Trainer Benedikt Frank dem Auftritt seiner Mädels optimistisch entgegen: "Wir möchten nach den zwei unglückichen Niederlagen wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Wir wissen, dass wir gut drauf sind und daran werden uns auch kleinere oder größere Blessuren nicht hindern alles für einen Sieg zu geben!"

Ein Sieg wäre nicht nur im Hinblick auf das kommende bayerische Derby gegen die Roten Raben Vilsbiburg wichtig, sondern die Duelle gegen Dresden haben auch immer einen besonderen Prestige-Charakter, da sich viele Spielerinnen aus Duellen von Jugendmeisterschaften kennen.
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