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Augsburgs Meistermacher führt Kickboxer zur Deutschen Meisterschaft

Das Augsburger Team in Ulm
Ulm: Sportzentrum Kuhberg | Meistermacher - laut Duden ein sehr erfolgreicher Trainer. Das trifft auf den 27-jährigen Cihan Selcuk aus der Kampfsportschule Augsburg in der Hofrat-Röhrer-Straße mittlerweile mehr als zu. 

Selbst ein K1 und Muay Thai Kämpfer, dessen Kampfbilanz und Titelsammlung beachtlich ist, hat er als Trainer und Coach in den letzten Jahren ebenfalls viele Titel und Erfolge mit den Kämpfern unter seiner Betreuung feiern können.

Der bisherige Höhepunkt fand am gestrigen Samstag im Sportzentrum Kuhberg in Ulm statt. Die Internationale Sport Kickboxing Association veranstaltete zusammen mit dem dort heimischen Zam-Zam Gym die Deutsche Meisterschaft im Kickboxen und neben Kämpfern aus ganz Deutschland waren auch sieben Mitglieder der Kampfsportschule Augsburg und eben Cihan Selcuk dort vor Ort.

Dieses Turnier ist eines der letzten Wertungsturniere für die Europameisterschaft und Weltmeisterschaft der ISKA 2018 und war dementsprechend gut besucht. Auf vier Mattenflächen und zwei Ringen wurde um die begehrten Medaillen und Titel gekämpft.

Das Augsburger Team ging in drei Disziplinen an den Start

Den Anfang machte Benjamin Rauch, der spontan im Pointfighting an den Start ging und trotz einer sehr kurzen Vorbereitung von seinem Betreuer sehr gut auf seine Gegner eingestellt wurde. Auch wenn es letztendlich im Finalkampf nur knapp nicht zum Titel reichte, war Cihan zufrieden mit der dargebotenen Leistung und die erste Silbermedaille war den Augsburgern sicher.

Erkan "Aslan" Cosar, der Löwe aus Augsburg, machte diesem Kampfnamen wieder alle Ehre. Er war am 24. Februar in Konstanz am Bodensee bereits Internationaler Deutscher Meister im Kickboxen mit Lowkicks geworden, aber das der talentierte junge Kämpfer sich mit einem Titel im Gepäck nicht zufrieden gibt, bewies er durch seinen Auftritt in Ulm. Sowohl im Leichtkontakt, als auch im K1-Sparring setzte er sich durch einen technisch äußerst starken Auftritt klar durch und durfte in beiden Kategorien die Goldmedaille und damit zwei Deutsche Meistertitel feiern. 

Verena Tschenk, die Deutsche Meisterin 2017, fand in der Disziplin K1-Sparring keine Gegnerin und konnte somit nur im Leichtkontakt antreten. Wie bereits ein Jahr zuvor, erreichte sie das Finale. Leider sollte es diesmal nicht ganz zum Titel reichen, aber die Leistung der jungen Augsburgerin war trotzdem sehr stark und wurde mit dem Vizemeistertitel 2018 belohnt.

Andreas "Andi" Betz hatte sich zusammen mit Bahadir Büyüdemir im Leichtkontakt minus 85kg angemeldet, einer Gewichtsklasse in der u.a. der mehrfache Weltmeister, US-Open Sieger und ProAm Champion Richard Brüsemann aus Dortmund an den Start ging. 

Andi sicherte sich mit einer starken kämpferischen Leistung den Einzug ins Halbfinale und musste sich dabei knapp dem deutlich erfahreneren Dortmunder geschlagen geben. Aber Bronze in dieser Klasse war trotzdem ein großer Erfolg für den Burgauer, der sich im Anschluss im K1-Sparring noch mit Silber und damit dem Deutschen Vizemeistertitel für seine Leistung belohnen konnte.

Der Nachwuchs überzeugt

Der junge Bahadir, der bisher auf Newcomerturnieren angetreten war, sollte an diesem Tag mit einer überragenden Leistung auch den Seriensieger dieser Klasse, Brüsemann, an den Rand der Verzweiflung bringen. Die beiden standen sich dann auch im Finale gegenüber. Auf der einen Seite der technisch starke Nationalkämpfer gegen den perfekt eingestellten Augsburger, der mit Kampfgeist und Willen dagegenhielt und dank starker Boxkombination an der Sensation schnupperte. Die Kampfrichter werteten schlussendlich für den Dortmunder, aber die Leistung von Bahadir wurde mit Silber belohnt und ist, ob der starken Konkurrenz, mehr als beachtlich.

Die letzten Kämpfe des Tages bestritten Murat Kaya und Dumitru "Dima" Frija aus Augsburger Sicht.

Murat hatte bisher ein Newcomerturnier in der Firnhaberau bestritten und trat damit gestern zum ersten Mal auf die große Kickboxbühne. Umso beeindruckender war sein Auftritt. Souverän und technisch absolut beeindruckend kämpfte er sich im K1-Sparring ins Finale, in dem er seinem Gegner zu keiner Zeit eine Chance lies und beide Runden klar für sich entscheiden konnte. Vom Newcomer zum Deutschen Meister der ISKA, das lässt für Murats Zukunft und die des Augsburger Nachwuchses hoffen.

Dumitru Frija, von Allen Dima genannt, stieg trotz einiger kleiner Blessuren an seinem Bein in den Ring. Nachdem er zuletzt auf der Sxowtime Sports Kickboxgala in Königsbrunn mit einer Niederlage den Ring verlassen musste, hatte Cihan Selcuk ihn gestern insbesondere taktisch ausgezeichnet eingestellt. Und es sollte für den großen Wurf reichen. Besonders der Finalkampf war taktisch sehr gut von der Augsburger Ecke geführt und die Oberschenkel des Gegners zeigten bereits nach der ersten Runde deutliche Ermüdungserscheinungen. Und eben diese Schwachstelle wurde von Dima hervorragend genutzt. Zu Recht wurde dieser Auftritt mit Gold und damit dem Deutschen Meistertitel gewürdigt.

Das bisher erfolgreichste Turnier aus Augsburger Sicht

Damit endete ein großer Tag für die Kampfsportschule Augsburg. Mit sieben Kämpfern angereist, konnten letztendlich vier Deutsche Meister, vier Deutsche Vizemeister und ein dritter Platz gefeiert werden. Eine Bilanz, die sicher zu den Besten des Turnieres gehört. 

Als nächster Termin steht der 07. April 2018 im Augsburger Kalender. Dort werden wieder einige Kämpfer antreten und auf den Munich Open nach Medaillen greifen.

Wer Infos zur Kampfsportschule Augsburg, den Trainern und Trainingszeiten sucht, findet diese unter www.kickboxing-augsburg.de, sowie auf Facebook und Instagram. Probetraining und Einstieg ist jederzeit möglich. 
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