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Eine 3:2 Niederlage zuviel

Die Uetzer Sportschützen wollen erstklassig bleiben, müssen das Ziel Wiederaufstieg aber ohne ihre bisherige Nummer 1, Sander Nooij (3.v.l) angehen und suchen nun nach Ersatz

Nachdem sie am letzen Wettkampfwochenende zwei Niederlagen einstecken mussten, konnten sich die Uetzer Luftpistolenschützen nicht aus der Abstiegszone befreien und schießen in der nächsten Saison wieder in der 2. Bundesliga. Obwohl die Uetzer gleichviel oder mehr Einzelduelle gewinnen konnten wie alle Mannschaften der unteren Tabellenhälfte, mussten sie sich am Ende zu oft knapp 3:2 geschlagen geben, so dass ihnen letztlich 2 Mannschaftspunkte zum Klassenerhalt fehlten. Das Team konnte am Ende nicht kompensieren, dass ihm zwei der acht Kadermitglieder krankheitsbedingt für die gesamte Saison ausgefallen sind und auch Sander Nooij auf der Position 1 im entscheidenden Match gegen Wathlingen nicht zur Verfügung stand. Für das junge Team aus dem Fuhsedorf steht damit nach einer kurzen Erholungsphase die Vorbereitung auf das Projekt Wiederaufstieg auf der Tagesordnung. Ein Wermutstropfen ist dabei, dass ihre Nummer 1 die Mannschaft verlassen wird und sie daher nach einer neuen Verstärkung suchen muss.

Am letzten Wochenende verloren die Sportler aus Uetze am Sonnabend mit 4:1 gegen die Sportschützen Fahrdorf und am Sonntag knapp mit 3:2 gegen den PSV Olympia Berlin und konnten sich so nicht aus der Abstiegszone befreien.

Im Duell gegen die Schleswig-Holsteiner kam das gesamte Uetzer Team nicht richtig in seinen Wettkampf und blieb am Ende deutlich unter seinen Möglichkeiten. Lediglich der an Position 1 gestartet Sander Nooij konnte dank einer starken 2.Serie von 98 Ringen am Ende mit einem Ring Vorsprung knapp den Ehrenpunkt für Uetze gegen Steffen Schröder machen. Auf Position 2 hatte Marit Albrecht gegen die 375 Ringe des stark schießenden Dänen Jonas Hansen dagegen von vornherein nur eine geringe Chance. Aber auch auf den Positionen 3 bis 5 konnten die Uetzer ihren Gegnern ebenfalls nichts hinreichend entgegen setzen. Insgesamt machte sich in dem Treffen bei den Uetzern deutlich der Druck bemerkbar, dass ein Sieg zum Klassenerhalt dringend gebraucht wurde, während es für Fahrdorf um nichts mehr ging.

Für das Match gegen den Tabellendritten und Finalteilnehmer aus Berlin, in dessen Reihen zahlreiche aktive und ehemalige Nationalkadermitglieder stehen, hatten sich die Uetzer dagegen von vornherein nur geringe Chancen ausgerechnet. Aber beinahe wäre ihnen hier noch das "Wunder von Wathlingen" geglückt. Sander Nooij (377 Ringe) auf der Position 1 und die für Sarah Kiesewetter eingewechselte Katharina Hempel (361 Ringe) auf Position 5 konnten sich hier nach zähem Ringen mit ständig wechselnden Vorteilen gegen die Nationalkaderschützen Florian Schmidt und Josefin Eder knapp durchsetzen und die Punkte für Uetze holen. Auf den Positionen 3 und 4 hatten Marten Heuer und Hacki Jentsch dagegen von vornherein keine reelle Chance. Spannend wurde es dagegen noch auf Position 2. Hier schloss Marit Albrecht mit einer guten dritten Serie von 94 Ringen noch auf zwei Ringe auf den ehemaligen Olympiasieger Uwe Pottek auf. Nachdem Pottek mit einer 93er Serie und insgesamt 371 Ringen den Wettkampf beendet hatte, öffnete sich noch einmal ein kleiner Spalt für die junge Uetzerin. Allerdings hätte sie dazu mit 5 Zehnen ausschießen müssen. Auch wenn die Sportlerin dazu grundsätzlich in der Lage ist, ist dies gerade in den letzten fünf Schuss erfahrungsgemäß sehr schwer. Am Ende wurden es dann "nur" sehr gute 48 Ringe, so dass sie mit knapp das Nachsehen hatte und Berlin die beiden Mannschaftspunkte mit nach Hause nehmen konnte.

Für den Schützenverein Uetze bedeutet das, dass die erste Mannschaft in der nächsten Saison wieder in der 2.Bundesliga schießen wird. Aber genau wie die Roten im Fußball hat das Team von Coach Donald Albrecht sich bereits in der Nachbesprechung darauf eingeschworen, im nächsten Jahr den Aufstieg wieder zu erreichen. Da die bisherige Nummer 1, der Niederländer Sander Nooij, das Team verlassen wird, sind die Uetzer nun auf der Suche nach einer weiteren guten Verstärkung für ihren Ausländerplatz. Gemeinsames Verständnis bleibt aber, dass das Team auch in der Zukunft weiterhin im Kern aus Uetzer Sportlerinnen und Sportlern bestehen soll, auch wenn es für eine Vereinsmannschaft immer schwer sein wird, gegen die Spitzenteams wie z.B. Braunschweig zu bestehen, die sich fast nur noch aus Spitzensportlern des In- und Auslandes zusammensetzen und praktisch keine eigenen Sportler mehr in ihren Reihen haben.
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Volker Harmgardt aus Uetze | 10.01.2018 | 22:50  
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