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Elsass: Kougelhopf – ein hüpfender Kuchen ?! (Rezept)

Guten Appetit - der Kougelhopf "hüpft" fast aus dem Bild, nicht wahr?
Marie-Antoinette soll, so wird berichtet, den Kuchen ins Land gebracht haben. So wurde er schnell zum „König aller Kuchen“, der nur an hohen Festtagen wie Weihnachten und Neujahr auf den Frühstückstisch kam.

Will man einer weiteren Legende glauben, dann haben die Heiligen Drei Könige den Kougelhopf ins Elsass gebracht. Auf ihrem Rückweg nach Bethlehem bereisten sie das Elsass. Hier wurden sie mit viel Herzlichkeit empfangen. Die Heiligen Drei Könige hätten sich bei ihren elsässischen Gastgebern mit einem selbstgebackenen Kuchen bedankt – ähnlich wie ihr Turban. Das war die Geburtsstunde des Kougelhopf. Wenn dies stimmt, hätten sie einen großartigen Geschmack bewiesen. Jedenfalls sind im Elsass alle überzeugt, dass der Kougelhopf in Ribeauvillé. entstanden ist.

Heute allerdings wird der Napfkuchen mit in Kirschwasser eingelegten Rosinen und dem Mandelkranz in vielen Bäckereien angeboten. Er wird nun nicht mehr nur zum Frühstück gegessen, sondern auch als Dessert, zum Kaffee oder Gewürztraminer.

Aber immer noch gilt der Spruch, dass eine „Elsässer Hausfrau nur dann eine Hausfrau ist, wenn sie Kougelhopf backen kann“.

Der Kougelhopf wird traditionell in passenden dekorativen Backformen aus Keramik gebacken. Diese Ton- und Keramikwaren sind ockerfarben, braun, blau oder grün glasiert und mit rustikalen Blumenmotiven oder Pflanzenornamenten bemalt.
Nun will ich aber auch ein typisches Rezept für den Elsässer Kougelhopf verraten. Ich habe nämlich im Urlaub einige Ansichtskarten gekauft, auf denen leckere Rezepte stehen. Auf einem dieser Karten – es ist auch bei meinen Bildern zu diesem Beitrag zu sehen – stehen die Zutaten für einen Kougelhopf. Ich habe ihn gebacken und kann berichten, dass er gut gelungen ist und uns ebenso geschmeckt hat.

Zutaten:
375 g Mehl
25 g Hefe
15 cl Milch
160 g Butter
3 Eier
1 TL Zucker
etwas Salz
100 g Rosinen (evtl. vorher in Kirschwasser einlegen, wenn gewünscht)

Zubereitung:
Aus Mehl, Hefe, der lauwarmen Milch, Butter, Zucker, Eier und Salz rasch einen Hefeteig kneten. Die Rosinen zum Schluss hinzufügen.
Die (wenn vorhanden!) spezielle Kougelhopf-Form aus Keramik einfetten und unten hinein einen Kranz aus ganzen Mandeln legen.
Dann die Form bis zur Hälfte mit Teig füllen, warm stellen und aufgehen lassen.
Sobald der Teig die Oberkante der Form erreicht hat, eine gute Stunde bei mittlerer Hitze im Ofen backen.

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Wir sind im Urlaub auch nach Hunspach gefahren, weil es dort die Bäckerei Fischer gibt, die eine andere Kuchenspezialität im Elsass backt, nämlich „Dicke Kuchen“. In dieser Bäckerei aber haben wir uns einen Kougelhopf gekauft und ich konnte die Bilder für diesen Beitrag dort machen.

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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Regionalmagazin meitinger | Erschienen am 22.12.2009
myheimat-Stadtmagazin neusässer | Erschienen am 22.12.2009
Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtmagazin donauwörther | Erschienen am 29.12.2009
myheimat-Stadtmagazin nördlinger | Erschienen am 29.12.2009
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6 Kommentare
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Günther Eims aus Sehnde | 18.10.2009 | 22:23  
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Gertraude König aus Lehrte | 18.10.2009 | 23:03  
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Karin Dittrich aus Lehrte | 18.10.2009 | 23:53  
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Christel Löhle aus Wedemark | 19.10.2009 | 16:53  
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Petra Pschunder aus Langenhagen | 19.10.2009 | 22:56  
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Gerda Landherr aus Neusäß | 22.12.2009 | 06:52  
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