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Helix Pomatia

Keine Haare - aber eine Laus auf dem Fuß... Kopf... Fühler.
Die Weinbergschnecke, eine unter Naturschutz stehende Landlungenschnecke, die es mit einigen Kumpels irgendwie in unseren Garten geschafft hat. Und dort vermehren sie sich prächtig - wenn auch der Akt dieser Zwitter selbst ziemlich brutal anmutet: Zur Stimulation treiben sich die Tierchen Kalkspitzen in den Fuß. Würde mich persönlich nicht so wirklich anregen, aber bei den Schleimern funktioniert es anscheinend, denn sie produzieren jede Menge Nachwuchs.

Außerdem sind Schnecken ganz allgemein sehr zuverlässig in der Vorhersage des Wetters, denn wenn es regnen wird, sind sie schon Stunden vorher unterwegs. Kommen aber trockene Tage, so suchen sie sich einen schattigen Platz - meist etwas erhöht an Bäumen oder ähnlichem, um ihren Freßfeinden zu entgehen - und verschlafen die Sommerhitze im Trockenschlaf.
Der Winter wird in selbst gegrabenen Gängen verpennt (man bedenke: Nur ein muskulöser Fuß für die Erdarbeiten!).

Auch für den Nachwuchs wird gebuddelt, in die Höhlen legen die Weinbergschneckeneltern etwa 50 Eier. Die geschlüpften Minischnecken müssen sich keine Gedanken, machen, ob sie nun von Vater oder Mutte gelegt wurden, sie sind nach dem Schlüpfen auf sich allein gestellt und nur wenige werden so groß und kräftig wie das fotografierte Exemplar.
Um das Brett auf der Terrasse schleimten übrigens an dem Morgen vier Weinbergschnecken (den winzigen Nachwuchs nicht mitgerechnet), zwei Schnirkel- und eine Nacktschnecke.
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4 Kommentare
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Thomas Jacobi aus Annaberg-Buchholz | 23.07.2008 | 22:35  
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Sascha Priesemann aus Sehnde | 24.07.2008 | 07:58  
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Herbert Vollmer aus Weimar | 25.07.2008 | 14:57  
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Wilfried Scholl aus Gladenbach | 25.07.2008 | 15:16  
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