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Katenser Müllsammler stoßen auf Wettermessstation aus den Niederlanden

Die tapferen "Müll-Sammler"
Die Resonanz bei Vereinen und Bevölkerung war ernüchternd


Bei dem Versuch, erstmals die Müllsammelaktion, die auch von dem regionalen Müllverwerter „aha“ getragen und unterstützt wurde, alle Vereine und Organisationen zu involvieren und dadurch mehr Bürgerinnen und Bürger zu mobilisieren, schlug leider fehl.

Angedacht war es in diesem Jahr die Veranstaltung auf eine breitere Front zu stellen um mit Hilfe einer „guten Sache“ das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Bewohner etwas zu fördern.

Großes Lob daher für die kleine Schar derer, die dem Wetter trotzten und sich mit Mülltüten, Handschuhen und Harken ausgestattet, aufmachten den Müll zu entsorgen, den leider andere in der Umwelt zurück gelassen haben. Besonders sind hier die Kinder hervorzuheben, die trotz widriger Witterungsverhältnisse tapfer durchhielten.

Sage und schreibe fünfzehn voll gepackte Müllsäcke sind zusammen getragen worden. Neben Autoreifen, Fässern, Schläuchen und vielen Kunststoffverpackungen waren es hauptsächlich Flaschen die gefunden wurden. Der Bürgermeister der kleinen Ortschaft, Frank Prusseit ließ es sich nicht nehmen, die Pfandflaschen heraus zu sortieren. Am Ende konnte eine stolze Anzahl von knapp dreißig Pfandflaschen gezählt werden. Der Erlös des Pfandes kommt der Jugendsparte der hiesigen Feuerwehr zu Gute.

Das kurioseste Fundstück war aber zweifelsohne eine Messsonde des „Königlichen Niederländischen Meteorologischen Institutes“ kurz KNMI. Auf Nachfrage bei dem Institut konnte in Erfahrung gebracht werden, dass der dazugehörige Wetterballon im Juni des vergangenen Jahres in Cabauw nahe Rotterdam auf Reisen ging. Ursprünglich sollte er zu Zwecken der Ozon-Forschung nur 30 Kilometer weit fliegen – stattdessen flog er aber knappe 400 Kilometer bis in unsere Gefilde. Zur Auswertung der Daten wurde der schuhkartongroße Messapparat mit seinen Drähten und Antennen von der Feuerwehr zurück nach Holland zum KNMI geschickt.

Nach dem alle Sammler das Messgerät nach Abschluss des Tages begutachtet hatten wurde ein kleiner Imbiss gereicht. Die Würstchen im Brötchen sowie die Getränke ließen sich alle sichtlich schmecken. Der Dank gilt hier der Bäckerei Leifert aus Gifhorn, sowie der Familien- und Seniorenhilfe Angelika Welge und dem Heimatbund aus Katensen, die im Vorfeld spontan ihre Bereitschaft erklärt hatten, die Kosten hierfür zu übernehmen.

Als Fazit bleibt es über die Veranstaltung an sich und deren Ablauf für die Zukunft nachzudenken. Anderslautenden Berichten zufolge kann man niemanden zu solch einer Aktion verpflichten – man ist immer auf die Bereitschaft und den Einsatz des Einzelnen angewiesen. Dass es aber notwendig ist, die Natur zu säubern, hat der vergangene Samstag wieder deutlich gezeigt – auch, oder gerade weil es immer noch zu viele Umweltsünder gibt.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Anzeiger | Erschienen am 18.03.2010
myheimat-Magazin Uetze | Erschienen am 23.04.2010
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3 Kommentare
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Sieglinde Baranowski aus Uetze | 23.03.2010 | 23:22  
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Markus Christian Maiwald aus Augsburg | 25.03.2010 | 15:04  
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Christine Eich aus Wetter | 25.03.2010 | 21:09  
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