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100jährige Jubiläumsfeier des Bergmannsverein ‚Riedel’ Hänigsen

Kranzniederlegung am Ehrenmal der Opfer des Grubenunglücks 1946
Der Bergmannsverein ‚Riedel’ Hänigsen hat ein sehr harmonisches Jubiläum gefeiert. Es begann mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal für die Opfer des Grubenunglücks 1946. Anschließend wurde ein Festgottesdienst in der St.Petri-Kirche abgehalten. Hier freute sich Pastor Ralf Halbrügge, dass es selbstverständlich war, beim Jubiläum diesen Festgottesdienst zu begehen. Der Glaube ist für die gefährliche Arbeit der Bergleute von großer Bedeutung und „das Verlassen auf andere war besonders im Bergbau lebens- ja sogar überlebenswichtig“, bemerkte Halbrügge in seiner Festandacht.



Bei der anschließenden Jubiläumsfeier in der Gaststätte Sandkrug konnte der 1. Vorsitzende Harald Kobbe zahlreiche Vereinsmitglieder und Gäste empfangen. So überbrachte der Gemeindebürgermeister Werner Backeberg Glückwünsche der Gemeinde und hob besonders die Integrationsarbeit des Bergmannsvereins der zugezogenen Bergleute hervor. „ Die Jubiläumsfeiern und die Feste der Bergleute sind vielen Hänigsern in Erinnerung geblieben“, blickte der Ortsbürgermeister Norbert Vanin zurück. Er überbrachte auch Glückwünsche des Ortrates Hänigsen und der vielen anwesenden Hänigser Vereinen. Der 1. Vorsitzende der Vereinigung der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine Niedersachsens e. V. (VBN) Lutz Fründt bemerkte, dass die tief im dunklen des Schachts gegründeten Kameradschaften durch den Verein über Tage fortgesetzt worden sind. Er überreichte Harald Kobbe zum Jubiläum eine Fahnenschleife und dankte ihm mit einem Wimpel für seine über 30 Jahre lange Vorstandarbeit. Klaus Rumphorst als Leiter der Inaktiven Werke der Kali + Salz AG merkte an, dass Deutschland weltführend in der Bergbautechnik ist „und damit es so bleibt, Referenzen braucht“, die durch die vielen Bergwerksschließungen immer weniger werden.

In seiner Festrede blickte der ehemalige Bergwerksdirektor Heinz Busche auf die Anfänge des Bergbaus in Hänigsen zurück. Tiefbohrungen im Jahr 1898 bewiesen das reichhaltige Vorkommen von Salz und 1907 begann die eigentliche Teufe des Schachtes. Ein Jahr später wurde der Verein gegründet. „ Der Verein habe die zugezogenen Bergleute zu einer Bindung an die neue Heimat verholfen“, erklärte Busche.

Die Feier wurde umrahmt von der Musik der Spielmannszuges, die auch mit einem Gesangsbeitrag aus Bergmannsliedern die Festgäste überraschte. Nach Beendigung des offiziellen Teils wurde ein Tzschärperfrühstück gereicht und eine Diashow zeigte Bilder aus 100 Jahren Vereinsleben.
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