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Herren II: TSV Vellmar – HSG Twistetal 39:27 (17:12)

Debakel in sibirischer Kälte

In den Herbstferien reisten wir zum damaligen Tabellenletzten nach Vellmar. Herbst, dass heißt eigentlich stürmisch, regnerisch und mit bunten Blättern und so. Doch dort angekommen merkten wir schnell, dass es uns in eine völlig andere Klimazone verschlagen hatte. In der Halle war es bitter kalt und wir frohren uns, auch wegen der falschen Kleiderwahl (kurze Hose und T-Shirt), den Allerwertesten ab. Trotz der Eiseskälte stellten wir auch im Kasseler Raum die Auswirkungen des Klimawandels fest, denn anscheinend muss sich auf dem Dach der Vellmarer Halle ein Gletscher befunden habe, der zu schmelzen begann, da es in regelmäßigen Abständen von der Decke in unseren Strafraum tropfte. Nun zum ernsteren Teil des Tage, dem Spiel:
Die ersten vier Minuten boten wir den Vellmarern Paroli und führten mit 3:1. Doch im weiteren Verlauf des Spiels kristallisierte sich mehr und mehr heraus, dass wir den Tabellenletzten unterschätzt haben. Unser Problem lag sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr. In der Abwehr agierten wir zu lasch und ließen die Vellmarer Jungs, vor allem ihren Mittelmann, immer wieder frei zum Wurf kommen. Auch vorne in der Offensive tat sich nicht wirklich was. Wir spielten einfach ohne Druck und wenn wir mit Druck spielten, gelang es uns nicht den Ball noch eine Station weiter zuspielen, um einen von uns in die richtige Wurfposition zu bekommen. Als der Pfiff zu Halbzeit ertönte konnten wir froh sein, dass wir nur mit fünf Toren zurück lagen. Aufzuholen war dieser Rückstand alle Mal und wir waren auch gewillt dies zu tun, jedoch scheiterte unser Plan an der Umsetzung, denn was nun folgte war noch einmal drei Klassen schlechter als die Leistung in der ersten Halbzeit. Problem waren jetzt nicht mehr unsere spielerischen Fehler, sondern unser Sozialverhalten untereinander. „Aufbauend“ auf der Stimmung im Team, war schnell klar: Es geht heute nix mehr! Bevor wir vom Schlusspfiff erlöst wurden, mussten wir uns von den Vellmarern noch 22 Treffer einschenken lassen. In der Kabine gab es noch die ein oder andere Diskussion über das Vorgefallene, aber eigentlich müsste klar sein, dass es zum Vorgefallenen eigentlich gar nicht hätte kommen dürfen.
Ich persönlich hoffe, dass dieses Thema nun endlich abgeharkt ist und wir wieder zusammen Handball spielen und Spaß haben können.

Tore: Maik 8, Patrick 8, Vitali 5, Ötti 3, Thomas 1, Jan J. 1, Dennis 1
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