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Kinder windelfrei bekommen: Das optimale Alter

Hier streiten sich die Geister. Natürlich ist Töpfchentraining an sich frühestens mit dem Sitzalter möglich. Allerdings gibt es mittlerweile eine durchaus erwähnenswert große Windelfreigemeinde, die bereits ab Geburt ihre Kinder abhält und auf Signale achtet, die Babys vor dem Ausscheidungsprozess abgeben.

Das eigentliche "sauber sein", wie die meisten es noch aus ihrer Kindheit kennen, kann ab dem 2. Lebensjahr geübt werden. Glaubt man Umfragen, dann klappt es zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr meist nach circa 6 Monaten sehr zuverlässig, dass nichts mehr daneben geht. Aber Achtung, es kommen oft noch mal Phasen, in denen hier und da ein Unfall passiert.

Davon sollte man sich nicht unterkriegen lassen und positiv weiter üben. Nachts kann es etwas länger dauern, bis der Nachwuchs trocken ist. Das ist ganz normal und hat lange erstmal nichts mit bettnässen zu tun, wie Eltern oft viel zu schnell befürchten. Die meisten Kinder sind zwischen dem 4. und 5. Lebensjahr dann auch nachts trocken. 

Weg mit den Windeln: So geht man am besten vor

In jedem Fall ohne Druck. Umso mehr Druck ausgeübt wird, umso schlechter kommen Eltern und Kinder in dieser Sache voran. Wer Ausscheidungskommunikation und völlig windelfrei betreiben möchte, der sollte sein Kind gut beobachten und bei Bedarf abhalten. Alle anderen können anfangs das Töpfchen in Standardsituationen anbieten.

Das kann nach dem Aufstehen morgens oder nach dem Mittagsschlaf genauso sein, wie nach dem Essen und Trinken. Im Netz kursieren verschiedene Belohnungssysteme für Kinder von Tabellen mit Stempeln über Aufkleber, bis hin zu kleinen Geschenken.

Das alles ist im Grunde nicht notwendig, wie man hier erfährt. Im Sommer können die Kids im Garten sehr gut ohne Windel laufen, dann ist es nicht so schlimm, wenn mal etwas daneben geht. Wichtig ist bei dem Vorhaben besonders eins: ZEIT.

Töpfchen oder Toilettensitzverkleinerung?

Das ist Geschmacksache der Eltern. Töpfchen haben den Vorteil, dass der Nachwuchs sie schneller alleine nutzen kann und dass keine weiteren Hilfsmittel, wie Hocker oder ähnliches notwendig sind.

Die Kinder können mal eine Weile auf dem Töpfchen sitzen, ohne das Eltern sorge haben müssen, sie stürzten vom Toilettenrand. Ihr großer Nachteil ist allerdings, dass sie ausgelehrt und gereinigt werden müssen. Mit einem Toilettensitz landet das Geschäft gleich dort, wo es hingehört, nämlich in der Toilette. Hier muss nur noch gespült werden und die Sache ist erledigt. Außerdem ist ein weiterer Vorteil des Toilettensitz für Kinder, dass sich die Kleinen wie Erwachsene vorkommen. 

Neben Toilettensitz und Töpfchen sind besonders die wasserfesten Bettlaken ein nützlichen Zubehör für's windelfrei werden. Denn dann ist nicht jedes Mal die komplette Matratze betroffen. 

Das sollte man beachten

Grundsätzlich sollte Unabhängigkeit unterstützt werden, aber es muss auch Raum und Verständnis bei Rückschlägen geben. Das bedeutet, dass Druck und Strafe absolut Fehl am Platze sind, wenn es um die Abschaffung der Windeln im Kleinkindalltag geht.

Übrigens wird es nicht zwingend einfacher dadurch, dass die Kids zur Toilette gehen. Denn dann müssen zwar keine Windeln mehr gewechselt, gekauft oder gewaschen werden. Dafür sind Eltern permanent auf der Suche nach der nächsten Toilette, denn die Abstände zwischen der Erkenntnis des Kindes, dass eine Toilette notwendig ist und dem Zeitraum, in dem sie aufgesucht werden kann, sind anfangs winzig.
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