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Teldafax-Pleite: Strom auf Vorkasse bezahlt - was nun?

Teldafax-Strom war zu billig (Foto: Gerd Altmann / pixelio.de) (Foto: Gerd Altmann / pixelio.de)
Teldafax hat Insolvenz angemeldet. Insolvenzverwalter Biner Bähr will das Unternehmen aus Troisdorf zwar retten, hat damit aber eine fast unmögliche Aufgabe an der Backe. Denn am Markt gibt keiner mehr einen Pfifferling auf Teldafax.

Strom gibt's für Teldafax-Kunden weiterhin - aber teurer
Der Stromanbieter hat rund 700.000 Kunden, die mit Strom und Gas versorgt werden. Diese werden auch weiterhin mit Strom versorgt werden. Denn der örtliche Grundversorger liefert ihnen Strom und Gas. Doch der örtliche Grundversorger hat seine eigenen Preise - und die sind meist teuer. Teldafax dagegen gilt als Billig-Stromanbieter. Einer, der sich den Strom vom Kunden aber im Voraus bezahlen lässt. Was für Unmut bei der Verbraucherzentrale um Gerd Billen sorgt: "Es kann nicht sein, dass Anbieter mit Dumpingpreisen werben, Vorkasse verlangen und die Verbraucher anschließend im Regen stehen", sagte Billen aufgebracht.

Marktdurchdringung führt zur Pleite
Vorkasse war auch der Schlüssel, mit dem sich Teldafax Anfang 2011 noch über Wasser halten konnte. Vorkasse und ein "Zustrom" (Wortspiel) neuer Kunden. Das Konzept des Unternehmens: Strom billigst raushauen und Minus machen, sich dafür aber auf dem Strommarkt platzieren. Marktdurchdringungsstrategie nennen Marketing-Manager diese Taktik, bei der möglichst viele Kunden in kurzer Zeit über einen unheimlich günstigen Preis gewonnen werden. Eine Taktik, die Teldafax in den Ruin stürzte. Und letztlich für Ärger beim Stromschnäppchen-Kunden sorgt: Denn das Geld für den Vorkasse-Strom bei Teldafax ist wohl weg. Stattdessen muss neues Geld für aktuellen Strom vom Grundversorger aufgewendet werden.
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2 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 15.06.2011 | 18:09  
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Markus Böhm aus Troisdorf | 11.01.2018 | 00:32  
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