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Diskussion zur Verkehrssituation auf der Bürgerversammlung am 16.11.17 in Thierhaupten bzgl. Verkehrsdichte Meitinger Straße

Einige Anwohner haben schon zur Selbsthilfe gegriffen aber was gibt das für ein Straßenbild für einen Ort an der "Romantischen Straße"
 
erst noch restliche Ausbeute und anschließend komplettes Verfüllen mit Abraum-Material
Hilf dir selbst, dann brauchst nicht auf die Gemeinde warten!
12.000 Kfz`s pro Tag machen die Meitinger Straße in Thierhaupten zu einer ausgewachsenen Bundesstraße, obwohl sie ja nur als Staatsstraße 2045 ein Zubringer zur B2 Verbindung Augsburg-Donauwörth ist. Die oft genannten 10.000 pro Tag sind eine Verniedlichung des Verkehrsproblems. Doch der Markt Thierhaupten sieht sich außerstande, gegen diese überdurchschnittliche Verkehrsbelastung etwas zu unternehmen, denn seit sie Staatsstraße ist, wäre hier der Landkreis der Betreiber und Verantwortliche. Querungshilfen für Fußgänger und eine Bushaltestelle samt Linksabbiegespur am Industriegebiet Gemeindewald hat zwar die Gemeindeverwaltung eingebracht, sie sollen auch für zusätzliche Sicherheit sorgen, andererseits sollen sie vor allem den fließenden Verkehr gewährleisten, da Linksabbieger dort Rückstaus und Auffahrunfälle verursachen. Eine einfache Lärmschutzmaßnahme mittels Flüsterasphalt für die Ortdurchfahrt ist jedoch nicht vorgesehen (den hat jetzt sogar die B2 entlang von Mertingen und Bäumenheim bekommen).
Durch die Lechbrücken ist Thierhaupten Transfergebiet für Personen und Waren aus dem bayerischen Hinterland ins Schwäbische und umgekehrt. Jedoch auf mehr als der Hälfte aller Bundesstraßen herrscht weniger Verkehr als auf der Meitinger Straße über den Lech! ( 62% aller Bundesstraßen werden durchschnittlich nur von 9.000 Fahrzeugen pro Tag befahren, ab etwa 15.000Kfz/Tag werden sie mehrspurig ausgebaut). Die Marktgemeinde hat es in den 80er Jahren versäumt, bei ihren Überlegungen zu einer Umgehungsstaße Taten folgen zu lassen. Heute sind die Felder meist unverkäuflich und oft auch unerschwinglich, ja selbst für einen bereits anberaumten Ausbau der Ortsverbindungs-straße zu Ötz und Altenbach sind die noch dringend nötigen 1000m² nicht zu erwerben. Wochenende für Wochenende schieben sich hier moderne Pferdetransportbusse durch den beengten, kurvigen Weg zum Reiterhof.

Für die Anwohner der Meitinger Straße bleibt schließlich nur die Eigeninitiative in Form von Lärmschutz-Wänden, Bretterverkleidungen oder Gabionen, anstelle grüner Hecken, die lediglich den Staub abfangen und etwas Sichtschutz geben. Längst lässt sich entlang der Straße im Freien kein Gespräch mehr führen, es wird erstickt im 3 Sekundentakt der vorbeirollenden Autos und Kleinlaster bzw. am Minutentakt großer Lastzüge. Nicht zuletzt führt der Verkehrslärm ja auch zu Schlafstörungen und mit Staub und Stickoxyden (Dieselfahrverbote) zu entsprechenden gesundheitlichen Folgeschäden.
Was nützt es da, Thierhaupten für den Fremdenverkehr an der romantischen Straße aufzupeppen, den Marktplatz urbaner gestalten zu wollen, wenn immer noch mehr Verkehr durch den Ort fließt? Zu den erwarteten Transporten der Lechstahlwerke (Hochofen-Schlacke), der baldigen großflächigen Kiesausbeute in Hemerten kam jetzt noch die Ausbeute und Verfüllung der Sandgrube am Baarer Berg hinzu. Laut Zukunftsprognose wird Thierhaupten wegen der guten Verkehrsanbindung in den Münchener Raum auf bis zu 5000 Einwohner im Jahr 2050 anwachsen aber vermutlich immer noch vom Durchgangsverkehr gequält sein, wie es einst Meitingen war, bis zur Verlegung der B2 in 2004.
Hier die privat ermittelte tägliche Belastung, es fehlen die Zu- und Abgänge am Ortsanfang (z.B. jene über den Lechfeldweg Richtung Orstmitte).
Es beginnt ab
5:00 Uhr mit       500 Kfz/h
6:00 Uhr     680 Kfz
7:00 Uhr     800 Kfz
8:00 – 14:00 Uhr 7h x 650 Kfz 4500 Kfz
15:00 Uhr   900 Kfz
16:00 Uhr 1000 Kfz
17:00 Uhr 1200 Kfz
18:00 Uhr   650 Kfz
19:00 Uhr   550 Kfz
20:00 – 22:00 Uhr      300 +200 +150 650 Kfz

macht zusammen: 11.430 Kfz pro Tag

Freitagnachmittags gibt es keine Rush Hour, sondern ab Mittag durchgehend bis in den Abend je 1000 Kfz pro Stunde.
Diese Zählung betrifft Montag bis Freitag, im Sommer ist der Abendverkehr wesentlich stärker und länger andauernd, so dass die 12.000Kfz jeden Werktag erreicht werden. Auch in den „ruhigen“ Nachtstunden fühlt man sich nicht allein bei etwa 50 Kfz/Stunde. Sonntagnachts kommt ab 22:00 Uhr starker Lkw-Verkehr hinzu, wenn diese in die neue Lieferwoche starten.
Somit wird durch die Brückensperrung 2018 über mindestens 7 Monate eine der wichtigsten Transferverbindungen über den Lech gekappt, auch wenn diese statt Bundesstraße bisher nur Staatsstraße 2045 heißt.
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