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… lasst uns den Heiligen Josef ehren! Fahnenweihe beim Ortsverband Ötz/Thierhaupten der Königlich-Bayerischen Josefspartei

li Kurt Koschel, Westendorf, Mitte Josef Kandler, Ötz-Thierhaupten, re Thomas Easaw, Langenreichen
 
Erste Fahnenweihe der Josefspartei in Thierhaupten.
Thierhaupten: Am Berg 16 | Siebzehn Personen fanden sich am Josefstag in einer romantisch gelegenen Waldhütte bei Thierhaupten ein, um eine besondere Feier zu Ehren des heiligen Josefs zu begehen. Die dreizehn Mitglieder des Ortsverbandes Ötz-Thierhaupten der Königlich-Bayerischen- Josefspartei (KBJP) ließen ihre erste Vereinsfahne weihen. Bei frühlingshaften Temperaturen fand die Feierstunde im Wald vor einem improvisierten Altar mit der Figur des heiligen Josefs statt. Pfarrer Anton Maric aus Münster hielt die Andacht zur Segnung der Fahne ab und betonte die Bedeutung des heiligen Josefs als Schutzpatron und als beliebter Heiliger in den katholischen Regionen Altbayerns und Schwabens. Franz Xaver Jakob aus Todtenweis gestaltete die musikalische Umrahmung mit seinem Akkordeon. Abschließend durfte die gemeinsam gesungene Bayernhymne „Gott mit Dir Du Land der Bayern“ nicht fehlen.

Bei seiner Festansprache betonte der Ortsverbandsvorsitzende der KBJP Lech-Schmuttertal Kurt „Josef“ Koschel um wie viel ärmer die bayerische Kultur und Tradition ohne den Josefs-Feiertag geworden ist. Wichtigstes Ziel der Partei sei es, den Josefstag am 19. März wieder als Feiertag einzuführen und ihn immer gebührend zu feiern.

Verehrung des hl. Josefs

Verehrt wird der hl. Josef, der Mann der Gottesmutter Maria und Nährvater Jesu Christi schon lange. Schriftliche und mündliche Überlieferungen bestätigen den Josefstag als Festtag seit dem 9. Jahrhundert. Aber erst 1621 wurde der 19. März als Josefstag von Papst Gregor XV. zum allgemein gebotenen kirchlichen Feiertag erklärt. Und so blieb Josefi in Bayern ein gesetzlicher Feiertag bis zu seiner Abschaffung 1968 zur Amtszeit des bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel.

Geschichte der Josefspartei

Die Josefspartei besteht seit 1985 und ist aus den Damischen Rittern im Turm zum Goldenen Frieden zu Aichach hervorgegangen, die in den 1950er und 1960er Jahren für die Restaurierung des Knollerturms sorgten, eines Rundturms der Aichacher Stadtmauer. Weltweit verzeichnet die Josefspartei nach eigenen Angaben heute 8.500 Mitglieder. In ihrer Satzung ist beispielsweise festgelegt, dass ein Jahresbeitrag von nur 1 Euro erhoben wird, um weiten Teilen der Bevölkerung den Beitritt zu ermöglichen. Wer Mitglied geworden ist, ist berechtigt als weiteren Vornamen den Namen „Josef“, „Josefa“ bzw. „Josefine“ zu führen. Die Mitglieder treffen sich jährlich zu einem Parteitag, der heuer am 12. Mai wieder in Kühbach bei Aichach stattfinden wird, als Festredner hat sich der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer angekündigt.

Der Ortsverband Ötz-Thierhaupten

Bei einer Gruppe Sympathisanten der Josefspartei in Thierhaupten entwickelte sich im Jahr 2006 nach einem Besuch des Parteitages in Kühbach der Wunsch, einen eigenen Ortsverband zu gründen. Die Gründungsmitglieder Josef Kandler, Franz „Josef“ Kreuzer, Josef Praßler, Heinrich „Josef“ Bärschdorf, Josef Blaschko und Josef Schreier trafen sich seither regelmäßig und konnten die Mitgliederzahl mehr als verdoppeln. Vor einigen Monaten gab der Vorsitzende des Ortsverbandes Ötz-Thierhaupten Josef Kandler dann die Anfertigung einer Fahne in Auftrag. Den Motiventwurf dafür fertigte das Parteimitglied Josef Blaschko an. Der Landvorsitzende der KBJP Indien Thomas „Josef“ Easaw mit Wohnsitz in Langenreichen fand auf Reisen in seinem Heimatland in der Stadt Kerela in Südindien eine Stickerei, die die Thierhauptener Fahne anfertigte. Nun ist sie stolze Zierde für Thierhauptens kleinsten Verein. Das Motto beim geselligen Zusammensein nach der Fahnenweihe blieb einstimmig: „Nehmt das Glas in die Hand und lasst uns den Hl. Josef ehren. Wir lassen uns keinen Feiertag stehlen und werden weiter aufbegehren …!“
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Regionalmagazin meitinger | Erschienen am 17.12.2013
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