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HARZWANDERUNG vom Luftkurort STECKLENBERG zu den beiden BURGRUINEN

Ruinen der Stecklenburg
 
herbstlicher Mischwald empfing uns am Naturfreundehaus im Wurmbachtal
Thale: Lauenburg | Es hatte die ganze Nacht geregnet. Noch bei leichtem Nieselregen gelangten wir zu unserem Treffpunkt, dem  Naturfreundehaus Stecklenberg im Wurmbachtal. Pünktlich mit Beginn der Wanderung des Harzklub Quedlinburg, die wie so oft  unter der Leitung des Wanderführers Manfred Böhm stand, hörte es auf zu regnen. Gegen Mittag kam sogar die Sonne hervor. Schon das Wandern durch die  herbstlichen  Wälder machte die Wanderung zu einen vollen Erfolgserlebnis. Stecklenberg ist eine Luftkurort und liegt am Nordrand des Harzes im Wurmbachtal. Der  Wurmbach ist ein, durch die vielen Granitsteine, die in seinen Bett liegen, ein romantischer kleiner Harzbach. Er entspringt in der Nähe des Erholungsortes Friedrichsbrunn und mündet in Neinstedt in die Bode. In den relativ schmalen Wurmbachtal ging es fast fünf Kilometer immer bergauf. Nach gut einen Kilometer kamen wir an einen sehr alten Steinbruch, dem Femengericht, vorbei.. Hier sollen schon vor über 1.000 Jahren Granitsteine für die Lauenburg  und die Stecklenburg - das sind die beiden Burgruinen - gebrochen sein.  Bis zu den nächsten ehemaligen Steinbruch, der sich unterhalb der Sommerklippen befindet, waren es nur knapp 100 Meter. Fast gegenüber der Sommerklippen, auf der anderen Talseite, befinden sich die  Winterklippen. Auch sie bestehen aus den Ramberg - Granit. Da die steilen Berghänge in diesem Bereich des Wurmbachtals bewachsen sind, kann man die Klippen nur schwer erkennen. Nach insgesamt ca. 5 km hatten wir den höchsten Punkt und zugleich den Wendepunkt dieser Wanderung erreicht. Kurz zuvor kamen wir an der Teichstelle vorbei. Es handelt sich hierbei um einen verlandeten Waldteich. Für viele Lurchenarten ist diese Teichstelle der ideale Lebensraum. Aufgrund der Trockenheit der beiden letzten Jahre hat sich die einstigen Teichstelle in eine größere Pfütze verwandelt.  Der Biotop war, besonders wenn die zahlreichen Seerosen blühten, immer eine wahre Augenweide. Unser Weg mündete  auf  die von Friedrichsbrunn (Schirmbuche) nach Bad Suderode  führende geschotterten Straße. An der nächsten Kreuzung am Roten Steiger wählten wir den, nach den Aussichtspunkt Winterklippen führenden Weg. Um die Aussicht richtig genießen zu können, macht es sich erforderlich eine Sichtachse frei zu schneiden.

Die Burgruinen Lauenburg und Stecklenburg
Von dem Aussichtspunkt wanderten wir bis zur Vorburg der Lauenburg. Die Vorburg mit ihrem  17 m hohen Bergfried liegt auf einem erhöhten Plateau. Über die, 2014 errichtete, Leiter war es kein Problem auf dieses Plateau zu gelangen. Schon vor über einhundert Jahren gab es bereits hier einen  Aussichtsturm aus Holz.  Die neue höhere Aussichtsplattform ist dagegen aus Stahl angefertigt. Von dort oben hat man eine gute Aussicht auf den Vorharz. Die Lauenburg wurde in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts als Reichsburg,. d.h. sie stand unter königlicher Hoheit, errichtet. Im gesamten Harz war nur die Harzburg in Bad Harzburg größer als die Lauenburg. Ab 1165 war die Burg im Besitz des Herzogs Heinrich des Löwen, später ab 1273 waren die Grafen vom Regenstein die Besitzer. Ein Halberstädter Bischof eroberte 1350 die Lauenburg. Bereits zum Ende des 15. Jahrhunderts wurde aus der stolzen Burg ein Steinbruch.
Bis zur nächsten Burg, der Stecklenburg, die etwa 100 m über dem, von Kolonisten unter Friedrich II. von 1767 bis 1775 errichteten, Ort Stecklenberg liegt, waren es rund 500 m. Diese Burg wurde um 1100 auf dem Gelände einer frühmittelalterlichen Wallburg errichtet. Über 500 Jahren war die Stecklenburg im Besitz der Herren von Hoym. 1713 wurde die bereits stark zerfallene Burg an Friedrich I. verkauft. Bis die Ruine im Jahre 1850 als Denkmal anerkannt wurde, diente sie 100 Jahre lang als Steinbruch. Von der Ruine Stecklenburg wanderten wir wieder hinunter ins Wurmbachtal. Nach etwa 10 km endete die Wanderung am Naturfreundehaus Stecklenberg.
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