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Niemand darf ausgegrenzt werden!

Den Festvortrag hielt die VdK-Kreisgeschäftsführerin Sylva Gebhard
 
Hubert Ferber, seit 31 Jahren Ortsvorsitzender des VdK-Ortsverbandes
Tapfheim: Gasthof zur Grenz | „Niemand darf ausgegrenzt werden“ ein kleines Wortspiel von Landrat Stefan Rößle beim Festakt zum 70. Gründungsjubiläum des VdK Ortsverbandes Donaumünster-Erlingshofen-Rettingen-Tapfheim in der Grenzwirtschaft gibt die Zielrichtung des Sozialverbandes vor. Im Februar 1948 wurde eben in der „Grenz“ die Gründungsversammlung mit dem ersten Vorstand Andreas Müller mit 29 Mitgliedern abgehalten. Seit nunmehr 31 Jahren führt Hubert Ferber den Tapfheimer Gesamtverein. Dem Festakt vorausgegangen war ein Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder.
In würdigen Rahmen, musikalisch begleitet von der Veeh-Harfen-Gruppe Donauwörth unter Leitung von Marianne Preßler, waren die Mitglieder zur Jubiläumsfeier geladen, als Vorstand Hubert Ferber in seiner Ansprache die Entwicklung des Interessenverbandes auf örtlicher Ebene aufzeigte. Die Änderung des Vereinsnamens war stets der Aufgabenentwicklung anzupassen. Während in der Gründerzeit Kriegsbeschädigte und Kriegerwitwen im Mittelpunkt der Ziele standen, sind es jetzt Behinderte, Rentner und Hilfesuchende. Mit dem Verbandsmotto „Zukunft braucht Menschlichkeit“ begründete Ferber die Forderung, Nachteile für Behinderte in ihrer Verschiedenheit abzubauen oder erst gar nicht entstehen zu lassen.
Die Änderung zum modernen Sozialverband war der Inhalt des Festvortrags der VdK-Kreisgeschäftsführerin Sylva Gebhard. Ehrenamtliche Betreuung vor Ort, sozialrechtliche Beratung und Vertretung der Mitglieder sowie Lobbyarbeit für sozialpolitische Gerechtigkeit seien die drei Säulen der Verbandsarbeit. Gegenüber der Politik werde man nicht lockerlassen, signalisierte die Geschäftsführerin, damit sich in der sozialen Gesetzgebung Menschlichkeit widerspiegelt. Dass der VdK für seine Mitglieder Profil zeige, belegte die Rednerin mit 690.000 Euro erstrittenen Nachzahlungen durch weit über 4000 Beratungs- und Klageverfahren.
Der VdK sei „die Schutzmacht der kleinen Leute“, so zitierte MdL Wolfgang Fackler den bayerischen Ministerpräsidenten und begrüßte die Entwicklung des Verbandes. Die Verbandsarbeit würdigend, signalisierte der Abgeordnete weitere Verbesserungen für Behinderte während der nächsten Legislaturperiode des Landtags.
Erst als Bürgermeister seien Landrat Rößle die Tätigkeitsfelder des VdK bewusst geworden. Mit dieser Erkenntnis hob er anerkennend hervor, was sich gewandelt und entwickelt habe. Die vielfältigen Einsatzbereiche würden die Notwendigkeit der Interessenvertretung aufzeigen, betonte der Landrat und nur das Zusammenwirken der Verantwortlichen würde letztendlich zum Erfolg führen. Explizit dazu listete Stefan Rößle die Aktivitäten im Sozialbereich des Landkreises und seiner Pflegeeinrichtungen auf.
Bürgermeister Karl Malz überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde und betonte das effektive Zusammenwirken zwischen Gemeinde und Ortsverband bei auftretenden Problemen. Mit der Ehrung verdienstvoller Mitglieder wurden Anerkennungsurkunde und Ehrenzeichen verliehen und beim gemeinsamen Mittagessen und musikalischer Begleitung Erinnerungen ausgetauscht.

Ehrungen:

  • Anlässlich der 70-Jahr-Feier des Ortsverbandes Donaumünster-Erlingshofen-Rettingen-Tapfheim im Verband VdK-Bayern e.V., Der Sozialverband wurden langjährige Mitglieder geehrt für
  • 25 Jahre: Ingrid Keller, Elisabeth Steinle, Alois Schiele und Elisabeth Hattler
  • 20 Jahre: Norbert Heinrich, Josef Sprengart, Siegfried Weizenbeck, Christian Heinisch, Erich Zaunitzer, Josefa Rauh, Josef Miller und Helga Müller
  • 10 Jahre: Waltraud Späht, Ingrid Rauh und Werner Färber
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