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65 Jahre VdK Ortsverband

Das Goldene Ehrenzeichen der Gemeinde Tapfheim überreichte Bürgermeister Karl Malz für 25 Jahre und mehr in ehrenamtlicher Vorstandstätigkeit an den VdK-Ortsvorsitzenden Hubert Ferber und dessen Ehefrau Marianne Ferber beim Festakt. Im Bild (von links) CSU-Fraktionsvorsitzender Georg Schmid, Marianne Ferber, VdK-Kreisgeschäftsführerin Silva Gebhard, Hubert Ferber, Bürgermeister Karl Malz, Stellvertretender Landrat Alfred Stöckl, Stellv. Ortsvorsitzende Ingrid Keller.
 
Langjährige Mitglieder erfuhren Ehrungen beim Festakt des 65-jährigen Bestehens des VdK-Ortsverbandes: Maria Wöß (30 Jahre), Adolf Gerstmeier (25 Jahre), Hans Kapfer, Felix Miller, Horst Münster, Karl Schnell, Karl Schnepf, Ottilie Schreiber, Gabriele Sing, Georg Sing, Johann Straß, Yildiran Nureddin (alle 10 Jahre). Im Bild Ehrengäste und die Geehrten mit Urkunde (von links) Ottilie Schreiber, Adolf Gerstmeier, Johann Straß.
„65 Jahre und kein bisschen leise“ der abgewandelte Songtext von Curd Jürgens trifft die Aktivitäten des VdK Ortsverbandes Donaumünster vollinhaltlich. Fast exakt auf die Gründung im Februar 1948 fand nun an gleicher Stelle im Gasthof Grenz ein Festakt in würdigem Rahmen für die Mitglieder statt. Musikalisch festlich begleitete das junge Bläserquintett „Bended Brass“ die Feierstunde. Der Feier voraus ging ein vom Verein mitgestalteter Gottesdienst im Gedenken an die verstorbenen Mitglieder.
„Gemeinsam sind wir stark“ so unterstrich der Vorsitzende des Ortsverbands Hubert Ferber die Grundlage der Vereinsgründung und verdeutlichte mit den Namensänderungen die Anpassung der Vereinsziele an die sozialen Situationen und Bedürfnisse der Mitglieder. „Zu uns kommt man nicht als Wohlfahrtsempfänger, sondern als Mitglied einer starken Selbsthilfeorganisation“ unterstrich Ferber die Vertretung von Hilfesuchenden. Mit dem Blick in die Zukunft verband der langjährige VdK-Ortsvorstand die Diskussion um Altersarmut und die Verbesserung von Lebenssituationen für Schwerbehinderte. „Den Einsatz der eigenen Kräfte sei man denen schuldig, die sie nicht haben“, damit sicherte Hubert Ferber wörtlich die Interessenvertretung der Mitglieder auch für die Zukunft zu.
In Vertretung der erkrankten Kreisvorsitzenden Ursula Seefried überbrachte die VdK-Kreisgeschäftsführerin Silva Gebhard Grüße und Wünsche des Regionalverbandes. „Sich um den Nächsten kümmern, für die Gemeinschaft da zu sein“, das seien nach den Worten der Kreisgeschäftsführerin Grundlagen gelebter Solidarität. Solche verkörpern auch im VdK-Orstverband Donaumünser-Erlingshofen-Rettingen-Tapfheim die im Ehrenamt Tätigen. Damit sei auch die gute Entwicklung der Mitgliederzahlen zu begründen, deren Zunahme den Bedarf analysiere. Vermehrte Beratungen, Antragsbegleitung und Widerspruchsverfahren führten im Verband zu 525.000 Euro an Nachzahlungen sozialer Leistungen und verdeutlichen Wichtig- und Notwendigkeit des Verbandes, belegte Geschäftsführerin Gebhard die Vertretungserfolge. In ihren weiteren Ausführungen ging VdK-Kreisgeschäftsführerin Gebhard auf gesetzliche Veränderungen, aber auch auf befürchtete Benachteiligungen durch Altersarmut, bei Pflegeleistungen und in der Krankenversicherung ein und appellierte, „die Zukunft braucht Menschlichkeit“,
Den CSU-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Georg Schmid, habe der VdK „ganz an seiner Seite“. Schmid knüpfte bei seinem Besuch der Festveranstaltung an die Leistungen und Bedürfnisse der Interessenvertretung an und berichtete von Erfahrungen mit dem Verband aus seiner Zeit als Sozial-Staatssekretär. Er wisse um die Stärke des VdK-Verbandes, deren Notwendigkeit er teile, wenngleich nicht alle Forderungen sofort finanzierbar seien. „Aber Gerechtigkeit muss der zentrale Punkt sein“ betonte der Politiker.
„Die Leistungen des VdK verdienen Anerkennung!“. Diese lies auch Stellvertretender Landrat Alfred Stöckl dem Ortsverband, der Vorstandschaft und den Mitgliedern in seinem Grußwort zuteil werden. Als Sprachrohr für Solidarität habe sich die Organisation für Behinderte, Hinterbliebene, Sozialrentner und Kranke als hilfreicher Partner etabliert. Gerade für Menschen die Hilfe benötigen, sei der VdK auch im Landkreis eine unverzichtbare Institution, so Landratsvertreter Stöckl.
Bürgermeister Karl Malz überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde und ging wesentlich auf die ehrenamtlichen Leistungen der Verbandsführung ein. Im 65-jährigen Bestehen des VdK-Ortsverbandes stehe mit Hubert Ferber erst der vierte Vorstand im Amt. Mit dieser Kontinuität stehe der Fortbestand der Organisation nicht in Frage, freute sich Bürgermeister Malz und nahm dies zum Anlass, ehrenamtliche Auszeichnungen zu überreichen, nicht ohne auf die vielfältigen Aufgaben und die Wichtigkeit des Sozialverbandes in der Gesellschaft zu verweisen.

Als Verband der Körperbehinderten, Arbeitsinvaliden und deren Hinterbliebene, Donaumünster wurde der VdK-Ortsverband am 12.02.1948 von 29 Personen in der Grenzwirtschaft in Erlingshofen gegründet. Die Vereinsvorstände seit der Gründung:
bis 1950: Andreas Müller
bis 1984: Josef Jenning
bis 1986: Elsa Jenning
seit 1987: Hubert Ferber
Heute nennt sich der Verband: VdK-Bayern, Der Sozialverband, Ortsverband Donaumünster-Erlingshofen-Rettingen-Tapfheim.
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