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Fußball-Bundesliga: Spitzenteams in der Krise - zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Gleich fünf Spitzenteams der Fußball-Bundesliga spielen eine bescheidene Saison und stecken in einer existenziellen Krise. Mit dem finanziellen Hintergrund, der Infrastruktur, den Fans und dem stark besetzten Kader müssten sie wie in den Vorjahren um die internationalen Plätze mitspielen, womöglich sogar um die Meisterschaft. Die Realität sieht aber anders aus.

Der HSV gurkt im Mittelfeld der Tabelle herum (Platz 9), der FC Schalke 04 hat sich nach einem katastrophalen, langen, verpatzten Start inzwischen bis auf zwei Zähler an den HSV herangekämpft und hat immerhin den Einzug ins Achtelfinale der Champions League realisiert.

Werder Bremen ist raus aus dem internationalen Club-Fußball und kriegt in der Liga regelmäßig die Hucke voll. Mit 33 Gegentoren stellt Werder die zweitschlechteste Abwehr der Liga und kann bei acht Punkten Rückstand auf Platz 5 eigentlich nur noch beten, dass es im DFB-Pokal klappt.

Auch der VfL Wolfsburg, der gar nicht schlecht spielt, aber trotzdem zu selten gewinnt, und mit Diego, Grafite und Edin Dzeko über ein Spitzentrio im Angriff verfügt, verkommt vom Meisterkandidaten zur grauen Maus. Derzeit orientiert sich die Mannschaft mit 18 Punkten von Steve McClaren auch nicht an Borussia Dortmund (43), sondern am 1. FC Köln (15, Relegationsplatz).

Am schlimmsten hat es aber den VfB Stuttgart erwischt. Mehr zum Labbadia-Fehler lest ihr mit einem Klick auf das provokante Schlagwort.

Theoretisch könnte auch noch der FC Bayern München als Spitzenteam in der Krise aufgeführt werden. Denn mit 26 Punkten auf Platz sechs und einem Rückstand von 17 Zählern (das sind 6 Siege) auf Tabellenführer Borussia Dortmund ist auch der Rekordmeister weit von seinem Ziel in der Bundesliga entfernt. Wann bitteschön gab es denn schon einmal eine Saison, in der nach 16 Spieltagen Hannover 96, der FSV Mainz und der SC Freiburg vorm FC Bayern standen?
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