Anzeige

Stuttgart 21 - gute Planung und Beteiligung dauert - Teil 1 1988 bis 2001

Stuttgarter Haupbahnhof Gleisfeld September 2010
Stuttgart: Hauptbahnhof | Zahlreiche Kritiker behaupten, Stuttgart 21 wäre schlecht geplant, Untersuchungen würden fehlen, Alternativen würden nicht ernst genommen.
Zum Glück leben wir in Deutschland und Bauprojekte dieser Dimension werden wohl in keinem Land so intensiv geprüft, wie hier. Dies ist auch einer der Gründe, warum sich solch ein Großprojekt über Jahrzehnte zieht.
Es ist leider auch falsch, siehe hierzu einen Kommentar zu meinem gestrigen Artikel: "Stuttgart 21 - Die Zukunft hat begonnen", dass alles 10 Jahre in der Schublade lag. Man sollte sich erst informieren, bevor man Stellung nimmt!
Aber, der Reihe nach, hier einmal eine zeitliche Darstellung, welche die Dimensionen erkennen lässt, erster Teil:
1988 bis 1994, Vorüberlegungen zu Trassenvarianten rund um Stuttgart
1994 Vorstellung des Bahn- und Städtebauprojekts "Stuttgart 21"
1995 Erste Bürgerbeteiligung in Form von Ideenwerkstätten zu "S 21";
Stuttgarter Gemeinderat beschließt Rahmenvereinbarung "Stuttgart 21"
1996 Raumordnungsverfahren zu "S21" wird beantragt, Umweltuntersuchung
und Gutachten zu Stuttgarter Untergrund wird erstellt;
EU beschließt gemeinschaftliche Leitlinie zum Ausbau des trans-
europäischen Verkehrsnetzes, inkl. Hochgeschwindigkeitsstrecke
Stuttgart-Ulm.
1997 Offene Bürgerbeteiligung zum Städtebauprojekt "S21", Dauer 4 Monate,
In 15 Arbeitskreise beteiligen sich 400 Bürger;
Rahmenplan zu "Stuttgart 21" wird daraufhin beschlossen;
Raumordnungsverfahren wird abgeschlossen, dies ist eine Voraussetzung
um in die Planfeststellung zu gehen;
Ingenhoven gewinnt Architektenwettbewerb zu Bahnhofsumbau "S21"

ZWANGSPAUSE:
Bahnchef Ludewig ist gegen das Projekt und verhängt Planungsstopp. Neuer Bahnchef Mehdorn ist wieder dafür, scheitert aber am Verkehrsminister Klimt (SPD). Erst, nachdem sich das Land Baden-Württemberg und der Bund über eine Vorfinanzierung einigen, stimmt der Verkehrsminister und auch der Bahn- Aufsichtsrat im Frühjahr 2001 zu! Erst jetzt kann die Projektplanungs-GmbH wieder ihre Arbeit aufnehmen, Personal einstellen und das Planfeststellungsverfahren in die Wege leiten, mehr hierzu im 2.Teil meines Artikels unter: http://www.myheimat.de/stuttgart-ost/politik/stutt...
0
1 Kommentar
59.223
Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.09.2010 | 15:48  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.