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Ehemaliger Weltklasse-Hochspringer liest in Franzburg - Paul Frommeyer stellt am Freitag im Vereinshaus sein im Februar erschienenen Debütroman ?Möller? vor.

gefunden auf Aktuelle Nachrichten - OSTSEE-ZEITUNG.DE (Artikel lesen)

Stralsund: Es kommt sicher nicht alle Tage vor, dass sich ehemalige Spitzensportler nach Franzburg verirren, um dort ein Buch vorzustellen. Freitag wird es so sein, denn dann liest Paul Frommeyer im Vereinshaus aus seinem im Februar im Kölner Verlag CNG sports & media erschienenen Roman ?Möller?. Der 1957 in Ibbenbüren (Nordrhein-Westfalen) geborene Frommeyer lebt seit zehn Jahren in Millienhagen. Die schöne Lage und die seinerzeit günstigen Immobilienpreise haben ihn dahin verschlagen, bekennt er. Seinen größten sportlichen Triumph feierte Paul Frommeyer 1983 bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Helsinki, wo er 2,34 Meter übersprang. (Zum Vergleich: Die derzeitige Weltbestleistung liegt bei 2,45 und wurde 1993 vom Kubaner Javier Sotomayor gesprungen.) In seinem Roman schildert Frommeyer die Geschichte des Gerald Möller, eines sensiblen Außenseiters und Spitzensportlers. Möller ist Hammerwerfer und sieht im Leistungssport die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen. 2004 zählt er bei den Olympischen Spielen in Athen zu den Favoriten und tatsächlich gelingt ihm hier auch der weiteste Wurf seiner Karriere. Leider wird dieser als ungültig erklärt. Für Möller bedeutet das eine Tragödie, an der er zerbricht. Er sieht in seinem sportlichen Scheitern nun auch das Scheitern seines Lebens und kommt erst wieder nach längerer Zeit in seiner zweiten Passion, dem Fliegen, zur Ruhe. Manches am Roman ist autobiografisch, vieles aber Fiktion, bekennt der Autor in einem Interview mit leichtathletik.de. Dort sagt er auch, dass er etwa ein Jahr an ?Möller? geschrieben habe. In Millienhagen, wo er die nötige Ruhe fand. Inzwischen ist Frommeyers Erstlingswerk nicht nur erfolgreich bei den Deutschen Hallenmeisterschaften Ende Februar in Leipzig vorgestellt worden. Der Autor, der auch als freiberuflicher Journalist, unter anderem für FAZ und Frankfurter Rundschau, tätig ist, hat schon mehrere, gut besuchte Lesungen hinter sich. So unter anderem in der Bibliothek seiner Heimatstadt Ibbenbüren, wo rund 50 Zuhörer kamen und sich am Ende ihre Bücher signieren ließen. Hoffen wir, dass es in Franzburg eben so viele werden. Der Eintritt ist frei. Beginn ist 19 Uhr. ra
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