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Historische Parks der Altmark – (D) Hansestadt Stendal

Uenglinger Tor
 
unser kurzer Altstadtbummel durch Stendal
Stendal: Uenglinger Tor | Zwar hat Stendal keinen „Gartenträume-Park“.
Die Altstadt ist aber ähnlich wie Gardelegen von Wallanlagen umgeben, durch die zu spazieren ist es sicher-lich auch lohnenswert.
Stendal hatte wie andere Städte auch, im Mittelalter eine Befestigung. Sie bestand aus zwei Wällen zwei Gräben, die ihr Wasser von der Uchte erhielten, und einer Mauer mit vier Toren. Da die Bürge sie als Einengung empfanden, wurde sie im 18 und; 19. Jahrhundert als Steinbruch genutzt und abgebrochen. Wälle und Gräben wurden weitgehend eingeebnet. Die Stendaler gestalteten im 19 Jahrhundert den Innenwall, der einmal die Stadtmauer trüg, zu einer Promenade, die noch heute als grüner Ring fast vollständig erhalten ist und unter Denkmalschutz steht, wie die historischen Bauwerke.
Im Norden der Altstadt, zwischen Uenglinger Tor und Schützenhaus, wurde im späten Mittelalter die Befestigungsanlage noch zusätzlich durch einen dritten Wall und Graben verstärkt. Ein glücklicher Zufall wollte es, daß gerade dieser Bereich, der an eines der schönsten Stadttore Norddeutschlands anschließt, verhältnismäßig wenig Veränderungen erfuhr. In seiner ursprünglichen Höhe erhalten, beginnt der Innenwall unmittelbar am Torturm, Vorhanden ist auch noch der Mittelwall, während der Außenwall eingeebnet wurde.
Quelle: Wallanlagen
Uns interessierte aber mehr ein Altstadtbummel. Dazu parkten wir in unmittelbarer Nähe des

Uenglinger Tor

Nach dem Holstentor in Lübeck ist dieses Stadttor wohl das schönste mittelalterliche Stadttor in Backsteinbauweise im norddeutschen Raum. Mit seinem prächtigen Aufbau und den Verzierungen an Friesen, den Blendnischen sowie dem Stabwerk, diente es der mittelalterlichen Stadt zum einen als Verteidigungsanlage zugehörig zum nördlichen Wall, zum anderen dem Repräsentationsbedürfnis der hansischen Kaufmannsschaft. Der Name entspringt der westlichen Richtung nach Uenglingen, in welcher der Turm seine Tore öff-nete. Die Höhe des Uelinger Tors beträgt 27,5 Meter. Seit der Restaurierung im Jahr 1989 kann man von hier aus einen sehr schönen und umfassenden Blick auf Stendal genießen kann.
Leider ist das Tor Dienstag bis Freitag: erst 13:00 - 15:00 Uhr geöffnet.
So schlenderten wir, vorbei an schmucken Fachwerkhäusern zur

St. Petrikirche

Eine nette Frau, die mich vor dem Eingang stehen sah, schloss sie extra für uns auf und zeigte uns stolz die Inneneinrichtung und die Vorbereitungen zum Erntedankfest.
Die Petrikirche, die älteste erhaltenen Kirche Stendals, ein kleiner schlichter, spätgotischer Hallenbau wurde aus Feld- und Backsteinen erbaut. Interessante Ausstattungsstücke sind der Lettner mit Apostelfiguren (13. - 15. Jahrhundert), der Hochaltar mit geschnitzten Heiligenfiguren (14. - 16. Jahrhundert).
Am imposanten Winkelmann-Gymnasium vorbei ging es weiter Richtung Markt.
Eine großes Bild auf einer Hauswand mit der Inschrift „Erste Stendaler Dampfwäscherei“ irritierte uns etwas. Dichtung oder Wahrheit? Aber in der „Hohe Bude 12“ Gab es sie tatsächlich einmal. Mit ihren Fahrzeugen fuhren Schlobachs und ihre Mitarbeiter etwa 90 Annahmestellen in der gesamten Altmark an.
Quelle: Wo Altmärker ihre Wäsche waschen ließen
Vor der Ecke der gotischen Gerichtslaube des Rathauses war er nun nicht mehr zu übersehen. Da steht der

Steinerne Roland

von 1525 in einer originalgetreuen Kopie aus dem Jahre 1974, Wie die meisten Rolande ist auch der Stendaler als Ritter dargestellt. Er gilt als Zeichen für die Rechte und Freiheiten der mittelalterlichen Stadt. Mit 7,80 m ist es die drittgrößte Rolandfigur in Deutschland.
Gern hätten wir uns noch eine besondere Kostbarkeit angesehen. In der Ratsstube steht die um 1462 entstandene, heute älteste profane Schnitzwand Deutschlands.

Als nächstes besichtigten wir die ehemalige Ratspfarrkirche St. Marien. Diese große Marktkirche spätgotische, dreischiffige Hallenkirche mit Hallenumgangschor bildete den Kern der Kaufmannsstadt.
Unser letzter Besuch galt der Jacobikirche, vermutlich der ältestes Kirche des Dorfes Steinedal. Die gotische Hallenkirche ist im 14. und 15. Jahrhundert aus Feld- und Backsteinen errichtet.
Bis zum größten, begehbaren Trojanische Pferd der Welt war uns ein Abstecher dummerweise zu weit. Es steht im Hof des Winckelmann-Museums.
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5 Kommentare
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Roland Horn aus Dessau | 20.10.2017 | 11:41  
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Lothar Wobst aus Wolfen | 20.10.2017 | 11:58  
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf | 21.10.2017 | 08:17  
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Romi Romberg aus Berlin | 21.10.2017 | 19:42  
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Wolfgang Nieschalk aus Nordstemmen | 21.10.2017 | 20:40  
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